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Seite zurückDie klaren Sieger nach (Leistungs-) Punkten sind das Gigabyte GA-6VX7-4X sowie das Asus CUV4X-M. Beide erzielen sehr gute Leistungen, die nur von übertakteten BX-Motherboards (133 MHz statt 100 MHz FSB) übertroffen werden.
Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass es bei keinem der Testkandidaten Mängel bei der Zuverässigkeit gab. Hinsichtlich der Stabilität sind alle Teilnehmer dieses Tests hervorragend, weshalb wir an dieser Stelle allen Herstellern ein Lob ausspechen möchten.
Als Allround-Motherboard empfehlen wir das QDI Advance 10, denn es konnte in allen Punkten überzeugen. Flott bei der Arbeit, reichlich ausgestattet und mit günstigem Preis hat es diese Emfehlung auch verdient.
Für Overclocker empfiehlt sich wiederum das Asus CUV4X-M und das ECS P6VAP-A+. Wer damit leben kann, dass das ECS nicht zur Creme de la Creme gehört, wird mit dem Elitegroup seine Freude haben. Performance-Freaks sollten jedoch von vorne herein ein schnelleres Modell vorziehen, zumal bei chronischem Leistungshunger auch der psychologische Faktor nicht zu unterschätzen ist. Ob man mit einen Porsche nun am Limit fährt oder nicht, wichtig ist oft allein, über die Leistung zu verfügen.
Fazit
Wer jetzt in ein Computerfachgeschäft geht und sich ein beliebiges Sockel-370-Motherboard mit dem VIA Apollo Pro 133A kauft, sollte wenig negative Überraschungen erleben. Keiner der Kandidaten bereitete uns in irgend einer Weise Kopfzerbrechen. Die Boards von Biostar und Iwill bestätigen als Ausnahmen die Regel, da sie nicht die maximale Leistung erzielen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit lässt sich dieser Nachteil mit einem BIOS-Update korrigieren.
Haben Sie es gemerkt? Wir haben in diesem Test diesmal einen Overclocking-Champion. Das kleine Asus-Board ist zwar schnell und gut zum Übertakten, jedoch bietet es mit nur zwei PCI-Slots keine emfehlenswerte Basis für Freaks und Poweruser. Elitegroup kann mit Overclocking-Features überzeugen, jedoch mangelt es diesem Board ein wenig an Performance. Fast alle anderen erlauben ebenfalls den Betrieb mit bis zu 150 MHz, jedoch macht dies in höheren Taktregionen erst in Verbindung mit einer etwas erhöhten Prozessorspannung richtig Sinn. Bei Iwill lassen sich sogar bis zu 166 MHz wählen, was bei diesem Board allein durch den zusätzlichen IDE-Chip keinen Sinn macht. Dieser bescherte nämlich schon bei 155 MHz (38 MHz PCI-Takt) die ersten Abstürze.
Im Juni erscheint Intels neuer i815-Chipsatz (Codename Solano), dessen Erfolg wohl nicht an den des 440BX anknüpfen wird. Wir wir bereits in unserem ersten Test eines Solano-Boards berichtet haben, passt dieser Chipsatz nicht unbedingt in Intels Zukunftspläne. Rambus DRAM soll mit aller Macht forciert werden, deswegen gilt ein Chipsatz wie der Solano bei Intel nur als Nebenprodukt und wird daher gewiß nicht in allzu hohen Stückzahlen hergestellt werden. Durch diese künstliche Knappheit ist nicht zu erwarten, dass sich die Preise für 815-Motherboards auf dem Niveau von Boards mit VIA-Chipsätzen ansiedeln werden.
Das könnte VIA weiteren Aufwind für deren Pentium-III-Chipsätze bescheren, denn für viele Großabnehmer zählt oft einzig und allein der Preis. Da der 820 und RDRAM heute einfach noch zu teuer und der 815 nicht in beliebigen Mengen lieferbar sein wird, sprechen alle Zeichen für die taiwanesische Chipschmiede VIA.
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