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Wie man sieht, gibt es in der Welt des P2P-Downloadens viele Möglichkeiten. Das beste Programm ist normalerweise eines, das leicht einzurichten ist, akzeptable Downloadgeschwindigkeiten bietet und über die Vielfalt an Inhalten verfügt, nach der man sucht. Natürlich spielt es auch eine Rolle, wie viele Belästigungen durch Adware, Werbung, infiltrierte Toolbars und die Entführung der Browser-Startseite man zu tolerieren bereit ist.
Wir waren schon immer Fans von BitTorrent, weil es hohe Downloadgeschwindigkeiten bietet, und von LimeWire, weil es leicht zu benutzen ist, keine Adware beinhaltet und relativ hohe Geschwindigkeiten bietet. Wir haben DC++ mehrere Jahre lang verwendet, weil es kleine Gruppen von Freunden verbinden konnte, um Mitschnitte von Fernsehsendungen unserer gemeinsamen Kabelgesellschaft zu tauschen. BitComet müsste ebenfalls auf unserer Favoritenliste stehen, da wir aber so an BitTorrent gewöhnt sind, scheint BitComet den zusätzlichen Speicher, den es verbrauchen würde, nicht zu lohnen.
Morpheus zählt nicht zu unseren Favoriten, weil wir dem Programm einfach nicht trauen. Programme sollten nicht automatisch mit dem Computer starten, ohne die Möglichkeit zu bieten, dieses Verhalten schon während der Installation abzuschalten. Morpheus leidet offen gesagt auch unter dem Stigma seiner jüngsten Erfolgsbilanz - und unter seiner wirren Toolbar.
Anzumerken ist, dass alle hier empfohlenen Programme funktionieren, ohne dass größere Konfigurationen am Router oder allgemein am Netzwerk durchzuführen wären. Für alle Programme mussten wir rund 10 Ports durch den Router weiterleiten. Auch wenn das nicht schwierig ist, sollten sowohl die Hersteller von Routern wie auch die Softwarentwickler eine Möglichkeit finden, diese Aufgabe zu automatisieren, so dass auch unbedarfte Benutzer ein P2P-Programm installieren können. Wir können uns immer noch nicht erklären, warum Shereaza und Xolox auch dann nicht funktionierten, nachdem wir die angegebenen Ports weitergeleitet hatten.
Andererseits wimmelt unser Test-Computer nach diesem Test jetzt von Cookies und "whenUSave"-Installationen. Die Startseite des Browsers war geändert worden, eine Toolbar installiert. Wir glauben nicht, dass ein P2P-Benutzer das tolerieren muss, und es sieht zum Glück so aus, als käme diese Botschaft bei einigen dieser Unternehmen auch an.
Alles in allem gilt: Wer ein bestimmtes Programm gut leiden kann und alle ärgerlichen Eigenschaften entfernen konnte, der sollte auf jeden Fall dabei bleiben. Wer allerdings mit den Ergebnissen des verwendeten Programms unzufrieden ist, der findet in dieser Rezension hoffentlich neue Anregungen.
Ob legal oder illegal, Filesharing durch P2P wird nicht verschwinden. Ganz im Gegenteil scheint die Nutzung bei Millionen Nutzern und Terabytes an verfügbaren Daten stetig zuzunehmen! Wie die Prohibition in den USA den Alkoholkonsum nicht stoppten konnte, so werden auch der Digital Millennium Copyright Act (DMCA) und all die anderen Gesetze, die Filesharing verhindern sollten, P2P nicht stoppen können.
Insgesamt hat sich P2P als skalierbare und robuste Möglichkeit erwiesen, eine riesige Menge von Inhalten unter Millionen von Nutzern zu verteilen. Was nötig ist (und eines Tages auch kommen wird), ist eine Möglichkeit, alle Formen digitaler Inhalte vor unkontrolliertem Kopieren und Verteilen zu schützen und gleichzeitig legitimen Käufern dieser Inhalte die Nutzung auf den vielfältigen Wiedergabegeräten zu ermöglichen, die aus den Entwicklungslabors strömen. Wenn endlich ein faires und leicht zu nutzendes DRM kommt, wird P2P aus dem Halbdunkel treten und seinen Platz als das Distributionssystem der Wahl für alle Formen digitaler Inhalte einnehmen.
