Apple Safari 4: Geschwindigkeitsrennen gestartet

09:50 - Donnerstag, 12. Juni 2008 von Uwe Scheffel
Quelle : Tom's Hardware – Kategorie : Weitere...
Tags: Apple, Safari-4, Browser 6 Kommentare

Web-2.0-Funktionen lähmen Browser. Hauptgrund: umfangreiches Javascript. Apple will mit dem Safari 4 die Performance um 53 Prozent erhöhen. Dazu gibt es noch die Funktion "Save as Web Application".

Apple liefert an seine Entwickler eine frühe Version des neuen Safari-4-Browsers aus. Dies geht einher mit dem neuen Mac OS X 10.6 (Snow Leopard), welches bessere Performance und Qualität bieten soll. Ein Ansatz, der vielversprechend ist, denn viele Anwender schimpfen in letzter Zeit immer mehr, dass manche Webseiten erlahmen. Was viele nicht wissen: Es muss nicht unbedingt am Provider liegen, der die Webseiten hostet. Die "Browser-Schmerzen" liegen eher am aufgeblähten Javascript, welches für Web-2.0-Funktionen wie dynamische Inhalte zum Einsatz kommt. Typische Ressourcenfresser sind beispielsweise Bewertungs- und Voting-Scripts, Kommentarabgabe und Bildvergrößerungen ohne Neuladen der Seite. Am meisten leiden Besitzer von tragbaren Rechnern wie Asus EeePCs, Apple iPhones oder Acer Aspire Ones, dessen Performance aufgrund des Stromsparzwangs nur mittelmäßig ist. Gelänge es Apple, sein Versprechen einzulösen, wäre diesem Anwenderkreis sehr geholfen.

Die Steve-Jobs-Firma will die Performancesteigerung durch die neue SquirrelFish-Technologie erzielen, welche sich noch als Webkit in der Entwicklungsphase befindet. Performantes Javascript wird ebenso für Webapplikationen benötigt, welche Apple als MobileMe im Rahmen der Worldwide Developers Conference (WWDC) gezeigt hat.

Ein neues Feature in Safari 4 ist die Möglichkeit, eine Seite als "Web Application" zu speichern. Im Falle von Windows als Betriebssystem entsteht dabei eine .EXE-Datei. Eine gewisse Ähnlichkeit entsteht damit zu Fluid, welche bereits im Mac OS X Leopard site-spezifische Browser erstellt.


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Kommentare zum Beitrag
clemensk 12/06/2008 11:13
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clemensk
Liebes THG-Team,

ein wenig bessere Recherche würde euch manchmal nicht schaden. Als Web Developer kann ich euch sagen, dass JavaScript-gestützte Voting-/Kommentarfunktionen absolut nicht den Performance-Bottleneck darstellen. Das wesentlich größere Problem sind hier komplexe Sachen wie GoogleMaps (bzw. grundsätzlich JavaScript-basierte APIs, die auf externen Hosts laufen) und Scripte, die gern mal in größeren Datenmengen vom Server nachladen (z.B. Chats oder die allseits beliebten Autocompleter).

Bleibt zu hoffen, dass Apple wirklich die 50% mehr Performance rauskitzeln kann - der FF3 kanns schon (subjektiv).
KatSeiko 12/06/2008 11:22
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KatSeiko
Ich weiß nicht, aber Safari hat für mich immer noch einen faden, negativen Beigeschmack... Schon allein deshalb, weil Apple bei jedem Update von Quicktime und iTunes versucht, einem das Ding aufzuzwängen...
Uwe 12/06/2008 11:39
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Uwe
Hallo clemensk,

danke für die weiteren Beispiele.

Bei meiner Auswahl war mir schon klar, dass es noch schlimmere Apps gibt. Ich wollte auf den neuesten Trend der Überfrachtung von Webseiten mit Javascript hinweisen. Ich habe plastische Beispiele genannt, die eine große Masse an Nutzern bereits kennt und häufig nutzt.

