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10:40 - 28/05/2009 von Patrick Schmid, Achim Roos

Einige Probleme klingen nach Enttäuschung, da die 64-Bit Versionen von Windows nur wenige oder gar keine Performance-Vorteile bieten. Allerdings gibt es ein paar klare Tatsachen, die wir zusammenfassen wollen:

  • Ein 64 Bit Betriebssystem bietet mehr Vor- als Nachteile. Am wichtigsten ist die Unterstützung für 3+ GB Speicher angesichts preiswerter 6 und 8 GB Speicher-Kits.
  • 64-Bit-Systeme bieten keine merklich andere Performance als 32-Bit-Systeme mit der Ausnahme weniger Anwendungen im High-End-Segment.
  • Die Treiber-Situation war in den vergangenen Monaten nicht schlecht, allerdings kann es durchaus noch vorkommen, dass Sie keine 64-Bit-Treiber für einige Ihrer Hardware finden.
  • Treiberunterstützung für Notebooks ist immer noch heikel. Hier ist Vorsicht geboten.

  • An einem 32-Bit-Windows ist nichts verkehrt. Sie sind auf etwas mehr als 3 GB RAM beschränkt und müssen bei einer Umstellung auf 64 Bit eine komplette Reinstallation von Windows durchführen.

  • Jedes System mit einer OS-Partition von mehr als 2 TB benötigt ein System mit EFI statt eines herkömmlichen BIOS, um das Betriebssystem von diesem großen Laufwerk zu booten.

Fazit

  • 4 bzw. 8 GB RAM sind erschwinglich und beschleunigen Ihr System aufgrund geringerer Aktivität der Auslagerungsdatei und und intensiverer Superfetch-Arbeit durch Windows Vista, was Applikationen schon vor dem Start durch den Anwender vorlädt.
  • Power-User sollten sich für eine 64-Bit-Lösung entscheiden, selbst wenn sie dafür einige ältere Peripherie-Geräte bzw. Komponenten ersetzen müssen.

  • Auf Notebooks machen 64 Bit weniger Sinn, da das Speicherlimit der Systeme bislang bei 4 GB liegt. Sollte Treiberunterstützung allerdings vorhanden sein, empfehlen wir Ihnen der Performance wegen die 64-Bit-Option.

  • Die Entscheidung für ein 64-Bit.-System ist sicher, wenn Sie gerade einen neuen PC oder ein neues Notebook kaufen, besonders wenn das System mit einer 64 Bit Betriebssystem-Version angeboten wird.
  • Die Aktualisierung eines bestehenden Systems auf 64 Bits erfordert etwas Zeit für die Recherche von Treibern und Problemen.

Zudem empfehlen wir Ihnen den folgenden Artikel hinsichtlich der Vorteile einer 64-Bit Umgebung für Spiele: 64 Bit und Spiele: Was bringt’s?

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Kommentare zum Beitrag
lrlr 28/05/2009 11:30
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-0+

>AMD war mit seiner Athlon-64-Familie Vorreiter

naja, eigentlich war schon intel vorher mit http://de.wikipedia.org/wiki/IA-64
(wofür es auch eigene windows version gab..)

nur war das AMD64 konzept wohl besser, woraufhin es intel übernehmen musst..

lrlr 28/05/2009 11:30
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-0+

>AMD war mit seiner Athlon-64-Familie Vorreiter

naja, eigentlich war schon intel vorher mit http://de.wikipedia.org/wiki/IA-64
(wofür es auch eigene windows version gab..)

nur war das AMD64 konzept wohl besser, woraufhin es intel übernehmen musst..

Takato 28/05/2009 11:54
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--1+

Ich Frag mich grad, warum auf der ersten Seite groß und Breit erklärt wird, dass ein Nachteil bei 32Bit Systemen die limitierte Speicherkapazität von max 4Gb ist. Mit PAE kann man locker mehrere Hundert GB ansprechen, was auch in 32bit Server-Betriebssystemen normal ist (mitn bissl mogeln bekommt man das auch unter XP-86 hin)

Takato 28/05/2009 11:57
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-1+

ah vergesst es, was ich geschrieben hab ^^ ich sollte zuerst alles lesen, bevor ich mienen senf dazu gebe (asche auf mein haupt ^^")

pzero 28/05/2009 12:02
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-0+

@lrlr: Sie haben natürlich Recht - nur hat es IA64 nicht bis in den Desktop-Bereich geschafft, so dass das für Anwender keine Rolle spielt. Besser "AMD war mit seiner Athlon-64-Familie im Desktop-Segment Vorreiter".

