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Insgesamt betrachtet haben diese sieben Boards in den verschiedenen Testbereichen eine sehr gute Figur gemacht. Die Reihenfolge der Auflistung ist zwar unsere Bewertung, bei der Leistungsdichte ist aber jedes Board, daß es in diese Liste geschafft haben, sind eine Empfehlung wert.
Asus P2B
Dieses Board ist ein Beispiel an Stabilität. Es läuft mit allen RAM Baugruppen, die wir verwendet haben und die teilweise von anderen Boards nicht zum Leben erweckt werden konnten. Selbst der Betrieb außerhalb der Spezifikation von 112 MHz hatte keinen negativen Einfluß auf dieses Board. Das einzige Problem war der Umstand, daß wir den IRQ 5 blockieren mußten, um die Soundkarte problemlos ansprechen zu können. Für Freunde des Betriebs außerhalb der Norm bietet dieses Motherboard auch ein hohes Maß an Flexibilität. Der Bustakt ist in den bekannten Schritten zwischen 66 und 133 MHz variabel. Dabei ist es völlig gleichgültig welche CPU gerade den Slot 1 belegt.
Als nicht so gut empfinden wir den Umstand, daß das Produkt aus dem Hause Asus nicht per Software eingestellt werden kann. Vielmehr ist man auf Jumperblöcke angewiesen. Vermißt haben wir an der Ausstattung dann aber doch noch eine ganze Reihe von Merkmalen. So sucht man Funktionen wie Wake on Ring, Wake on Clock, suspend to Disk Keyboard Power und SB Link vergeblich. In einer weiteren Version will Asus einige der Leistungen zwar nachreichen auf der ersten Version, die in den Handel gekommen ist fehlen Sie aber trotzdem. Was verfügbar ist, ist Wake on LAN und der Hardware Monitor. Für ein Board der oberen Preisklasse vielleicht ein bißchen wenig. Allerdings zählt das P2B zu den schnellsten Vertretern im Test und auch übertakten ist kein Problem. Alles in allem ist das Board sehr stabil schnell und sehr kompatibel. Wer darauf steht kann sich dann auch mit dem großen Namen anfreunden, der sicherlich für einen guten Support spricht. Eine Version, die nicht im Test war hat U2W SCSI oder einen LAN Adapter auf dem Board integriert.
MSI MS6119
Das MS 6119 hat fast den gesamten Test dominiert. Das einzige Problem, das wir mit diesem Board hatten war eine Eigensinnigkeit bei der Verwendung einer ISA Netzwerkkarte. Diese Karte ließ sich nur mit den IRQs 5,9,10 und 11 betreiben. Dadurch wurde es etwas schwierig einen Rechner einfach an ein Netzwerk anzuschließen. Ansonsten ist das Board genauso stabil, wie das von Asus, bietet aber zusätzlich noch eine Reihe weiterer Features. SB-Link und natürlich einen Hardware Monitor, der im suspend Mode optional auch den Lüfter des Prozessors abschalten kann. Alle Geschwindigkeiten werden über das BIOS eingestellt. Fingerübungen am Jumperblock oder an den DIP Switches entfallen also. Wer allerdings eine CPU, die für den 66MHz Bus geschaffen worden ist, mit 100 MHz FSB betreiben will muß den B21 entsprechend umbauen. Andernfalls weigert sich das Board Taktraten höher 83 MHz zu akzeptieren. Aus der Sicht der Performance ist das Board das schnellste. Gerade mal ein kleines bißchen schneller als Asus, Supermicro und TYAN. Das MS-6119 ist mit Sicherheit ein empfehlenswertes Board, besonders dann wenn die Techniker von MSI das Problem mit den IRQs für die Netzwerkkarte in den Griff bekommen haben. Interessant wird dieses Board auch durch den Preis. Das Modell von MSI liegt im unteren Preissegment. Ein Beweis, das der Spruch "Kost nix taugt nix" nicht immer richtig sein muß. Wer ein komplettes System haben möchte, das auf diesem Board basiert, sollte sich an die Firma transtec in Tübingen wenden. Dort werden im Mailorder Verfahren Rechner mit diesem Board angeboten.
