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Die für hochkomplexe Chipfertigung zwingende Voraussetzung, aus einem einzigen Prozessordesign möglichst viele CPU-Varianten für verschiedene Marktsegmente herzustellen, trifft auch auf den "Hammer"-Kern von AMD zu. Nur mit dieser Methode ist es möglich, den ASP (Average Selling Price) hoch zu halten und entsprechende Gewinne im Gesamtergebnis zu garantieren. Prinzipiell gibt es neben der Workstation- und Servervariante "Opteron" derzeit zwei Desktop-Prozessoren: Den Athlon 64 für den Massenmarkt und den Athlon 64 FX als Topmodell in vorerst geringen Stückzahlen. Hinzu kommt im Oktober noch die Mobil-Variante des Athlon 64, so dass namhafte Hersteller wie beispielsweise Hewlett-Packard erste 64-Bit-Notebooks anbieten können. Eine Sonderrolle kommt dem Athlon 64 FX zu: Einige Motherboardhersteller planen, das Spitzenmodell FX-51 im Bundle mit einer NForce-3- oder K8T800-Platine anzubieten. Schließlich hat AMD gerade mit diesem Modell seine Schwierigkeiten, nur wenige Samples wurden weltweit in der Presse vor dem Launchtermin verteilt. In Europa wurde etwa ein Dutzend Samples unter den namhaften Vertretern der Fachpresse herausgegeben. Zudem ist die Situation für die Platinenhersteller noch nicht abzusehen: Branchen-Insider erwarten, dass Intel in Kürze die Preise des P4 drastisch senken wird. Allerdings ist in diesem Zusammenhang nicht klar, wann und in welchem Umfang AMD nennenswerte Stückzahlen vom Athlon 64 FX liefern kann - somit könnten teuer eingekaufte FX’s als Bundle zum Verhängnis werden. Die derzeitige Situation ist eher so, dass eine abwartende Haltung die bessere Strategie darstellt.
Dabei sind die Beweggründe des Endkunden ganz klar: Im Bekanntenkreis stellt eine 64-Bit-CPU den Garant für Prestige und Aufmerksamkeit dar. Im Umkreis der freakigen Athlon-Gemeinde kommt der Athlon 64 fast einer Erhebung in den Adelsstand gleich. Dennoch sind die Erwartungen sehr hoch gesteckt, da der Desktop-Athlon 64 mindestens mit einem Jahr Verspätung auf dem Markt erscheint. Und in dieser Zeit hat Intel sehr viel Zeit gehabt, entsprechendes Gegenpotenzial vorzubereiten. Eigentlich müsste man sagen: Viel zu viel Zeit. Nirgendwo kochte die Gerüchteküche in den letzten 18 Monaten höher, wenn es darum ging, über technische Details und Performance der neuen Prozessoren zu philosophieren.
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