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1 - Es geht voran im Speichersektor

AMD hält ihn noch unter Verschluss bis 6. Juni. THG hat ihn schon. Aus DDR wird DDR2. Die CPU bekommt neue Speicheranbindung, der Kern bleibt prinzipiell erhalten. Im Mittelpunkt: Sockel AM2 und erste Benchmarks.
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Es ist schon erstaunlich, zu beobachten, welche Vorerwartungen mit der künftigen Sockel-AM2-Plattform von AMD einhergehen. Einerseits gibt es kaum ein Geheimnis, das nicht schon Monate vor der Produkteinführung bekannt geworden wäre, so dass die Diskussion über die Plattform bereits in vollem Gange ist. Andererseits warten die begeisterten AMD-Fans sehnlichst auf die neue Plattform, die mit entscheidenden Veränderungen in der PC-Welt verbunden sein wird, darunter die Einführung von Microsofts neuem Betriebssystem Vista und AMDs ersten Prozessoren mit Vierfachkern. Allerdings ging es bis vor kurzem bei AM2 nicht darum, ob die neue Plattform besser oder schneller sein wird.

Außerdem verwundert es, dass jeder mit einem Generationswechsel rechnet, obwohl der Wechsel zu DDR2 an sich kaum für große Unterschiede in der Performance sorgen wird. Wie unsere Benchmarktests zeigen, würde ein Wechsel von DDR400 zu DDR2-267 mit aktuellen Speicherchips zu überhaupt keiner spürbaren Verbesserung führen, weil der integrierte Speichercontroller mehr unter lahmem Speichertiming leidet, als er durch eine höhere Taktfrequenz via DDR2 wieder hereinholen kann. Ob die aktuellen Musterprozessoren tatsächlich unter einem Bug des Speichercontrollers leiden, ist schwer zu sagen. Hierbei könnte es sich auch um gezielt gestreute Informationen handeln, die von (zu) frühen Benchmarktests abhalten sollten.

Wenn AMD die neue Plattform attraktiver machen will, kann das Unternehmen nicht allein auf die erwarteten attraktiven Preise für 1- und 2-GB-DDR2 DIMM bauen. Es bedarf schon einer höheren Speichergeschwindigkeit um für eine bessere Performance zu sorgen, während langsamere DDR2-Speicher immer noch als Option für preiswerte Rechner auf Basis des Sempron bleiben sollten. Obwohl die Markteinführung am 6. Juni etwas spät kommt, liegt sie immer noch im veranschlagten Zeitrahmen des 2. Quartals. Außerdem erfolgt sie zu einem Zeitpunkt, an dem schon mit einer guten Versorgung mit DDR2-800-Speicherchips gerechnet werden kann. Man sollte nicht vergessen, dass Intel zu ungefähr derselben Zeit ebenfalls eine DDR2-800-Unterstützung einführen wird...


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