Das Ergebnis ist ehrlich nicht berauschend. Auch wenn die Farben sehr satt sind, so kann doch die Reaktionszeit des Panels nicht überzeugen. Im schlimmsten Fall werden 24,5 ms erreicht, bestenfalls 15,8 ms.
Übersteuerung
Bei diesem Bildschirm wurde keinerlei Übersteuerung festgestellt, immerhin. Gemäß unserer Testmethode fällt der Bildschirm in die Kategorie A.
Zur Erinnerung: Bei der Overdrive-Klasse wird die Genauigkeit der Overdrive-Technologie bei LCD-Panels bewertet. Warum das wichtig ist? Wenn der Overdrive schlecht beherrscht wird, werden die Farben mehr als ein Bild lang nicht korrekt dargestellt. Sie wirken dann zu grell. Vor allem bei Filmen ist dieses Phänomen störend, da es Videorauschen erzeugt. Bei bewegten Bildern können Farbabweichungen auftreten. Das heißt, dass zeitweise unerwünschte Farben auftreten, zum Beispiel rot bei einem Übergang von grün zu gelb.
In der Praxis
Für einen nicht zu anspruchsvollen Amateur eignet sich das Gerät durchaus zur Bildbearbeitung. Es muss jedoch gesagt werden, dass die Farben durch das Hochglanz-Panel sehr verstärkt werden. Und die mittelmäßige Homogenität macht es auch nicht gerade besser. Dank der unvergleichlichen Ergonomie ist der Monitor aber wirklich gut im Büro. Man sollte jedoch darauf achten, ihn sorgsam von jeder Lichtquelle fernzuhalten, um Störungen zu vermeiden. Die Antireflexbeschichtung des Panels ist leider nicht die beste.
Bei Spielen ist der Monitor nicht der schnellste auf dem Markt, aber zumindest schlägt er sich von allen bei PC-Herstellern verfügbaren Modellen am besten. Die neuesten Spiele laufen ohne Probleme. Weiterer Pluspunkt: Der Monitor verfügt über einen Modus namens "fill to aspect ratio", mit dem man auch Spiele spielen kann, die nicht in 16:10-Auflösung vorliegen - ein nicht zu unterschätzender Vorteil, wenn man keine schnelle Grafikkarte hat.
Für die Bewertung der Spieletauglichkeit stehen 5 Punkte zur Verfügung. Dafür werden die Panels mit verschiedenen Spielen getestet: FPS, RTS, RPG usw. An erster Stelle steht die Reaktionszeit des Panels, aber auch die Qualität der Farben ist bei bestimmten Titeln wichtig. Der Bildschirm bietet - gewissermaßen als Sahnehäubchen - eine gute Interpolation. Damit kann man in 1024x768 spielen, ohne im Hinblick auf das Bild größere Einbußen hinnehmen zu müssen.
Bei Filmen sieht es ganz anders aus, denn der Monitor liefert ständig ein sehr deutliches Rauschen, wenn auch insgesamt weniger als seine Konkurrenten. Man kann sich aber mit einem sehr schönen Bild mit sehr natürlichen Hauttönen und guten Kontrasten trösten.
Auch hier gibt es maximal 5 Punkte. Neben der Verzögerung spielt bei Filmen auch die Intensität des Rauschens eine Rolle. Außerdem sind für Multimedia-Anwendungen gute Blickwinkel entscheidend.
Die Bewertung des Preis-Leistungsverhältnisses ist der Bewertung des Verhältnisses von Qualität zu Preis vorzuziehen. Was den Unterschied ausmacht? Die wahrnehmbare Qualität eines LCD-Fernsehers variiert von einem zum anderen. Jemand, der in erster Linie einen soliden Monitor sucht, um ihn überall hin mitzunehmen, auch wenn die Leistungen nur mittelmäßig sind, hat einen völlig anderen Qualitätsansatz als jemand, der einen schnellen Monitor sucht, aber wenig Wert auf die Verarbeitung legt. Die Leistungen hingegen sind messbar. Diese Note repräsentiert also in synthetischer Form die Leistung des Bildschirms im Test.
Zusammenfassung
Insgesamt schneidet der Monitor ziemlich gut ab. Trotz des Hochglanz-Panels bietet er eine gute Farbwiedergabe. Die Ergonomie ist einwandfrei, genau wie die Ausstattung. Die Reaktionszeit ist in Ordnung, aber die Wiedergabe bei Filmen enttäuscht etwas. Man muss jedoch sagen, dass es derzeit nur sehr wenige 22 Zoll-Monitore gibt, die in diesem Punkt überzeugen können. Die Homogenität könnte ebenfalls noch verbessert werden. Wenn Sie sich am 226BW orientieren wollen, ist dieser HP-Monitor eine gute Wahl.
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Habe mir den HP vor 4 Wochen gekauft und bereue es nicht.
Wobei ich die Reaktionszeiten für den TFT nicht ganz verstehe.
Auf Prad konnte ich andere Werte entnehmen.
Zum zocken ist der Super!
Auch die Farben wirken durch das Glossy Panel nocht kräftiger.
Das war mit einer der Kaufgrüne und für mich keine Abschreckung wie das THG beschreibt.
Wieso sind denn alle Bilder so klein, dass man nichts erkennen kann, wenn man nicht separat zoomt? Das macht das Lesen des Artikels sehr anstrengend, wenn man wirklich was erkennen will, muss man ständig zwischen gezoomten Bildern und dem Artikel hin und her springen.
Im Artikel wurde hinterfragt, ob Pivot bei einem Widescreen-Monitor überhaupt Sinn mache. Wenn es überhaupt Sinn macht - das muss jeder für sich entscheiden, dann ja wohl vor allem bei Display mit großem Unterschied von Höhe und Breite. Bei 19-Zöllern mit einer Auflösung von 1.280 x 1.024 respektive 1.024 x 1.280 ist der Unterschied - zumindest für mich deutlich zu gering als dass sich der Aufwand lohnt. Auch 20,1-Zoll Monitore mit 1.400 x 1.050 respektive 1.050 x 1.400 Pixeln stellen eine A4-Seite in Word 2007 im Hochformat noch nicht formatfüllend dar, entweder die Seite hat nicht die volle Bildschirmbreite oder man muss scrollen. Erst ein 22-Zöller mit 1.680 x 1.050 respektive 1.050 x 1.680 Pixeln im Hochformat stellen eine A4-Seite in optimaler Größe und ohne die Notwendigkeit zu scrollen dar. Ein weiters "Bonbon" der Pivot-Funktion dieses Monitors ist, dass das Monitor-Bedienmenu ebenfalles in die Senkrechte schwenkt, man muss den Kopf nicht verdrehen, um im Hochformat Bildeinstellungen vorzunehmen. Als Nachteil muss man allerdings die etwas schwerfällige Handhabung beim Kippen des Monitors erwähnen, das geht bei den Modellen von Samsung und LG leichter. Zu einem Preis von € 299,-- trotzdem sehr empfehlenswert. Von Vorteil ist auch die recht dezent leuchtende Kontroll-LED, allzu hell leuchtende Kontoll-LEDs können in dunklen Umgebungen und bei einem eher dunklem Bild wie beispielsweise bei Filmen nerven, dies ist z.B. beim LG 2000CE der Fall.