Gruß
Patrick Schmid

Smartengine 28/05/2009 12:25
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-0+

Das erinnert mich an meinen alten Amiga^^
Dort lag die Obergrenze dazumal mit AFS glaub auch so
bei 2 oder 3 Gigabyte... Wenn man den speicher darüber
nutzte, begann das Betriebssystem, oder besser gesagt,
das filesystem wieder beim ersten block und man überschrieb sich das Betriebsystem^^

Hat ne weile gedauert bis ich das gecheckt hatte *g*

lrlr 28/05/2009 12:39
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-0+

>Das erinnert mich an meinen alten Amiga^

Gigabyte waren das wohl eher nicht ;-)

pzero 28/05/2009 12:40
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-0+

In der Tat! Seien wir froh, dass heute kein Speichermanager wie der emm386.exe bei DOS manuell in die config.sys eingebunden werden muss, damit Speicherbereiche über 640 KB von Anwendungen nutzbar waren. Wie war das gleich... EMS- oder XMS-Speicher. Und damals konnte man nicht Google befragen.

Gruß
Patrick Schmid

Wladimirxy 28/05/2009 12:40
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-0+

ich werde mit windows 7 auf 64 bit umsteigen ;)

FormatC 28/05/2009 12:50
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-0+

Wenn es endlich mal einen gescheiten MCE Encoder für meine TV-Karte gibt, der nicht bei mehr als 4 GB installiertem RAM abkackt und man darüber hinaus auf explizit zu bestätigenden Wunsch als Admin manuell Ausnahmen für die Treiberrestriktionen setzen kann, dann sofort. Ach ja, Dongles sollten auch noch funktionieren... :)

Anonymer Nutzer 28/05/2009 12:59
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-0+

Stimmt es, das x86 (32bit) Betriebssysteme von Windows nur maximal 2GB Arbeitsspeicher pro Programm freigeben? Das würde bedeuten, dass wenn ein Programm mehr wie 2GB verwalten kann, es nur auf einem 64bit Betriebssystem mit mehr als 2GB laufen kann.

pzero 28/05/2009 12:59
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-0+

@FormatC: Wir könnten eine Liste mit existierenden Problemen als Forum-Thread eröffnen. Ein Moderator (zum Beispiel Du) würde neue Beiträge im initialen Beitrag sammeln und bei Erledigung entsprechend markieren und nen Link hinzufügen, wo mehr Infos zu finden sind.

Ok, ist vielleicht doch etwas viel verlangt! Aber die Idee ist gut!

Smartengine 28/05/2009 13:21
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-0+

lrlr :
>Das erinnert mich an meinen alten Amiga^Gigabyte waren das wohl eher nicht ;-)



Doch, doch... ich hatte mal ne 6GB-Platte über und hab die reingehangen ;)

Zusammen mit AmigaOS3.1

Es gab dann noch ein alternatives Filesystem, mit dem sogar 16GB möglich waren,
aber der Name fällt mir grad nicht mehr ein ;)

Smartengine 28/05/2009 13:22
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-0+

P.S. Kann man eigentlich beiträge editieren?
Diese Rechschreibfehler sind mir schon fast peinlich :D

Danke @derGhostrider :sol:

derGhostrider 28/05/2009 13:27
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-0+

Erstmal vorab:
Netter Artikel. Solch eine objektive Betrachtungsweise könnte die Akzeptanz für 64bit Betriebssysteme und somit auch deren Verbreitung steigern. Definitiv ist dies der richtige Weg!

