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Mehr Lifestyle für Blackberry

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17:00 - 12. September 2008 von Thomas Kretschmann

RIM will seine Blackberrys nicht auf der Business-Schiene versauern lassen. Um den Smartphones mehr Lifestyle zu verpassen, kooperiert der Hersteller unter anderem mit MySpace, Microsoft und einem Internetradio-Anbieter.

RIM-Chef Balsillie will die Blackberrys für Privatanwender interessanter machenApple hat sein iPhone 3G unter anderem durch Exchange-ActiveSync-Kompatibilität auch für Business-Kunden interessant gemacht und schlägt kräftig auf die Werbetrommel, damit das Gerät auch in Unternehmen Einzug findet (siehe »Ist das iPhone bereit fürs Business?«). Research In Motion (RIM) — einst unangefochtener Smartphone-Marktführer im Enterprise-Sektor — geht mit seinen Blackberrys nun genau den anderen Weg: Die Mail-Maschinen sollen mehr Lifestyle-Anwendungen erhalten, damit sie für einen größere Zielgruppe außerhalb des Business-Bereichs interessant werden.

Der erste Blackberry mit Klapp-DisplayAuf der CTIA Wireless kündigte RIM-Chef Jim Balsillie neue Applikationen für seine Smartphones an: So soll man etwa mit einem Blackberry bald auch Zugriff erhalten auf eine mobile Version von MySpace — Facebook wird bereits unterstützt. So sollen Berry-User beispielsweise die Möglichkeit haben, dort von unterwegs Fotos zu verwalten.

Die Kooperation mit Microsoft hob Balsillie nochmals hervor. Deren Ziel ist es, die Redmonder Suchmaschine Live Search in diversen Sprachen aufs Berry-Display zu bringen — etwa, um nach Restaurants in der Nähe zu suchen. Noch mehr Funktionen für Privat-Anwender stehen bald für die USA, Kanada und Großbritannien bereit: Über den Anbieter Ticketmaster ist es dann möglich, nach Konzert-Events zu suchen und auch gleich Eintrittskarten zu bestellen. Für Musik schließlich soll eine Vereinbarung mit dem Webradio-Anbieter Slacker sorgen: Im Browser wird die eigene Radiosendung beziehungsweise Titelliste zusammengestellt, anschließend ist sie auf dem Blackberry via Stream zu hören. Außerdem sind bis zu 1000 Songs auf dem Gerät selbst abzulegen.

Das Pearl 8220 entspricht funktional weitgehend früheren Pearl-ModellenAuch mit der Hardware selbst will RIM nun ein neues Publikum ansprechen. Sein erstes Smartphone im Klapp-Format kündigte der Hersteller kurz vor der CTIA mit dem Pearl Flip 8220. Insbesondere in den USA sind »Folder«-Geräte recht beliebt. Das Quadband-Handy (GPRS/EDGE, GSM 850/900/1800/1900 MHz) unterstützt RIMs Pushmail-Dienst und ähnelt bis auf den Formfaktor den bisherigen Pearl-Modellen: An Bord sind eine 2-Megapixel-Kamera, ein Mediaplayer, Mails und Texte werden via SureType eingegben und die Navigation erfolgt per Mini-Trackball. Das Display stellt 320 x 240 Bildpunkte dar, ein zweites Außendisplay mit 128 x 160 Bildpunkten informiert unter anderem über Uhrzeit, eingegangene Mails und Anrufe. Im Herbst kommt das Pearl 8220 in den USA, danach auch in Deutschland über T-Mobile auf den Markt. Ein Preist steht noch nicht fest.

Quelle: Tom's Hardware

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