Ausstattung, Lautstärke- & Wärmeentwicklung, Batterielaufzeiten

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13:50 - 24/04/2009 von Benjamin Kraft

Ausstattung

Hardware

Insgesamt ähnelt die Ausstattung des MacBook Pro 17 trotz seines Status als Flaggschiff in Apples Notebook-Reihe sehr stark der des gehobenen MacBook Pro 15 Modells. Beide sind mit einer 320 GB großen Festplatte und 4 GB DDR3-1066-Arbeitsspeicher ausgestattet und lassen dem Nutzer (unter Mac OS X) die Wahl zwischen dem integrierten GeForce 9400M Grafikkern des Nvidia-Chipsatzes und dem dedizierten GeForce 9600M GT Grafikchip, der bei beiden über 512 MB Speicher verfügt. Selbst bei den Prozessoren gibt es keinen Unterschied: Hier wie da werkelt ein Intel Core 2 Duo T9550 mit 2,66 GHz unterm Alu-Kleid. Beide tragen außerdem einen Firewire-800-Anschluss und nutzen das gleiche optische Laufwerk, einen Multi-Norm DVD-/CD-Brenner von Matshita. Einen Card-Reader sucht man an den MacBooks jeglicher Couleur vergebens, doch findet sich an den Pro-Modellen je ein ExpressCard/34-Schacht. Somit bleiben als Unterscheidungsmerkmale nur das größere Display und ein zusätzlicher USB-Port übrig, derer das MacBook Pro 17 drei besitzt. Für ein Notebook dieser Größe sind das schon arg wenige. Sie sind alle an derselben Seite untergebracht und liegen dicht beieinander, so dass man bei dickeren USB-Anschlüssen möglicherweise Probleme bekommt.

Mit allen anderen MacBooks teilt es sich dank der praktisch identischen Plattform Bluetooth 2.1 +EDR, schnelles Draft-N WLAN, Gigabit Ethernet, die iSight-Webcam, den Mini-DisplayPort Anschluss (ohne beiliegende Adapter) und die Batterie-Segmentanzeige. Auch den Sudden-Motion-Sensor und das Mag-Safe Netzteil bringen alle mit, ebenso wie die beleuchtete Tastatur, die nur im Basismodell des 13-Zoll-MacBook fehlt. Der Sound ist eigentlich brauchbar, auch für Musik, denn das große MacBook produziert knackige Bässe und auch saubere Höhen ohne Verzerrung. Dennoch klingt Musik Notebook-typisch „komprimiert“.

Das 17-Zoll Modell nutzt das gleich optische Laufwerk wie das MBP 15.Als einziges MacBook trägt das Pro 17 drei USB 2.0-Ports.

Software

Das Kapitel Software fällt wie bei Apple üblich kurz aus: Alle Macs werden mit Mac OS X ausgeliefert, hier in der aktuellen Version 10.5.6. Die iLife Suite, die alles von Video- und Musikbearbeitung bis zur Foto-Organisation alles abdeckt, ist ebenfalls vorinstalliert. Testversionen oder kostenlose Software sucht man vergebens. Die "Test Drive" Versionen der Microsoft Office Suite sind seit einiger Zeit nicht mehr auf neuen Apple-Rechnern zu finden.

 Lautstärke- und Wärmeentwicklung

Bei ruhendem Desktop und geringer Aktivität bleibt das MacBook im angenehmen Bereich. Unter Last wird dann vor allem die Mitte der Unterschale sehr warm - mit Jeans lässt sich das aushalten, direkt auf der Haut möchte man den heißen Alu-Rechner aber nicht abstellen. Auch die Oberseite erwärmt sich, wobei die Temperatur der Handballenauflage moderat bleibt. Dafür ist es der schmale Streifen zwischen Tastatur und Display, der richtiggehend heiß wird. Auch wegen des Gewichts wird man den großen Apple-Laptop dann eher selten auf den Oberschenkeln abstellen und eher als Desktop-Replacement einsetzen.

Im Vergleich zu seinem Vorgänger ist das MacBook Pro 17 in der aktuellen Revision ein Stück leiser geworden. Im Leerlauf ist es mit 31,5 dB (A) so leise, dass man schon die Ohren spitzen muss, um es zu hören. Unter Last bleibt mit 37,5 dB (A) im erträglichen Rahmen und unterbietet auch hier seinen Vorgänger. Die dezenten Laufwerksgeräusche führen bei der DVD-Wiedergabe zu einer gemessenen Lautstärke von 32,5 dB (A). Insgesamt hält sich das MBP 17 also angenehm zurück.

