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IWill VD133 Pro

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19:00 - 26/05/2000 von Patrick Schmid

Board Revision: 1.2


BIOS Version: 34231A (March 6, 2000)

Das Slot-1-Motherboard VD133 verwendet noch den älteren 693A-Chipsatz, während das VD133 Pro, welches wir diesmal testen, auf den neuen 694X zurückgreift. Weiterhin sieht die Ausstattung folgendermaßen aus: Drei DIMM-Sockel für bis zu 1,5 GByte SDRAM, fünf PCI- und der AGP-Slot, UltraDMA/66-Controller sowie die verbreiteten Wake-Up-Features. Das Handbuch stellt eindeutig klar, dass man zwar ECC-Speicher verwenden kann, dieses jedoch nicht unterstützt wird.

Die Besonderheit an diesem Motherboard ist der zweite IDE-Controllerchip, der HighPoint HPT368. Dank diesem stehen zwei weitere UltraDMA/66-Kanäle zur Verfügung, womit man insgesamt bis zu acht Laufwerke anschließen kann. Der Chip ist jedoch vornehmlich für einfache RAID-Konfigurationen gedacht. So kann man ab zwei Festplatten die RAID-Level 0 (Striping ) oder 1 (Mirroring) aktivieren, um dadurch entweder die Festplattenleistung oder die Datensicherheit zu verbessern. Mit vier Festplatten läßt sich die Bandbreite von UltraDMA/66 bis zum Anschlag ausnützen, nur wird diese enorme Mehrleistung in der Regel ungenutzt verpuffen. Man benötigt nämlich auch Anwendungen, die davon profitieren, denn es steigt fast nur die Dauertransferrate, während die Zugriffszeit nicht unbedingt kürzer wird. Vor allem profitieren also Audio- und Videoanwendungen.

Dieser kleine Chip kann jedoch auch dann nützlich sein, wenn Sie beispielsweise noch mehrere alte Festplatten haben, die für sich genommen zwar zu klein, jedoch zusammen eine brauchbare Kapazität hätten. Sie können bis zu vier Laufwerke auch zusammenschalten, und deren Kapazität somit addieren.

Die beiden Anschlüsse für die IDE-Kanäle 3 und 4 befinden sich am unteren Ende der Platine, unter allen Slots. Damit ist man wahrscheinlich gezwungen, relativ lange IDE-Kabel zu verwenden. Oben links auf dem Foto kann man auch den Anschluss für die beiden zusätzlichen USB-Ports erkennen. Das dafür nötige Kabel ist wie so oft leider nicht im Lieferumfang; dafür sind gleich zwei 80-polige IDE-Kabel in der Packung.

Alle Prozessoreinstellungen werden im sogenannten IWill Smart Setting(tm) des BIOS-Setup erledigt. Dabei stehen FSB-Geschwindigkeiten zwischen 66 und 166 MHz zur Verfügung, wobei mehr als 150 MHz nicht mehr stabil funktionieren. Auch der HighPoint-Chip verträgt nicht mehr Takt, denn es hagelte bei 155 MHz Abstürze, sofern die Fesplatte am RAID-Controller betrieben wurde.

Das Soundsystem entspricht dem AC97-Standard und besitzt leider nur einen einzigen Line-In. Sehr gut gefallen hat und das jumper-arme Design dieser Hauptplatine. Die einzigen beiden Jumper dienen der Deaktivierung des RAID-Chips sowie der Löschung der CMOS-Einstellungen. All dies ist im Handbuch illustriert erläutert, womit die Handhabung des VD133 Pro denkbar einfach ist.

Leider können die Benchmarks den sonst so hohen Level nicht ganz halten, denn die Ergebnisse liegen etwa 15% unter dem technisch möglichen. Bei Windows-Applikationen fällt das kaum ins Gewicht; Spielernaturen sollten jedoch einem anderen Board den Vorzug geben.

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