3D Performance. Die Heimat von 3DNow

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19:00 - 28/05/1998 von Thomas Pabst

Die 3D Performance wirklich zuverlässig festzustellen ist nicht ganz so einfach wie dies bei der Leistung für professionelle Büroanwendungen der Fall ist. Der Grund dafür ist sehr einfach. Der neue K6 braucht eine zusätzliche Software, die in der Lage ist, die zusätzlichen 3Dnow Features zu nutzen. Außerdem unterscheidet sich die Leistungsausbeute zwischen den einzelnen Spielen, die wir einsetzen erheblich. Was bei einem solchen Test herauskam zeigt das Chart doch recht deutlich. Es zeigt wie unterschiedlich einige Spiele auf die 3D Now Features im direkten Vergleich zwischen einem K6 300/100 und dem K6-2 333/95 reagieren.


Quake II ist mit dem neuen Prozessor und dem 3D Now Treiber von 3Dfx, fast doppelt so schnell wie mit dem "normalen" K6.Abgesehen von der Glide Engine und dem OpenGL Treiber blieben alle Einstellungen und Treiber unverändert. Das ist mit Sicherheit einer der deutlichsten Beweise, was mit dem neuen Prozessor und den passenden Treibern so alles zu erwarten ist. Auch der Winbench 98 zeigt mit dem neuen Direct X 6 eine Leistungssteigerung von 66 % im Zusammenspiel mit einer nVidia Karte, die mit dem neuen 3D Now Treiber ausgestattet worden ist. Mit Incoming zeigt sich dann aber, daß Treiber in diesem Fall nicht gleich Treiber ist und daß es keine gleichbleibende Steigerung gibt. "Nur" 25% Leistungssteigerung wurden mit dem speziellen Treiber von Rage erreicht. Forsaken, das nicht über einen optimierten Treiber verfügt, konnte mit dem neuen Prozessor trotzdem noch eine Verbesserung von 14% im Vergleich zum normalen K6 durch den Einsatz des Direct X 6 Paketes erzielen. Die Direct X6 Version, die wir eingesetzt haben befindet sich noch im Beta Stadium, so daß man gespannt sein darf ob die Leistungsverbesserung mit dem Final Produkt noch weiter nach oben geschoben werden kann. Ältere Spiele, die keine speziellen Direct X 6 Funktionen nutzen verlieren aber auch nicht an Performance, wenn der neue Prozessor mit seinen Treibern eingesetzt wird.

Tests, die mit dem Winbench 98 gemacht werden haben allerdings eher eine theoretische Aussagekraft. Besonders Grafikkarten werden mit der 3D Engine getestet, die bei Direct X zum Einsatz kommt. Mit der Version 6 wurde auch die 3D Engine verändert und verbessert. Allerdings verwendet zur Zeit kein Spiel dieses Feature aus dem Hause Microsoft. So ist Winbench eher dazu geeignet die Leistungsfähigkeit der CPU in einem speziellen Bereich zu definieren als das tatsächliche Verhalten einer Graphikkarte vorherzusagen. Problematisch wird die Sache angesichts des Umstandes, das mit der Version 6 von Direct X das gesamte Paket überarbeitet worden ist. Das Ergebnis ist, daß Winbench für ein und das selbe System je nach Direct X Version unterschiedliche Ergebnisse anzeigt. Das obwohl, wie gesagt keines der aktuellen Spiele die 3D Engine aus Direct X verwendet. Mit dem Treiber von Microsoft stellt sich ein K6-2 mit 300 und mit 333 MHz als gleich schnell dar wie ein PII mit 400 MHz. Dieses Ergebnis ist aber ein theoretischer Wert. Schließlich nutzt keines der aktuellen Spiele die 3D Engine aus Direct X. Eine Leistung, die diese Erwartung erfüllt kann deshalb auch nur von Spielen erwartet werden, die mit einem speziellen Treiber geliefert oder nachgerüstet werden, der die 3D Now Leistungen nutzen kann, wie dies bei Quake II der Fall ist.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine Spiele auf dem Markt, die den 3D Teil von Direct X nutzen. Der Grund hierfür ist die lausige Performance, die damit erreicht werden konnte, solange die Version 5 von Direct X geladen war. Die Produzenten der Spiele haben allesamt ihre eigenen Programme verwendet und nur einzelne Bestandteile aus Direct X aufgerufen. Mit der neuen Version und der stark verbesserten 3D Leistung wird sich das in Zukunft wohl ändern, aber so weit sind wir noch nicht.

Bis jetzt ist es der Treiber von nVidia, der auf 3Dnow von AMD optimiert worden ist. Da eine Karte mit diesem Treiber in einem entsprechenden System aber deutlich bessere Ergebnisse erzielen kann, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die anderen Hersteller nachziehen.

So zeigt der Winbench98 zum jetzigen eigentlich eher an was mit der neuen Konfiguration möglich ist. Das Ergebnis ist für Intel allerdings mehr als ernüchternd. Winbench sagt, daß ein K6-2 300 einen PII 400 im 3D Bereich hinter sich lassen kann, wenn die Leistungen des Prozessors voll ausgenutzt werden. Bedenkt man, daß diesem Prozessor ein Celeron mit 266 MHz als Konkurrent gegenübergestellt worden ist, fragt man sich ob Intel diverse Entwicklungen da nicht völlig falsch eingeschätzt hat. Wir denken, daß dieses Ergebnis eine böse Überraschung für Intel und alle Fans dieser Prozessoren sein dürfte

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