4 - Neue Ideen sind schlecht umgesetzt

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Das schnelle Aufsammeln aller Gegenstände kennen Diablo-Spieler, wie durch Geisterhand fliegen die herumliegenden Schätze in den Rucksack, Legend – Hand of God hat diese Funktion ebenfalls integriert. Wer sich über häufige Abstürze des Spieles wundert, sollte auf die Schnellsammelfunktion verzichten, beim Testrechner hat es geholfen. Eine gute Konzeptidee sollte der beleuchtete Mauszeiger sein, der gleichzeitig eine Lichtquelle ist. Die superputzige Fee ist ein Begleiter des Helden, sie leuchtet, ersetzt die Fackeln und ist gleichzeitig der Cursor zum klicken. Die Idee, dunkle Gewölbe sind finster, haben noch dunklere Ecken und der Held besitzt keine magische Aura, die Licht erzeugt.

Das soll Ambiente schaffen, ist aber eher ein Problem von Leveldesign und Ausleuchtung. Da man als Sammler alles abgeht, bringt das Ausleuchten der Ecke nicht viel. Erkunden und Gegner schlachten muss man sowieso zu Fuß machen. Übrig bleibt der Effekt, eine Lichtquelle, die sich frei und in Echtzeit durch eine 3D-Landschaft bewegt. Vor nicht allzu langer Zeit, haben Grafikkartenhersteller so etwas in Techdemos gezeigt.

Legend Action Rollenspiel FantasyLegend Action Rollenspiel Fantasy

Unschön ist der beleuchtete Mauszeiger bei Winterlandschaften, auf dem hellen Hintergrund ist er im Schneetreiben kaum zu erkennen. Um ihn wieder zu finden, beginnt dann ein heftiges Mauswedeln. Bei hektischen Kämpfen ist dann das Anvisieren bestimmter Gegner oder ein geplanter Rückzug völlig unmöglich. Der grafische Effekt von fallenden Schneeflocken sieht jedenfalls genial aus.

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Gelungen sind die Schatten- und Lichteffekte in Echtzeit, wenn man den leuchtenden Mauszeiger durch die Umgebung schiebt oder hinter Objekte versteckt. Das Video zeigt die Lichtfee von Legend – Hand of God in Bewegung.

Kaum wahrzunehmen, aber sehr nützlich ist die Minikarte. Betritt man einen Dungeon, werden alle Gänge und Verzweigungen schon dargestellt. Die erkundeten Wege sind mit weißen Linien markiert, der Rest ist unauffällig schwarz. Die Idee ist sehr gut, man kann Sackgassen schon vorher erkennen und den Weg besser planen.

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Die Schnellzugriffe auf Magie, Attacken und Fertigkeiten ist mittelmäßig umgesetzt. Das freie Belegen der Maustasten kennt man aus Titan Quest. Zwischen den Fertigkeiten lässt sich schnell umschalten, wenn man ihnen Zahlentasten zuweist.

In der Praxis ist es umständlich, was an den Talenten liegt. Will man zusätzlichen Feuerschaden für Waffen, muss man das Talent aktivieren, das nur eine bestimmte Zeit anhält. Dann schaltet man auf das Feuerschild um, das ebenfalls nur eine bestimmte Zeit funktioniert. Zum Kämpfen wird dann auf eine Attacke umgeschaltet. Ist jetzt die Zeit einer Zusatzfähigkeit abgelaufen, geht das Umschalten und Aktivieren wieder von vorne los.

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So geht es besser: Titan Quest hat mehrere Slots für die Fertigkeiten am unteren Bildschirmrand, die man mit der Maus oder Tastatur aktivieren kann. Zusätzliche Fertigkeiten wie Feuerschaden oder Feuerschild sind permanent aktiviert und haben keine Zeitbegrenzung, sie reservieren nur Mana.


Kommentare zum Beitrag
sushifriend 29/11/2007 22:01
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-0+
sushifriend
Hallo
Mein erster Kommentar, und das auch noch als erster ;)
Hab das Spiel so auf die schnelle gekauft gehabt, 5 mal durchgezockt, und jetzt wieder weg damit.
Die Grafik hat mir gut gefallen, lief auch alles flüssig und mit nur einem einzigen, kleinen Bug (das will was heißen!). Das Skillsystem ist einfach, aber effektiv. Alles in allem hat´s mir recht viel Spaß gemacht.
Aber: Langzeitmotiviation ist 0. Einfach zu wenige tolle Gegenstände, bei Level 99 ist Schluß, das hatte ich mit einem Char nach 3mal durchspielen erreicht. Außerdem kommt dann auch wieder Schwierigkeitsgrad 1, das ist purer Unsinn.
Und mein Fazit: Für mich ist immer noch Diablo und Diablo II das Maß aller Dinge, nur Sacred kann da einigermaßen mithalten.
Grüße an Euch alle
sushifriend

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