Legend - Die Hand Gottes: Spiel ohne Zielgruppe?

13:52 - Sonntag, 25. November 2007 von Tino Kreiss
Quelle: Tom's Hardware DE – Mehr über: Anaconda, Action-Rollenspiel, Fantasy

1 - Gegenstände horten und Trolle klatschen

Das Action-Rollenspiel eifert Diablo nach, die Grafik orientiert sich an Titan Quest. Als Einzelkämpfer trifft man auf riesige Gegner, sammelt Erfahrung, steigert Talente und hantiert mit Waffen und Magie.
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Legend Action Rollenspiel FantasyDas Action-Rollenspiel orientiert sich an Diablo und Titan Quest. Als Einzelkämpfer verprügelt man riesige Gegner, sammelt Erfahrung, steigert Talente und hantiert mit Waffen und Magie.

Für Legend – Hand of God muss man etwas Geduld mitbringen, die ersten Stunden sind zäh. Das liegt an den simplen Aufgaben: Finde ein Kind in der Hölle, hole ein Wagenrad oder sammle Pilze ein. Interessant wird es erst, wenn die Anzahl der Feinde steigt und die Gegner größer werden. Einen Multiplayer-Modus gibt es nicht, das Spiel richtet sich nur an Einzelspieler.

Gleich zu Beginn kann man seinen Charakter aus zwei von fünf Talenten kombinieren. Zur Auswahl stehen: Krieger, Schurke, Magier, Schütze und Priester-Magier. Das Steigern der Talente ist okay, wobei die Unterschiede zwischen den aktiven Kampffertigkeiten nicht sehr variiert. Schnell wird der aktive Skill durch einen besseren ersetzt, der weniger Nachteile hat oder mehr Schaden anrichtet. Verwendete Talentpunkte kann man mit Geld wieder eintauschen. Da man die überholten Fertigkeiten nicht erneut annimmt, wird die Auswahl für sinnvolle Kampftalente immer weniger.

Die Sammelleidenschaft bei Waffen, magischen Artefakten und Rüstungen kommt nur träge in Gang. Magische Artefakte gibt es zu wenig, bessere Rüstungen oder Schilde können mit den Werten der Standardausrüstung kaum mithalten. Waffenkategorien machen Anfangs den gleichen Schaden pro Sekunde: 10, 15, 17 oder 22, die Variationen sind nur minimal. Kauft man beim Händler Ausrüstung, muss man die richtige Auswahl erwischen. Ein Beispiel für Schilde, sie können einen Schutz von 80, 160 oder 751 haben, nach den Charakterwerten richtet sich das Angebot jedenfalls nicht.

Was Spaß macht, sind die verschiedenen Gegnertypen, sie sind sauber animiert und haben unterschiedliche Größen. Die Horden sind fast nie unfair. Vom Hersteller angepriesen ist das Cinematic Combat System, der Charakter passt seine Angriffsanimation an die Körperfülle des Kontrahenten an. In anderen Spielen drischt die Figur einfach nur gegen die Kniescheiben des Trolls, in Legend hüpft und springt der Held und attackiert den Bösewicht am kompletten Körper. Auf die Werte hat es keinen Einfluss, es sieht halt nur besser aus.

Verkauft wird das Spiel ab 16 Jahre, die Mindestanforderungen sind: 1 GByte Speicher, 2 GHz und 3D Karte mit 256 MByte. Auf dem Testsystem mit Geforce 7950 GT, Dual Core 2,66 GHz und 2 GByte Speicher sind 22 bis 30 fps oder 44 bis 52 normal, die Ansicht frei drehbar und der Spielverlauf bis auf kurze Aussetzer flüssig. Als Empfehlung wird XP oder Vista, Shader 3.0 und eine Geforce 8800 GTX gegeben.


Kommentare zum Beitrag

sushifriend 29/11/2007 22:01
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-0+
sushifriend
Hallo
Mein erster Kommentar, und das auch noch als erster ;)
Hab das Spiel so auf die schnelle gekauft gehabt, 5 mal durchgezockt, und jetzt wieder weg damit.
Die Grafik hat mir gut gefallen, lief auch alles flüssig und mit nur einem einzigen, kleinen Bug (das will was heißen!). Das Skillsystem ist einfach, aber effektiv. Alles in allem hat´s mir recht viel Spaß gemacht.
Aber: Langzeitmotiviation ist 0. Einfach zu wenige tolle Gegenstände, bei Level 99 ist Schluß, das hatte ich mit einem Char nach 3mal durchspielen erreicht. Außerdem kommt dann auch wieder Schwierigkeitsgrad 1, das ist purer Unsinn.
Und mein Fazit: Für mich ist immer noch Diablo und Diablo II das Maß aller Dinge, nur Sacred kann da einigermaßen mithalten.
Grüße an Euch alle
sushifriend

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