1000 GB extern: Neuer Maßstab fürs Datenarchiv

18:00 - Donnerstag, 23. Februar 2006 von Patrick Schmid
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1 - Terabyte-Storage ist Realität

Sie müssen nicht schlank sein, denn sie überzeugen durch ihre Kapazität von 1000 Gigabyte. Wir haben zwei dieser Speichergiganten von LaCie und Maxtor magnetisiert.
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Maxtors jüngste Pressemeldung verhieß Aufregendes: Können 1 Terabyte (1000 Gigabyte) bei einer externen Festplatte wirklich wahr sein? Die Antwort lautet ja und nein. Die Gesamtkapazität der OneTouch III beträgt tatsächlich 1 TB, aber diese wird nur durch die Kombination zweier 500-GB-Festplatten in einem Gehäuse erreicht, welches daher doppelt so groß ist wie eine konventionelle externe Festplatte.

Maxtor ist nicht der erste Hersteller, der ein Produkt anbietet, das aus mehreren Festplatten besteht. Vielmehr kann Drittanbieter LaCie ein umfangreiches Portfolio an externen Speichergeräten mit zwei oder vier Festplatten vorweisen: Big Disk, Bigger Disk, Biggest Disk. Aber Maxtor ist dennoch der erste Festplattenhersteller, der ein selbständiges Produkt mit mehreren Festplatten anbietet.

Damit stehen zwar die weltweit größten externen Festplatten für Privatanwender zur Verfügung, aber der Ansatz mit der Verwendung zweier Festplatten zeigt auch, dass die Festplattenhersteller bald unter Druck geraten könnten. Einerseits hätte Maxtor keine Terabyte-Festplatte entwickelt, wenn es für ein solches Monster keinen Bedarf gäbe, zum anderen gibt es immer mehr neue Anwendungen, die einen hohen Speicherbedarf mitbringen: Man denke nur an High Definition-Audio und Video, bei denen ganz neue Dimensionen für Hörgenuss und Sehvergnügen eröffnet werden. Gleichzeitig wird damit aber auch der Speicherhunger von Anwendungen weiter angestachelt.

Die Wirtschaft will, dass wir Inhalte auf Abo-Basis beziehen, aber wo soll man Filme speichern, die möglicherweise jeweils bis zu 50 GB groß sind, was der Kapazität einer Doppelschicht-Blue-ray-DVD entspricht? Schon das Abspeichern von nur zehn solcher Filme würde die derzeit größten Festplatten an die Grenzen ihrer Kapazität bringen. Und selbst wenn man HD-Video selber aufnehmen und die Anforderungen um die Hälfte reduzieren würde, wäre die Aufnahmedauer immer noch eingeschränkt. Immer effizientere Codecs wie H.264 sorgen zwar dafür, dass der Speicherbedarf sich in Grenzen hält, aber dabei war von unkomprimiertem HD-Content noch gar nicht die Rede, der ja auch noch bearbeitet werden will.

Offensichtlich wird die Festplattenbranche bei 500 GB pro 3,5"-Festplatte nicht Halt machen. Neue Technologien wie Perpendicular Recording (wie bei Toshibas 1,8"-80-GB-Festplatten oder bei Seagates neuer 2,5"-Momentus 5400.3) werden die Kapazitätswerte noch weiter in die Höhe treiben. Bis es so weit ist, scheinen die Geräte von LaCie und Maxtor die ersten Terabyte-Lösungen zu sein, die gleichermaßen brauchbar wie flexibel sind.

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