3dfx stellt Voodoo 4 und 5 vor
Nächste NewsDer Grafikspezialist 3dfx legt die Pläne für das kommende Jahr auf den Tisch. Gleich vier neue Grafikkarten sieht 3dfx für den Consumer-Bereich vor, die im März 2000 in die Regale kommen sollen. Basierend auf dem neuen VSA-100-Grafikchip erscheinen dann die Voodoo4 4500 PCI/AGP (179 Dollar), die Voodoo5 5000 PCI (229 Dollar), die Voodoo5 5500 AGP (299 Dollar) und die Voodoo5 6000 AGP (599 Dollar).
Die Abkürzung VSA des Grafikchips steht für Voodoo Scalable Architecture. Wie der Name schon sagt, ist der Chip skalierbar. Für die Consumer-Grafikkarten können bis zu vier VSA-100 parallel geschaltet werden. Die Taktfrequenz ändert sich im Vergleich zum Vorgänger Voodoo3 kaum. 3dfx sieht Frequenzen zwischen 166 und 183 MHz vor.
Der erste Eindruck der Pressekonferenz auf der Comdex in Las Vegas war, dass 3dfx weiterhin versucht, seinen Kunden vorzuschreiben, was sie angeblich brauchen. Waren letztes Mal 32-Bit-Rendering unwichtig und Texturen über 256x256 "völlig ausreichend", so sieht es 3dfx jetzt als selbstverständlich an, dass man 32-Bit Rendering und ein Texturen-Format von 2048x2048 unterstützt. Der VSA-100 bietet im Gegensatz zum Nvidia GeForce256 oder dem S3 Savage2000 kein hardwareseitiges Transform & Lighting (T&L). Das offizielle Statement des Herstellers ist: "3dfx wird hardwareseitiges T&L anbieten, wenn es für den Markt relevant ist". Wie T&L zukünftig implementiert werden soll, ist derzeit noch unklar. Entweder bringt 3dfx einen neuen Grafikchip heraus oder ergänzt den VSA-100 mit einem zusätzlichen T&L-Chip.
Die weiteren Features des neuen 3dfx-Chips klingen verlockend. Pro Chip soll eine Füllrate von 333 bis 367 MPixel pro Sekunde möglich sein. Im Falle der Voodoo5 6000 könnten Füllraten von 1,33 bis 1,47 Gigapixel/s machbar sein. Zum Vergleich: Die Rage Fury MAXX von ATI oder Nvidias GeForce256 schaffen an die 500 MPixel/s. Diese extrem hohen Füllraten nutzen nur dann etwas, wenn die Polygonzahl der Spiele weiterhin auf einem niedrigen Niveau bleiben. Zwar lassen sich mit detaillierten Texturen auch anständige Ergebnisse erzielen, für ein realistisches 3D-Modell sind jedoch auch komplexe Drahtgittermodelle erforderlich. Die zukünftigen Spiele werden uns vorschreiben, was notwendig ist.
Der VSA-100 adressiert maximal 64 MByte Grafikspeicher und besitzt einen Ramdac von 350 MHz. Alle Karten außer der Voodoo4 sollen Full-Scene Anti-Aliasing besitzen, um die Kanten in 3D-Szenen zu glätten. Hinzu gekommen ist die Texturenkompression. Das DirectX-Format DXTC und die Eigenentwicklung FXT1 wird vom Chip unterstützt. Die T-Buffer-Technologie, die cinematische Effekte ermöglicht, ist vom technischen Standpunkt als unabhängiges Add-on zu sehen. Selbst mit dem Voodoo2 ist T-Buffer machbar. Die "cinematischen" Effekte sollten nicht mit DVD- oder MPEG2-Features verwechselt werden. Von Motion Compensation oder iDCT war auf der Pressekonferenz keine Rede.
Die vorläufigen Spezifikationen der neuen Produkte finden Sie hier:
Quelle: Tom's Hardware
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