AOpen AX6B
Auch dieses Board läuft mit jeder Sorte RAM auch mit einer Frequenz von 112 MHz stabil. Auch hier kann man sich Interpretationsversuche der Jumperstellung sparen alle Einstellungen, die den Bus betreffen werden über das BIOS realisiert. Gut gefallen hat uns die Ausstattung. Aopen ist das einzige Board im Test, das das Feature Suspend to Disk unterstützt. Dabei wird das System an der gleichen Stelle hochgefahren, an der man es verlassen hat. Diese Technik findet in verschiedenen Notebooks Verwendung und steht unserer Ansicht nach aber auch einem Desktop System gut zu Gesicht. Die DIMM Slots auf dem Board waren eine Freude und eine Enttäuschung zugleich. Enttäuschung, weil die DIMM Streifen in den Slots nicht fixiert werden können, Freude, weil man über 4 Slots verfügen kann, wo die beiden oben genannten nur drei anbieten. Die Performance des Boards liegt im Mittelfeld ist aber bei der Leistungsdichte in diesem Test aber auf jeden Fall gut und ausreichend. Stabil im Betrieb und kompatibel wenn es um Add On Karten geht bietet dieses Board auch ausreichend Raum für Übertakter.
Chaintech 6BTM
Noch ein Beispiel für Stabilität. Ohne Probleme akzeptierte das Board die verschiedensten RAM Ausstattungen, das wir ihm zugemutet haben. Selbst unser PC66 SDRAM von Samsung wurde ohne Murren in Betrieb genommen. Die Einstellungen für die CPU werden auf diesem Board auch über das BIOS vorgenommen und nach einer Änderung im BIOS, das auf unsere Veranlassung eingebaut wurde, kann jede Slot 1CPU auch den 100 MHz FSB nutzen. Außer "suspend to Disk" werden von dem Board alle Features unterstützt. Alle Wake on... Modi, Hardware Monitor, SB-Link, Keyboard Power on und Lüfter Aus im Suspend Modus. Wie das Aopen System bietet auch das Chaintech Board 4 DIMM Slots an, die aber in der Qualität deutlich besser sind und einen RAM Streifen auch tatsächlich im Slot fixieren. Nachdem Chaintech einige Änderungen im BIOS vorgenommen hat lief die Platine ohne Probleme in allen Kompatibilitätstests. Bei der Geschwindigkeit zeigte es sich als genau so schnell wie das AX6B von Aopen. Wenn man ohne suspend to Disk leben kann, dann würden wir es dem Aopen System sogar noch vorziehen. Besonders hier in Deutschland ist auch zum Support noch etwas zu sagen. Die Werksniederlassung in Hamburg ist bemüht Probleme möglichst schnell und kompetent zu behandeln. Als einer der wenigen Hersteller aus Taiwan wird Chaintech bereits an der Börse in Taipei gehandelt. Die Voraussetzungen für den Börsengang sind sehr streng. Wer das geschafft hat kann ohne Übertreibung als seriös und stabil bezeichnet werden. Besonders für Einkäufer aus Unternehmen ein Punkt der beachtet werden sollte. Schließlich will man nicht wenige Wochen nach der Anschaffung feststellen müssen, daß es den Lieferanten gar nicht mehr gibt.
Yakumo Y686BX
Diese Board zeigt, das Qualität nicht teuer sein muß. Ohne Probleme lief es mit allen angebotenen RAM Versionen und bietet zudem die ganze Palette der Features die man sich von einem Motherboard so wünscht. Von diesem Board wird der Status der CPU ausgelesen um dann alle Busgeschwindigkeiten zwischen 66 und 133 MHz zu unterstützen. Voraussetzung dafür ist allerdings, daß im BIOS Setup nicht Default gewählt wird. Der Multiplikator wird über DIP Switches eingestellt, die Geschwindigkeit des Bus jedoch über das BIOS. Die Performance ist "durchschnittlich", was in diesem Fall heißt 1,5% langsamer als das schnellste Board im Test. Für die deutschen Anwender ist dieses Board deutlich einfacher zu beschaffen als für amerikanische. Das Board ist nämlich nach den Vorgaben von Yakumo im OEM Verfahren hergestellt. Hinter Yakumo verbirgt sich niemand anders als Frank und Walter / CHS. So kann das Board in allen BEMI (auch hier gibt es Verbindungen) Filialen oder allen Yakumo Händlern gekauft werden. Im Gegensatz zu anderen Herstellern ist diese Board nebenbei auch noch kostengünstig und der Support für Händler wird in deutscher Sprache abgewickelt.
