Wie läuft ein schneller FC-PGA-Coppermine ohne FC-PGA-Motherboard?

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18:00 - 03/03/2000 von Thomas Pabst

Unsere Auffassung änderte sich schnell, als wir den ersten Highspeed-Coppermine (800 MHz unlocked) im netten FC-PGA-Gehäuse erhielten. Plötzlich mussten wir feststellen, dass wir keine anständige Plattform besaßen, auf welcher man diesen Prozessor betreiben kann. Denn bislang bekam man nur FC-PGA-Motherboards mit dem tollen "Value"-Chipsatz i810e samt integrierter 3D-Bremse. Doch die Zeiten ändern sich. Wir wollten sofort zum Testen anfangen und konnten nicht glauben, dass es nicht ging. Zuerst fiel uns ein, dass wir noch eine Menge Sockel370/Slot1-Adapterkarten in unseren Schubladen hatten. Versuchen wir es also mit denen erstmal, dachten wir. Wir nahmen eine unserer S370-Adapterkarten von Asus, steckten den Coppermine-Pentium-III herein und versuchten unser Glück. Wir erwarteten nichts als eine Niederlage in unserem Asus P3C-L-Motherboard (i820er), da uns Intels Veränderungen am Pin-Out bekannt waren. Es kam wie es kommen musste, das System gab keinen Mucks von sich.

Intels Datenblätter und Frank Völkels Artikel

OK, meinten wir. Dafür muss es doch eine Lösung geben. So schnell geben wir nicht auf! Wir gingen auf unsere "Stammseite", die Intel Developer Website . Wir brauchten nur einige Sekunden und schon hatten wir das aktuelle Datenblatt des FC-PGA-Coppermine vorliegen. Zur selben Zeit erinnerten wir uns an einen Artikel auf ZDNet, von dem wir kürzlich gehört hatten. Frank Völkel, immer noch Redakteur bei der PC Professionell, beschrieb dort, wie man einen Pentium III Coppermine im FC-PGA-Gehäuse in ein altes Sockel-370-Motherboard für Celerons steckt und es zum Laufen bringt. Der PC-Pro-Artikel "Der Sockeltrick" erschien im ZDNet unter der Headline Pentium III im Sockel 370 und sorgte für Aufruhr in der Hardcore-Overclocker-Szene und einige Leute haben ihn bereits ins Englische übersetzt. Nach einer 5minütigen Abgleichzeit zwischen Franks Artikel und dem Intel-Datenblatt lief unser Lötkolben heiß. Wir machten uns bereit für einen kleinen chirurgischen Eingriff (besser ein kleiner Eingriff als gar keiner!) auf der Slot1-Adapterkarte und dem Pentium-III-Coppermine FC-PGA selbst.

Bevor Sie uns nun nervige Emails schicken, nach dem Motto "Frank war aber erster", möchten wir darauf hinweisen, dass wir nicht die Lorbeeren ernten wollen. Dafür gebührt Frank Völkel die Ehre. Wir haben Frank übrigens über unsere Aktivitäten informiert. Wir verwenden zwar Franks Prinzip, modifizieren es aber von einer direkten Motherboard- zu einer Adapterkarten-Lösung. Frank Völkel schließt sich übrigens unserem Team am 1. April 2000 an. Frank, wir können es kaum erwarten, Dich hier willkommen zu heißen!

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