Workshop: Analogfilme digital aufpoliert
Inhaltsverzeichnis
- 1 – Einleitung
- 2 – VHS-Filme günstig digitalisiert
- 3 – Videotransfer ohne CPU-Belastung
- 4 – Web-Adressen
- 5 – Codec- und Programmwahl
- 6 – Optimale Restauration mit Virtual Dub
- 7 – Codecs für jeden Einsatzzweck
- 8 – Mit DV zum Erfolg
- 9 – Windows Registry Editor Version 5.00
- 10 – Schneller Video-PC

Videosammlungen enthalten oftmals VHS-Schätze, die jedoch über kurz oder lang dem Verfall preisgegeben sind. Denn weder VHS-Bänder noch Super-8-Kassetten eignen sich zum dauerhaften Archivieren von Filmmaterial. Jede Videosession verkürzt die Lebenserwartung der Filmbänder. Das einmalige mechanische Abtasten der Magnetbänder verschlechtert die Bildqualität zwar nur unmerklich, über viele Zyklen betrachtet jedoch deutlich. Die Folgen reichen vom Verlust der Farb- und Audioinformationen bis hin zum Bandriss. Mit der Aussicht, gesammelte Videos über kurz oder lang nicht mehr betrachten zu können, wird sich jedoch kein Anwender zufrieden geben. Zwar lassen sich analoge Videos mittels eines weiteren Videorekorders problemlos kopieren, doch spätestens mit der dritten Kopie hat die Bildqualität gegenüber dem Original merklich abgenommen.
Abhilfe ist gefragt - und bietet sich in Form von CDs und DVDs an. Die Idee: Analogfilme per TV-Karte oder DV-Camcorder auf den PC übertragen, qualitativ aufbereiten und auf DVD oder CD abspeichern. Gegenüber den mechanisch gelesenen VHS- und Super-8-Kassetten werden die optischen Medien berührungsfrei abgetastet. So bleibt die Bildqualität von DVD-Filmen auch nach vielfachem Abspielen unbeeinträchtigt. Zudem sind digitales Original und digitale Kopie - jeweils gleiche Mediengrößen vorausgesetzt - identisch. Jede beliebige Nachfolgegeneration ist daher so gut wie die Erstausgabe. Ein weiterer Vorteil für DVD und CD: Die Medien lassen sich deutlich einfacher handhaben als Videobänder und sind Platz sparender.
Wie werden analoge Filme digitalisiert? Der Workshop stellt im Folgenden Verfahren und Tipps vor, mit denen VHS- und Super-8-Filme in wenigen Arbeitsschritten auf den PC übertragen werden.
Das Überspielen der Videodaten ist allerdings nur die halbe Miete. Nicht selten sind die analogen Vorlagen von starkem Rauschen, blassen Farben und auch Bildstörungen durchsetzt. Dennoch lassen sich die digitalisierten Bilder mit relativ einfachen Mitteln wirkungsvoll aufpolieren. Alt, verwaschen oder vergilbt aussehendes Filmmaterial erhält so neuen Glanz. Der Clou: Es ist nicht notwendig, teure Spezial-Software zu kaufen. Bereits Freeware-Programme wie Virtual Dub ermöglichen digitale Bildaufbereitung und komfortablen Videoschnitt.
