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19:00 - 01/09/2005 von Arno Kral

Als "Messgerät" dient uns, wie bereits beim Test des WLAN-Internet-Access-Routers ASUS WLA-530g, erneut das Pentium-M-Notebook ASUS M6000, dessen integriertes Centrino-WLAN-B-Funkmodul für die Dauer der Tests ausgeschaltet bleibt.

Leistet treue Dienste im harten Messalltag - das Notebook ASUS M6000. Auf dem Schirm die Software Ekahau Site Survey 2.1, im PCcard-Slot der WLAN-Adapter Netgear WAG511.

Da es zwei Behauptungen - weiter und schneller - zu überprüfen gilt, sieht der Messplan wie folgt aus:

Überprüfen der Messumgebung (Site) auf etwaige Störer Überprüfen der Reichweite mit den Standard-WLAN-G-Karten von 3Com und Netgear Überprüfen der Reichweite mit der Pre-n-Karte von Belkin Messen von Durchsatz, Antwort- und Latenzzeiten mit IXchariot.

Die Messumgebung und die checken wir zunächst mit den Survey-Messtools von Airmagnet (Surveyor Pro 2.5) und Ekahau (Surevyor 2.5). Dabei kommen in ersten Fall die WLAN-ABG-Karte 3Com 11a/b/g Wireless PC Card 3CRPAG175 zum Einsatz, im zweiten Fall die Dual Band Wireless PC Card WAG511v2 von Netgear.

Da keine der beiden Karten Belkins Pre-n-Modus beherrscht, führen wir darüber hinaus Messungen an 12 Messpunkten durch. Als repräsentative Testumgebung hat Tom’s Networking Guide eine gemischte Büro-Heim-Umgebung in einem klassischen Ziegelsteinbau mit 30 Zentimeter dicken Außen- und 11 Zentimeter dicken Innenmauer, Betonböden und doppelverglasten Fenstern.

Die Messumgebung ein frei stehendes Büro- und Mehrfamilienhaus, in dessen Erdgeschoß elf Messpunkte definiert sind, ergänzt um einen weiteren im Untergeschoß.

Der Testling steht am Messpunkt 0 auf einem Messtisch aus trockenem Holz in einer Höhe von 110 Zentimeter über dem Boden.

Die Messpunkte 1 bis 11 dienen als Referenz für Einzelmessungen. Die Messpunkte 1 (Abstand 3 Meter), 2 (Abstand 5 Meter), 6 und 10 bieten "Line of Sight", auf der sich WLAN-Wellen ungehindert ausbreiten können.

Die Messpunkte 10 und 11 (Abstand 2 Meter) dient der Dämpfungsmessung durch eine Isolier-Doppelverglasung.

Messpunkt 2 und Messpunkt 9 erlauben - weil gleich weit vom Access Point entfernt - den direkten Vergleich zwischen einer Line-of-Sight-Messung und einer durch Mauerwerk und eine keramikbestückte Vitrine hindurch - eine klassischer Anordnung zum Testen von Technologien zur Reichweitenvergrößerung.

Zusätzlich ist ein Stockwerk unter Messpunkt 9 Messpunkt 9a definiert.

Messpunkt 3 liegt hinter einer 11 Zentimeter starken Ziegelwand, die beidseitig mit Bücherregalen bestellt ist und nahezu lotrecht auf der Verbindungslinie zum Messpunkt 0 - dem Standort der Testlinge (Access Points) liegt. Alle "Umwege" von WLAN-Wellen, etwa durch Reflektionen an Wänden, würden durch die umgebenden Mauern schlechtere Dämpfungswerte erfahren.

Messpunkt 4 liegt ebenfalls auf direkter Sichtlinie, die jedoch von einer (Messpunkt 5) oder zwei Türen (Messpunkt 6) unterbrochen werden kann. Hier lassen sich die Dämpfungswerte durch Vollblatt-Holztüren ermitteln.

Die Messpunkte 7 (Tür offen) und 8 (Tür zu) bieten die wohl schwierigsten Empfangsbedingungen: Ein Stück Außenwand und gleich zwei Innenwände müssen die Funkwellen durchdringen - zumal noch in spitzem Winkel von 70 Grad (bei 60 Grad verdoppelt sich der Weg durch eine spitzwinklig angeschnittene Wand).

Die Messpunkte 10 und 11 unterscheiden sich, wie erwähnt, nur durch offene (10) und geschlossene (11) Doppelverglasung.

Mit einem einfachen Messaufbau ermitteln wir mit dem Messtool Xchariot von IXIA den Durchsatz in beide Richtungen.

Wir haben mit dem Messprogramm iXchariot von IXIA in der Version 6.0 gemessen. Diese Applikation besteht aus so genanten "Endpoints", die auf Anforderung des Steuerprogramms selbständig nach einem vorher bestimmten Skript Daten senden oder empfangen. Das Steuerprogramm wurde auf dem Messnotebook installiert. Hier haben wir das Standard-Skript "Durchsatz" gewählt, das nichtkomprimierbare Daten mit Maximalgeschwindigkeit von einem Endpoint zu zum anderen sendet. So lässt sich die maximal mögliche Bandbreite für tatsächliche Datenübertragung von üblichen Daten messen. Die Dauer der Übertragung der Datenpakete ist für jeden Messpunkt auf 20 Sekunden eingestellt. Die Übertragungsrate der Rückrichtung wurde in einer zeitnahen aber getrennten Messung bestimmt. Im Messzeitraum war das Messnotebook der einzige mit dem gemessenen Testling (Access Points) verbundene Client. Wir testen alle Access Points im "Infrastructure"-Modus auf Kanal 6. Alle sonstigen WLAN-Signale waren mindestens vier Kanäle entfernt und mindestens 20dB schwächer.

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