Es gibt allerding einige Fehler, die korrigiert werden sollten:

Zitat :Diese Versionen sind auf maximal 4 GB RAM beschränkt und bieten Ihnen nicht den vollen Speicher für Ihre Anwendungen, da Prozesse des Betriebssystems in den Addressraum mit aufgenommen werden; das führt wiederum zu einer effektiven Speicherkapazität von 3 GB, manchmal auch etwas mehr.


Das hat nichts mit "Prozesse des Betriebssystem" zu tun! Es werden vom BIOS die sogenannten "Option ROMs" in den Speicher gemappt. Windows selbst hat damit erstmal gar nichts zu tun. Windows kann diesen Effekt nur durch ein Remapping dieser Speicherbereiche beheben bzw. umgehen.
Windows Dienste / Prozesse werden immer nur von dem "übrig bleibenden" Speicher abgezogen. Das Problem ist aber, daß 32bit Windows (abgesehen von den Server-Varianten, die wieder nicht bzw. etwas spät erwähnt wurden), erst gar nicht die vollen 4GB sehen kann.

Noch ein Fehler:
Zitat :Da bei Grafikkarten mit 512 MB On-Board Grafik-RAM dieser Speicher in den Systemspeicher gemappt werden muss, sinkt Ihre Gesamtkapazität um diese 512 MB.

Das ist so nicht richtig. Grafikkarten belegen zwar viel Speicher, aber eben nicht genau soviel Speicher, wie auf der Grafikkarte vorhanden ist.
Das habe ich sogar schriftlich von nVidia, da diese Behauptung schon mehrfach getätigt wurde und immer wieder falsch ist.
Hier ein Auszug aus der Antwort des nVidia-Supports. Es war ein "Level 2 technican" nötig, um eine anständige Antwort zu erhalten:
Zitat :Hello {mein Name},
Unfortunately, you are correct in the behavior with a 32-bit Windows operating system when using 4GB of system memory. The amount of memory lost is not 1:1 and depends on other devices as well but in an SLI system with two graphics cards with a lot of video memory, you are bound to lose a lot of system memory. This this case, it is advisable to use a 64-bit operating system if possible.


---

Für 64bit gab es schon lange vor dem Itanium einen Vorstoß für Desktop PCs: Alpha.
Vobis hat in den 90ern den Alpha als high-End-Desktop mit einer besonderen Version von Windows NT vertrieben. Das System kränkelte an der damals schlechten Unterstützung für 32bit und vor allem 16bit Anwendungen. "Win FX!32" nannte sich dieser Kompatibilitätsmodus, der aber eben nur in Software ablief und nicht, wie bei den x86-64 CPUs in Hardware.
Auch andere CPU-Architekturen kannten schon lange 64bit, bevor es Itanium oder eben x86-64 gab.

Das alles habe ich schonmal geschrieben und es wurde schonwieder vergessen. ;)

Diesmal fand ich die Formulierung aber so akzeptabel, daß man beim lesen automatisch an x86-64 / AMD64 / EM64T gedacht hat und hätte das hier nicht geschrieben, wenn nicht andere auf dem Itanium rumgeritten wären, welcher wirklich nie als Desktop gedacht war.
Man hätte nur noch deutlicher schreiben können, daß mit dem Athlon erstmals 64bit in die x86er Welt eingeführt wurde. Dann sollte jeder damit zufrieden sein.


=============

Edit:
Ja, es gibt eine Edit-Funktion.
Oben rechts auf "Community" klicken (nicht nur mit der Maus drüber - im Drop-Down fehlt der nächste Punkt!), dann auf "Artikel" und den entsprechenden Thread auswählen. Dort kannst Du dann Deinen Beitrag, so wie ich diesen hier, editieren.

FormatC 28/05/2009 14:09
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-0+

pzero schrieb :

@FormatC: Wir könnten eine Liste mit existierenden Problemen als Forum-Thread eröffnen. Ein Moderator (zum Beispiel Du) würde neue Beiträge im initialen Beitrag sammeln und bei Erledigung entsprechend markieren und nen Link hinzufügen, wo mehr Infos zu finden sind.

Ok, ist vielleicht doch etwas viel verlangt! Aber die Idee ist gut!


