Die Antwort auf diese Frage und die Argumentation pro IDE ist recht einfach: Kosten spielen eine nicht zu verachtende Rolle. Wenn man verfügbare Laufwerkskapazitäten in Relation zum Preis setzt, so gerät SCSI schwer ins Hintertreffen. Besonders schmerzhaft wird der Kostenfaktor jedoch bei großem Platzbedarf. Zum Preis einer SCSI-Festplatte mit 147 GB erhält man drei aktuelle IDE-Festplatten mit jeweils 200 GB Speicherplatz, Tendenz weiter steigend. Noch Fragen?
Wohlgemerkt, wir sprechen von Backup. In Fileserver-Systemen mit höchster Priorität auf Verfügbarkeit der Daten ist SCSI unangefochten, da Festplatten und Controller seit Jahren auf hohe I/O-Leistung getrimmt sind. Ein Faktor, der allen aktuellen IDE-Festplatten noch fremd ist. Für Sicherungslösungen ist Maximalperformance jedoch auch nur selten nötig.
Wieder sollte der Vergleich zum klassischen Bandlaufwerk nicht unter den Tisch fallen gelassen werden. Zwar sind große Datenmengen durch Roboter gestützte Systeme ohne weiteres in den Griff zu bekommen, der finanzielle Aufwand ist jedoch erst einmal gewaltig. Sicherungssysteme mit Roboter kosten schnell € 50.000 und mehr, dazu kommen mehrere Streamer, dutzende oder gar hunderte Bänder, ein Sicherungsserver sowie die notwendige Software. Um es kurz zu machen: Die enorme Investition lohnt erst dann, wenn tatsächlich so große Datenmengen anfallen, dass lediglich noch Bänder gekauft werden müssen - diese sind vergleichsweise günstig.
Unter kühler Betrachtung verliert derzeit sogar die erfahrungsgemäß niedrigere Zuverlässigkeit von IDE-Festplatten an Bedeutung. In jedem "seriösen" RAID-Array liegt eine Festplatte vor, die nicht aktiv verwendet wird. Dieser so genannte Hot Spare kommt zum Einsatz, sobald eine aktive Festplatte des RAIDs durch Defekt ausfallen sollte. Der Controller erkennt dies und startet sogleich eine automatische Wiederherstellung mit Hilfe des Hot Spares. Wieder schlagen die hohen Kosten zu: Nach obiger Rechnung lässt sich ein SCSI-Hot-Spare mit 147 GB oder gleich drei 200-GB-Laufwerke mit IDE-Schnittstelle kaufen. Würde nun ein aktives Laufwerk ausfallen, so blieben zur Sicherheit noch zwei weitere.
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Wäre für den Heimgebrauch sicher auch nicht schlecht wenn man so mit nur einem Rack 30 GB oder mehr zur Verfügung hätte. Mit 1 TB Festplatten locker möglich und in naher Zukunft auch leistbar!