Soyo SY-6BA
Nur auf Platz 6 gelandet ist dieses Board nur deshalb, weil es etwas langsamer ist als die anderen, die bessere Plazierungen erreicht haben. Ansonsten ist es genauso stabil wie die Anderen und hat ohne zu murren die gesamte Palette von RAM Baugruppen akzeptiert. Probleme mit der Kompatibilität gibt es ebenfalls nicht und die gesamten Einstellungen der Geschwindigkeit werden über das BIOS vorgenommen. Jumper oder Switches sucht man vergeblich. Vermißt haben wir die diversen Wake on... Funktionen. Lediglich Wake on Ring wird von diesem Board unterstützt. Zusätzlich gibt es noch den Hardware Monitor und SB-Link. Auch hier findet man 4 DIMM Slots, die allerdings ebenfalls ziemlich billig ausgefallen sind und RAM Streifen nicht fixieren können. An einer Stelle unterscheidet sich das Board aber ganz deutlich von den Anderen. Neben den 5 PCI Slots stehen nur 2 ISA Slots zur Verfügung. Wer damit leben kann Bitte. Auch Soyo leistet sich eine deutsch Niederlassung. Wie bei fast allen Herstellern befindet sich diese auch im Norden der Republik allerdings nicht in Hamburg oder einer anderen Großstadt, sondern in einer kleinen Stadt in den neuen Bundesländern. Support in deutscher Sprache ist also auch von diesem Hersteller zu erwarten.
Tyan Thunder 100 Pro S1836D
Das TYAN ist das einzige Dual Prozessor Board, das es geschafft hat in die Liste der empfohlenen Systeme aufgenommen zu werden. Enttäuschend, wenn man bedenkt, daß mit diesen Systemen der professionelle Anwender angesprochen werden soll. Der Grund, weshalb dieses Board auf dem letzten Platz in der Liste gelandet ist, ist schlicht der Preis in absoluten Zahlen. Bei einer Bewertung nach Leistung pro DM würde das Board allerdings viel weiter vorne liegen. Die Ausstattung dieses Dual Prozessor Boards mit On Board Features läßt kaum einen Wunsch offen. Dual Channel SCSI, 100 Mbit Intel Ethernet und ein Sound Modul 16XV von Creative sprechen eine eigene Sprache. Alles was diese Board noch braucht ist eine ordentliche Graphik und Massenspeicher und man hat ein fertiges System. Kompatibilitätstests haben sich eigentlich fast erübrigt weil bereits alles integriert ist. Einen Beweis für die Notwendigkeit beim Kauf von RAM auf die Qualität zu achten, hat dieses Board geliefert. Während es ohne Probleme mit PC66 und PC100 RAM von Samsung arbeitet, hat es sich geweigert mit den PC100 Modulen von Toshiba seinen Dienst aufzunehmen. Was wir von dem Board halten zeigt folgendes: Das TYAN Board ist in unserem Rechner eingebaut und mit den PC66 SDRAM Modulen von Samsung ausgestattet worden. Wer das Board mit 100 MHz FSB betreiben will sollte darauf achten entweder die entsprechende CPU einzusetzen oder aber den B21 zu isolieren, da sich das Board an dieser Stelle an die Spezifikation hält. Für Übertakter ist dieses Board nicht unbedingt die erste Wahl aber zu diesem Thema haben wir ja doch schon reichlich Stellung bezogen. Die Geschwindigkeit liegt ebenfalls im Mittelfeld also etwa 1,5% hinter dem schnellsten Board im Test. TYAN ist übrigens kein taiwanesischer Hersteller. Die Boards kommen aus den USA und werden in Europa über eine Niederlassung in Freiburg angeboten. Ein weiterer Punkt für den Support. Oder ist Ihr Englisch absolut perfekt?
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