Einige Details über die Festplatte der Jukebox

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18:00 - 23/11/2000 von Thomas Pabst

Wir haben uns die Organisation der Dateien auf der Festplatte einmal angesehen. Es könnte sein, dass Sie für die Aufrüstung gar nicht 65536 Sektoren kopieren müssen. Es sieht so aus, dass die Hälfte eigentlich genug ist. Wir haben dies aber nicht getestet.

Auch fanden wir heraus, wie die MP§-Dateien auf der Platte gespeichert werden. Offensichtlich speichert das Betriebssystem der Jukebox Musik-Dateien in Blöcken von 265 Kilobyte. Das ist nicht besonders ökonomisch und verschwendet eine Menge Festplattenspeicher. Die Dateien werden einfach aneinander gespeichert und es ist leicht, ihren Anfang und ihr Ende zu finden, da jede MP3-Datei mit dem Eintrag ID3 beginnt und mit einem weiteren Bezeichnungs-Eintrag endet. Es wäre daher recht einfach, ein kleines Programm zu schreiben, das die MP3-Dateien von der Festplatte der Jukebox lesen kann, es würde aber immer bedeuten, dass die Jukebox zuvor auseinandergenommen werde muss, wenn man Dateien von der Jukebox-Platte bekommen will.

Zusammenfassung

Für uns ist die Nomad DAP Jukebox von Creative das Spielzeug des Jahres! Sie ist nicht wirklich billig, aber echt ihr Geld wert. Egal, ob man am Strand, im Auto oder zu Hause Musik hören will, man kann das alles mit der Jukebox machen und hat mindestens 100 Stunden Musik zur Verfügung. Man stelle sich vor, wie viel Platz man für 100 CDs brauchen würde - verglichen mit der kleinen Nomad DAP Jukebox. Sie ist einfach fantastisch (und das haben wir noch nie bei einem Produkt gesagt, soweit wir uns erinnern können!). Das wirklich Beste daran ist die (von Creative wohl nicht gewollte) Möglichkeit, diesen MP3-Spieler aufzurüsten. Es ist wirklich einfach, die Jukebox mit einer größeren Festplatte auszustatten. 20 GB an Musik entsprechen ungefähr 400 Alben! Stellen Sie sich mal vor, so viel Musik herumzutragen, wo auch immer Sie sind!

Aber dies wäre nicht ein typischer Tom-Testbericht, wenn es nicht wenigstens ein paar Punkte zu kritisieren gäbe:

Der Hersteller muss den Windows 2000-Bug aus dem "Playcenter 2" herausbekommen und der Transfer von Playlists könnte erheblich einfacher und bequemer gemacht werden. Eine IEEE 1394 (FireWire)-Version der Jukebox könnte ebenfalls hilfreich sein, da es einfach zu lange dauert, die Jukebox zu laden. Wir würden es auch begrüßen, wenn Creative die Möglichkeit der Datenübertragung von der Jukebox auf den Computer freigäbe. Wir sehen dabei keine rechtlichen Hindernisse. Ab und zu hängt sich die Jukebox auf, besonders während des Übertragens von Dateien. Dann muss man entweder die Stromzufuhr unterbrechen (Batterien entfernen) oder den kleinen "RESET"-Knopf drücken. Wir hoffen, dass die Firmware der Jukebox in Zukunft zuverlässiger wird. Schließlich würden wir doch um Kopfhörer bitten, die der Qualität von MP3 entsprechen. Auch sollte der Kopfhörerausgang der Jukebox höher als die paar 100 mW sein.

Zum Schluss möchten wir noch einige Worte über die Verwendung von MP3 sagen. Dieses Audio-Format hat schon gewonnen, egal wie sehr die Musikindustrie es auch hassen mag. Daher denken wir, dass es an der Zeit ist, dass auch Computer-Laien die Vorteile von MP3 nutzen können. So toll wie die Nomad DAP Jukebox auch ist - sie braucht immer noch einen Computer. Damit stehen all die Musik-Fans ohne Computer immer noch im Regen. Die Zeit ist reif für einen tiefgreifenden Wandel!

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