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MSI MS-6309

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19:00 - 26/05/2000 von Patrick Schmid

Board Revision: 1.0


BIOS Version: 0314F (March 15, 2000)

Der Lieferumfang des MSI-Boards beinhaltet sowohl ein 80- als auch ein 40-poliges IDE-Kabel, ein Floppykabel, ein hervorragendes Handbuch und eine kleine Broschüre, die die Funktion des D-LED(tm) erklärt. Das Handbuch enthält ausgezeichnete Beschreibungen der Hardware, des BIOS und Installationsanweisungen.

Auf dem MS-6309 kommt ein AMI-BIOS zum Einsatz, in dem man auch alle Prozessoreinstellungen vornimmt (Systemtakt, Multiplikator und Prozessorspannung). Auf der Platine befinden sich aufgedruckte Beschriftungen, die die Einstellmöglichkeiten eines DIP-Blocks erklären. Das lässt darauf schließen, dass man kurzfristig auf das softwareseitige Setup umgeschwenkt hat. Im sogenannten Hardware Monitor Setup findet man dann auch die gewünschten Möglichkeiten: 66, 79, 85, 87,5, 92, 95, 100, 110, 115, 120, 124, 129, 133 und 128 MHz. Gerade 87 und 92 MHz lassen sich bestens zur Übertaktung von Celeron-Prozessoren verwenden. Auch die Spannung des Prozessors lässt sich in 0,05V-Schritten zwischen 1,6 und 1,85V (Coppermine) oder 2,0 und 2,8V anpassen (Celeron bis 533 MHz)

Auch die Speicherfrequenz lässt sich bequem um 33 MHz steigern oder reduzieren.

Über einen Punkt im BIOS (ClkGen Spread Spectrum) eröffnet sich der Zugang zu Einstellungen bis 200 MHz FSB, was jedoch mehr Schein als Sein ist. Der VIA-Chipsatz verträgt nur in den wenigsten Fällen mehr als 155 MHz Systemtakt, weshalb diese Beigabe zwar gut gemeint, jedoch kaum wirklich nutzbar ist.

Zurück zum D-LED-Feature: Dieser Name steht für vier LEDs, die den aktuellen Sytemzustand beim Booten anzeigen. Man benötigt dazu jedoch die bereits erwähnte Zusatzbroschüre, die alle Leuchtkombinationen erklärt. Sollte das System beim Booten je stehenbleiben, so kann man mit Hilfe von D-LED mit großer Wahrscheinlichkeit die Ursache finden.

Auch MSI bietet insgesamt vier USB-Ports, doch einmal mehr muss man ein passendes Kabel selbst besorgen. Eine ungewöhnliche Lösung hat MSI beim Sockel für die Lithium-Ionen-Batterie gefunden, denn diese steht senkrecht hinter und zwischen zwei PCI-Slots. Dadurch kann man sie bei Bedarf viel schneller tauschen als bei herkömmlichen Systemen, in denen die Batterie liegend arretiert ist. Auch der Platzbedarf ist natürlich etwas geringer. Vermutlich wird man diese Batterie nicht gerade häufig tauschen, aber es sind die kleinen Dinge, über die man sich im Fall der Fälle freuen kann.

Das MS-6309 erzielt die von uns erwartete Leistung, ohne Ausbrüche nach oben oder unten. Das BIOS gibt dem Anwender leider nur wenige Möglichkeiten, auf die Leistung Einfluß zu nehmen. Durch großzügigere Optionen könnte wohl noch etwas mehr Leistung sein.

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