Batterielaufzeiten

Die guten Laufzeiten entschädigen ein Stück für das hohe Gewicht, das zu einem Teil von der Batterie her rührt. Mit der integrierten GeForce 9400M hält das MacBook Pro 17 bei geringer Last knapp 6,5 Stunden durch, mit dedizierter Grafik etwa eine dreiviertel Stunde weniger. Will man sich auf Reisen die Zeit mit einem Film vertreiben, darf es gerne auch die Special Extra Extended Directors Cut Edition sein, denn kaum ein Film geht länger als die gebotenen 4 Stunden und 22 Minuten - Arthouse einmal ausgenommen. Auch die 104 Minuten unter Last können sich sehen lassen.

Unter Windows fällt die Laufzeit wie gehabt generell kürzer aus. Erstaunlicherweise zeigt sich der gravierendste Unterschied ausgerechnet bei der DVD-Wiedergabe, die fast um die Hälfte kürzer ausfällt.

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Kommentare zum Beitrag
fruechtetee 24/04/2009 14:42
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-0+

Super - für Unterwegs :D
Spionage Laptop -> ein unauffälliger Spiegel für Agenten um im Zug hinter sich den Feind zu belausche :P

Man ist das Glossy!

avaka 24/04/2009 17:42
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-0+

Glossy ist aber eträglich solange man mit der Bildschirmhelligkeit gegensteuern kann und das können die LED-Bildschirme von Apple sehr gut. Ich find erschreckend wie gravierend der Unterschied der Batterielaufzeiten ausfällt zwischen OSX und Windows, das ist echt heftig. Und das liegt einzig und allein am Betriebssystem...

Das 17er Pro wird wohl mit das einzige Gerät seiner Größenordnung sein womit man sogar mobil sein kann wenn man es denn wollte. Ich find die Alibiakkus in den Acerprügeln immer sehr lustig, die reichen nichtmal um den Schwertransport zwischen Wohn- und Schlafzimmer zu überbrücken.

shk747 24/04/2009 18:52
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-1+

wieso testet ihr nicht die 2.93ghz variante ?

wieso wird nicht erwähnt, daß der akku ganz leicht selbst tauschbar ist ?

wieso wird nicht erwähnt, daß 8GB ram möglich und ebenso selbst einzubauen sind ?!

fruechtetee 24/04/2009 19:07
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-0+

Halt halt - in welchem Modus lief das MacBook in Vista?
Ausserdem darf man wohl erwähnen das es Vista nur mit dem 9600er läuft, heißt also dass der mehr Strom frisst! Und daran ist nicht Windows schuld!

Aber warum soll, bei voller Last, nur ein Betriebssystem schuld sein an 12 Minuten differenz (immerhin gute 15%)?
Wenn der Laptop auf volle Pulle rennt, dann rennt er!
Da ist was nicht koscha.

benkraft 24/04/2009 21:16
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-1+

shk747 :
wieso testet ihr nicht die 2.93ghz variante ?


Weil wir dieses Gerät von Apple zum Testen zugeschickt bekommen haben, und nicht die 2,93 GHz-Variante.

Zitat :wieso wird nicht erwähnt, daß der akku ganz leicht selbst tauschbar ist ?

Es wird sehr wohl erwähnt, dass der Akku auch vom Nutzer zu tauschen ist (sogar im Fazit, vorletzter Absatz). ABER: "Ganz einfach" ist etwas anderes, als erst einmal alle Schrauben der Bodenplatte lösen zu müssen, um nach Entfernung selbiger an den Akku zu kommen, der selbst auch nochmal fest eingeschraubt ist. "Ganz einfach" wäre das, was man an allen anderen Notebooks (inklusive der MacBooks) findet - ein Akku zum simplen Einschieben und Arretieren.


Zitat :wieso wird nicht erwähnt, daß 8GB ram möglich und ebenso selbst einzubauen sind ?!