Es gibt zwar einige Webseiten mit GoogleMaps, aber die Masse der Leser verbringt auf diesen nicht die meiste Surfzeit. Für das Chatting nutzt man nicht ausschließlich Webseiten sondern auch gerne Clients a la Skype, MSN Messenger und ICQ.

Aber klar: Deine Beispiele fressen in der Tat noch mehr Ressourcen und lähmen den Browser bei langsamen CPUs.
Canard 12/06/2008 17:51
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Canard
Finde ich natürlich prinzipiell toll, dass JScript schneller werden soll. Allerdings halte ich die in der News anklingende negative Sichtweise für falsch - wozu hab ich denn einen Dual-Core Rechner, wenn die Rechenleistung nicht mal genutzt wird? Auch höre ich gerade von "JScript bremst meinen PC aus!" gerade zum ersten Mal.

Auf Arbeit sitze ich an einem 3 Ghz Core2Duo, der Prozessor ist nur schwer zum zucken zu kriegen (egal mit was), selbst der IE6, den ich nehmen muss für Tests, kommt prima mit asp.net Intranet-Seiten klar, die geradezu mit dem Ajaxtoolkit und anderen JScripts vollgestopft sind. Auch der ältere 2. Rechner mit einem P4 2.4 Ghz und IE7 lässt sich da von vermeidlichen Überladungen nichts anmerken. Ich konnte das also noch nie beobachten, selbst bei Seiten mit wirklich reichlich konventionellem JScript.

Sicherlich gibt es Webseiten, wo dies zu einer Geschwindigkeitssteigerung führen kann und ich begrüße sowas grundsätzlich immer, aber ich finde auch, dass in dieser News übertrieben wird. Rein subjektiv fehlt mir die Vorstellung, das JScript soviel Rechenleistung fressen soll.

Mich würd da auch sehr interessieren, ob ihr/jemand denn sowas auf einem EeePc schon getestet und beobachtet hat?

EDIT: Vielen Dank, Uwe.

Wollte nur sagen, dass Javascript auch für eine Verlegung der Rechenleistung hin zum Client sorgt, was sehr sinnvoll ist, da die meisten Rechner beim surfen sicherlich kaum ausgelastet werden.
Uwe 12/06/2008 18:03
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Uwe
Hallo Canard,

editieren kannst Du, indem Du im Forum in den Bereich News gehst. Dort findest Du dieses Thema. Voraussetzung: Du musst angemeldet sein.

Natürlich ist Javascript ein guter Ansatz, weil durch das clientseitige Rechnen der Server entlastet wird. Performante PCs haben auch sicherlich kein Problem damit, aber nicht jeder hat zuhause das allerneueste Rechenmonster stehen.

Gruß Uwe
Canard 12/06/2008 18:24
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Canard
Sicherlich stimmt das, aber meine Freundin z.B. surft auf einem alten FSC Lifebook mit einem P3 600 Mhz und 128MB RAM mit Firefox und auch das geht, selbst bei Seiten mit viel JScript. Natürlich merkt man das Alter des Laptops, aber selbst mit dem Ding kann man noch gut arbeiten (Word, Excel), Emails schreiben (web.de) und surfen, sogar Skype läuft ausreichend gut.

Worauf ich hinaus will - mir fehlt die Vorstellungskraft, dass JScript einen subjektiv merklichen Einfluss auf die Geschwindigkeit des Browsers hat. Selbst im Extremfall 50% z.B. auf Googlemaps halte ich nur für theoretische Werte und subjektiv kaum wahrnehmbar.

Ein EeePC sollte selbst mit seinem kleinen Celeron aber ausreichend Leistung für jede Webseite bieten, in der News klingt das aber ganz anders. so als würde ein Anwender das wirklich merken.

PS: Auch wenn mein/e Kommentar/e sehr kritisch klingen, so finde ich die News selbst doch sehr gelungen :)

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