Gute Idee. Ich werde mal ein paar Sachen sammeln, schließlich habe ich von meinen ganzen 64-Bit Anläufen auch noch Menge Workarounds und Lösungen archiviert. Das reicht von VirtualDub und den 64-Bit Codecs bis hin zu trivialen Sachen wie "signierten" Treibern für RivaTuner :)

Was das Problem mit den Grafikkarten betrifft, zitiere ich mich einfach mal selbst aus dem Forum:

...Die Grafikkarte besitzt eine einfache Memory-Management-Einheit (die graphics address remapping table [GART] bei AGP-Systemen und die graphics memory page [GMP] table bei PCIe-Systemen), die verwendet werden, um die verschiedenen Seiten des System-Speichers in den Adressraum der GPU einzublenden. Das Ergebnis ist dann, dass zu jeder Zeit, eine beliebige (auch weit verstreut liegende) Teilmenge der RAM-Pages für die GPU zugänglich sind. Im Gegenzug muß natürlich auch der VRAM für das System adressierbar sein. Das, was dem System-RAM dann verloren geht, ist ein von der Größe des VRAMs abhängiger Adresspuffer, der sich im RAM befinden muss, aber trotz allem kleiner als die tatsächliche Menge des VRAMS ist.
Es ist also falsch, dass der komplette Grafik-RAM in den System-RAM eingeblendet wird.....


@derGhostrider:
Dein "Level 2 technican" war aber auch recht kurz angebunden :)

derGhostrider 28/05/2009 14:25
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-0+

@FormatC:
Ja, leider. Als ich nochmal nachfragte, da ich es natürlich GENAUER haben wollte, kam nichts mehr.
Wenigstens überdecken sich unsere Aussagen im wesentlichen.


Immer noch besser als meine letzte Anfrage, die an AMD/ATI und nVidia ging. AMD hat geantwortet, daß mir die Informationen nicht gegeben würden, nVidia hat gar nicht geantwortet. *yeah* So macht die Arbeit spaß...

FormatC 28/05/2009 14:37
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-0+

Das mit GART bzw. GMP halte ich eigentlich schon fast für Allgemeinwissen. Jedenfalls sollte wenigstens ein Nivea-Supporter sowas wissen :P

Aber bei den Herstellern sitzen auch meist nur ausgelagerte Napfsülzen und häkelnde Telefon-Aushilfskräfte. Ich hab mal von Asus eine Supportmail bekommen - das Englisch war so krank, als hätte man den Originaltext als chinesische Schriftzeichen in Laubsägearbeit hergestellt, diese danach geschreddert, den Haufen abfotografiert, den Abzug des Fotos durch eine OCR-Software gejagt und das Ergebnis dann erst durch Google vom Polnischen ins Deutsche übersetzen lassen.

[edit]
Naja, bei nVidia habe ich auch schon mal angefragt. Die haben mich an den Hersteller (Gainward) abgewimmelt. Der wiederum (großes Lob!) hat prompt und sehr kompetent geantwortet.

aarfy 28/05/2009 14:49
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64bitNutzer :
Stimmt es, das x86 (32bit) Betriebssysteme von Windows nur maximal 2GB Arbeitsspeicher pro Programm freigeben? Das würde bedeuten, dass wenn ein Programm mehr wie 2GB verwalten kann, es nur auf einem 64bit Betriebssystem mit mehr als 2GB laufen kann.



Stimmt fast - defaultmäßig gehen nur die 2Gb aber man kann mit einem Schalter in der boot.ini auch 3GB freischalten. (geht zumindest beim 2k3 32Bit sicher) - such mal nach 3Gb Switch..

Das reicht aber meist aus - wenn nicht können sich die Programmierer ein paar Tricks bedienen um mehr zu bekommen..

FormatC 28/05/2009 15:09
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-0+

XP und Vista x86 können das im Gegensatz zur Serverversion leider nicht. Um genau zu sein, es können maximal 2 GB pro Thread adressiert werden. Wenn das jeweilige Programm jedoch multithreadfähig ist, dann kann man schon etwas tricksen ;)


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