Generell werden in unseren Tests nur Angaben zur verbauten RAM-Größe gemacht und nie zur Maximalausstattung. Und auch hier gilt, dass man sich erst mal an die Bodenplatte wagen muss.

shk747 24/04/2009 21:23
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-0+

ok, herzlichen dank !

benkraft 24/04/2009 21:24
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-2+

fruechtetee :
Halt halt - in welchem Modus lief das MacBook in Vista?



Wie bei allen vorigen Tests im manuell angepassten Modus. So, wie wir alle Notebooks testen, um eine allgemeine Vergleichbarkeit zu testen. Herstellerspezifische Anpassungen nutzen wir nicht, damit bei allen Notebooks dieselben Grundregeln gelten.

Zitat :Ausserdem darf man wohl erwähnen das es Vista nur mit dem 9600er läuft, heißt also dass der mehr Strom frisst! Und daran ist nicht Windows schuld!


Das wird erwähnt - Seite 6, Absatz 2:
Zitat :Anmerkung: Unter Vista ist immer der GeForce 9600M GT Chip des MacBook Pro 17 aktiv, man kann nicht auf den 9400M umschalten.


fruechtetee :
Aber warum soll, bei voller Last, nur ein Betriebssystem schuld sein an 12 Minuten differenz (immerhin gute 15%)?Wenn der Laptop auf volle Pulle rennt, dann rennt er!Da ist was nicht koscha.



Die Ergebnisse sind seit unserem ersten Test mit den MacBooks konsistent: Unter Vista laufen sie nicht so lange. Das hat auch nichts mit dem Grafikchip zu tun, denn Messungen mit dem 9600M GT machen wir ja auch unter OS X. Die Werte findet man alle in den Charts.

Ich erinnere auch daran, dass wir nicht die einzigen sind, die zu diesem Ergebnis kommen. Sowohl AnandTech als auch arstechnica und die c't haben Ähnliches berichtet. Ich hab in einem der letzten Tests schon mal bei den Leserkommentaren eine Erklärung versucht. Man sehe mir nach, wenn ich das hier einfach noch mal reinkopiere:
Zitat :Der große Vorteil, den Apple hat, ist doch, dass sie die Plattform voll im Griff haben - Hardware, Software, Treiber. Mit anderen Worten: Man kann genauestens diktieren, was welche Komponenten wann tut, und wie sie sich unter verschiedenen Bedingungen zu verhalten hat. Auch, wie Betriebssystem und Treiber miteinander kommunizieren. Immerhin weiß man bei Apple ja auch ganz genau, welche Hardware auf einem Mac überhaupt zum Einsatz kommt und kann das "Ökosystem" Macintosh selbst kontrollieren - und deshalb kann man das System halt von Hause aus sauber konfigurieren. Es laufen auch nur die Dienste, die erforderlich sind. (Windows startet ja auch einiges spekulativ, weil der Nutzer oder die Hardware ja was brauchen könnte...)

Microsoft hingegen muss darauf vertrauen, dass auch der letzte Bananen-Hardware Hersteller saubere Treiber schreibt, die die Hardware auch mal schlafen lassen. Und: Man weiß nie, was alles so an Hardware in einem Rechner verbaut ist. Ggf gibt es auch Konfigurationskonflikte (IRQ oder sonstwas).

Es steht STARK zu vermuten, dass genau dort der Hase im Pfeffer liegt. Geht eine Komponenten nicht in den Schlafzustand (oder verringert zumindest die Leistungsaufnahme), verkürzt sich die Laufzeit entsprechend. Wacht die Komponente bei jedem Ereignis auf (auch wenn sie eigentlich selbst nicht beteiligt ist), gilt dasselbe.

Bignon 26/04/2009 10:50
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--1+

So viel Geld und dann noch einmal ein BluRay Laufwerk.

Techniker Freak 27/04/2009 08:17
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-0+

Bignon :
So viel Geld und dann noch einmal ein BluRay Laufwerk.


Das liegt daran das BluRay ein offener Standart ist und so ein Ei will sich Apple nicht legen.
Das Spielchen mit den BluRay Laufwerken in Notebooks kennt man ja schon, da kaufen sich Leute so eine Kiste in der Hoffnung sich damit gleichzeitig die Investition in ein BluRay Player sparen zu können...
Pustekuchen, die meisten Notebooks dieser Art haben keine HDCP Unterstützung auf dem HDMi Anschluss und damit kommt auf dem Fernseher kein Bild an.

benkraft 27/04/2009 08:55
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-1+

Techniker Freak :
Das liegt daran das BluRay ein offener Standart ist und so ein Ei will sich Apple nicht legen.Das Spielchen mit den BluRay Laufwerken in Notebooks kennt man ja schon, da kaufen sich Leute so eine Kiste in der Hoffnung sich damit gleichzeitig die Investition in ein BluRay Player sparen zu können...Pustekuchen, die meisten Notebooks dieser Art haben keine HDCP Unterstützung auf dem HDMi Anschluss und damit kommt auf dem Fernseher kein Bild an.



