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SLI im Notebook: Die Zukunft?

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17:01 - 08/06/2006 von Die Redaktion

Wenn es auch kein Notebook mit SLI-Grafiksystem rechtzeitig ins Labor geschafft hat, die Gründe dafür werden wir im Fazit kurz anschneiden, soll uns dies nicht daran hindern, ein Statement in Sachen Notebook und SLI abzugeben: Wie die jüngere Vergangenheit und unsere Tests gezeigt haben, wird im Desktop-PC-Bereich eine Doppellösung mit SLI recht schnell entwertet. Ein Geforce 7800 GT ist schneller als zwei Geforce 6800 GTs, ein Geforce 7900 GTX ist schneller als zwei Geforce 7800 GTs. Dabei sind die Doppelpakete immer teurer als die Einzelkarte mit der neuen Chipgeneration. Das eher mäßige Ergebnis liegt an der Kompatibilität, schätzungsweise unterstützen dreißig Prozent der aktuellen Spiele den SLI-Modus. Wird SLI unterstützt, steigen die Frameraten je nach Auflösung und eingestellter Grafikqualität um bis zu 80 Prozent an. Ein gutes Beispiel ist das Game Call of Duty 2, das sogar einen speziellen SLI-Schalter im Grafikmenü besitzt, der die Performance deutlich anhebt. Nachteile: Höhere Leistungsaufnahme, mehr Geräuschpegel durch einen weiteren Lüfter und stärkere Wärmeabgabe. Wird SLI nicht unterstützt, sinkt die Performance sogar unter das Niveau einer Einzelkarte. Hier stellt man den Rendermodus im Grafiktreiber besser auf Single-Karte, um den Leistungsverlust auszugleichen.

Aus den genannten Gründen sollte man sich gut überlegen, ob es sinnvoll ist viel Geld in ein SLI-Notebook zu investieren, oder man nicht besser in regelmäßigem Turnus in ein neues Notebook investiert. Das "Alte" kann man ja zur teilweisen Refinanzierung bei einem Auktionshaus feilbieten.

Interessant ist in diesem Zusammenhang noch folgende Ankündigung : Ab Juli will Nvidia einen Treiber veröffentlichen, der Physik-Berechnungen in 3D-Games mit der zweiten SLI-Grafikkarte möglich machen soll. Das könnte selbst konservative Hersteller dazu bewegen, Notebook-Konzepte mit doppelter Grafikkarte zu entwickeln. Immerhin kann man sich dann aussuchen, ob man den zweiten Grafikchip für physikalische Berechnungen oder mehr Framepower verwendet.

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