Du wirfst da ein paar Dinge durcheinander.
Blu-ray ist kein offener Standard und wird vielmehr primär von Sony kontrolliert und lizenziert. Apple hat sich (genau aus Lizenzierungsgründen) bewusst dagegen entschieden, Blu-ray Laufwerke zu verbauen. Unvergessen in diesem Kontext ist die Äußerung von Steve Jobs: "Blu-ray is a bag of hurt."

Auch, dass die meisten Notebooks kein HDCP unterstützten, ist eine etwas gewagte Verallgemeinerung. Hast du ein konkretes Beispiel?

Auf Apple bezogen: Wenn die Firma sich entscheiden würde, Blu-ray Laufwerke in MacBooks zu verbauen, wäre sicherlich auch für HDCP-Unterstützung gesorgt. Der Display Port, der sich in der Mini-Variante an allen aktuellen MacBooks findet, ist bereits HDCP-kompatibel - und übrigens ein offener, lizenzfreier Standard.

m-loader 30/04/2009 23:40
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-0+

Ich habe seit ca. 1 Woche das hier getestete MB Pro 17 (2009/Unibody),
es ersetzt mein altes MB Pro 15 von 2008.
Die Beschreibungen u. Ergebnisse dieses Tests kann ich im Grossen u. Ganzen bestätigen, möchte aber noch einige Infos hinzufügen:

- Zur Zeit ist praktisch nur die hier getestete Standardausführung mit
2,66 GHz C2Duo, 4 GB RAM, 320 GB HDD (5400 U/min), Glossy Display erhältlich.
Davon abweichende Konfigurationen (Mehr RAM, andere HDD, 2,9er CPU,
mattes Display) bedeuten leider mehrere wochen Lieferzeit!
Sowohl im Apple Online-Shop, als auch bei den Händlern (z.B. Gravis).
- Meine erste Aktion nach Auspacken des neuen MB Pro war der Austausch
der 2,5"-Festplatte gegen eine gleichgrosses (320 GB), aber schnelleres
(7200 statt 5400 U/min) Modell. Eine HDD höherer Kapazität (z.B. 500 GB)
kann natürlich auch eingebaut werden, solange die Bauhöhe von 9,5 mm
beachtet wird (12 mm hohe Platten passen nicht hinein).
Das dazu notwendige Entfernen der Bodenplatte (waren so um die 10 Schrauben, glaube ich)
war überhaupt kein Problem und der ganze HDD-Tausch innnerhalb von ca.
15 Min. erledigt. Wie man das macht, steht sogar im mitgelieferten Manual.
Bei den winzigen, filigranen Schrauben (Kreuzschlitz) muss man beim Hereindrehen
allerdings aufpassen, dass man nicht zu fest anzieht und somit das Gewinde bzw. den Kreuzschlitz überdreht.
Auf die gleiche Weise kommt man an den Arbeitsspeicher heran:
2x2GB DDR3 PC3-8500 SO-DIMM 1066 MHz sind ab Werk drin.
Aufrüstung auf 8 GB (2x4) ist möglich, aber sehr teuer (ca. 700-800 EUR)
und die benötigten 4GB-DDR3-SO-Dimm Module kaum irgendwo erhältlich.
- Die Performance und Geräuschentwicklung sind wirklich sehr gut
(wie im Test beschrieben). Unter Mac OS X sowieso, aber auch Windows XP SP3
(läuft bei mir unter Mac OS als Emulation unter Parallels 4.0) geht flott. Ich brauche es für die Windows-Programme, für die es keine Mac-Alternativen gibt.
Ich benutze das Notebook allerdings nicht zum Spielen, sondern nur zum
Arbeiten. Zum Spielen ist es einfach zu schade, zu teuer und (bzgl. Grafikchip)
wohl auch zu schwachbrüstig.


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