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Bitkom: IT-Experten sind gefragt
Nächste News»Der Bedarf an IT-Fachleuten ist weiterhin hoch«, meldet der Bitkom heute. Laut dem Branchenverand gibt es in Deutschland derzeit rund 20.000 offene Stellen für IT-Experten.

»Der Bedarf an IT-Experten ist trotz der angespannten konjunkturellen Lage sehr hoch«, kommentiert Bitkom-Präsident Scheer eine Studie der Marktforscher von Aris, die vom Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien in Auftrag gegeben wurde. Demnach beklagt jedes dritte von über 1500 Unternehmen einen Mangel an IT-Experten. Grund für eine Warnung des Bitkom: »Das Problem wird noch massiver, sobald die Konjunktur wieder anzieht«, so Scheer. Er wünscht sich deshalb von der Regierungskoalition eine Modernisierung des Bildungssystems sowie der Zuwanderpolitik, denn bislang »bleibt der Koalitionsvertrag beim Thema Bildung hinter unseren Erwartungen zurück«, erklärt Scheer. Konkret fordert er eine Erhöhung der Studienanfängerzahlen, die Reduzierung der Abbrecherquoten und eine Qualitätssicherung der Lehre an Schulen und Hochschulen – immerhin zwei Drittel der bei der Studie befragten Unternehmen suchen ausschließlich Hochschulabsolventen.
Am meisten gefragt sind derzeit Software-Entwickler, die laut Bitkom von rund 61 Prozent der deutschen Unternehmen gesucht werden. Ebenfalls hoch im Kurs stehen Datenbank-Entwickler sowie IT-Projektmanager. Angesichts der momentan noch schwächelnden Wirtschaftslage bleiben aber die Gehälter im IT-Sektor stabil: Über zwei Drittel der Unternehmen entlohnt seine Mitarbeiter auf dem Niveau des Vorjahres, bei 15 Prozent der Firmen steigen die Bezüge sogar.
Grafik: Bitkom
Quelle: Tom's Hardware DE

Die Bezüge von wenig auf wenig+x zu steigern ist nicht schwer. Als Betroffener bzw. Bewerber, der es sich anders überlegt hat, kann ich sagen, dass nach wie vor das Gehalt nicht annähernd so hoch ist, wie es der Nachfrage nach sein müsste. Bei diesen Niedriglöhnen, den gerade im IT-Sektor üblichen langen (unvergüteten) Arbeitszeiten und dem verlangten Können braucht sich niemand wundern, dass es zu wenige Absolventen gibt.
Viele Ungelernte, die am Band stehen, kommen finanziell genauso gut oder besser, wenn man den Stundenlohn betrachtet um ein Vielfaches. Dass solch anspruchslosen Job vielleicht nicht jeder machen will, ist dabei ein anderes Thema.
@CASI
Ich kann dir da nur voll zustimmen.
Ich bin ausgelernter Staatlich geprüfter Assistent für Informatik, nun hab mir einen JOB besorgt bei dem ich mich verhältnismäßig nicht kaputt mache und auch noch besser bezahlt werde.
Vom Stress geplagten IT-Systemadmin zum ausgeglichenden Servicetechniker.
mfg FOXTROT
YES! Und das, obwohl in der Branche in der Regel sehr gut verdient wird. Ich verstehe das nicht.
Aber ich würde vorschlagen, dass wir die Greencard ausweiten und noch mehr Arbeitskräfte aus Niedriglohnländern eine Arbeitserlaubnis erteilen und die einheimischen Informatiker nur noch in öffentlichen Einrichtungen und der Forschung einsetzen.
@foxtrot

Du willst doch nicht etwa mit deiner Hilfslehre (2 Jahre Berufsschulausbildung)als IT Experte durchgehen? Dieser Schuh wäre bei weitem zu groß. Ich bin kein IT Experte, das weiß ich aber wenigstens.
ontopic
Laut Medien und Arbeitgebern herrscht in D Ingenieursmangel (auch eben IT Experten). Wenn man sich aber mal die Stellenangebote anschaut, welche speziellen Kenntnisse gewünscht sind und welche zeitliche und örtliche Flexibilität verlangt werden und dann den Lohn dagegen hält, ja dann kommt man ins grübeln. Die Arbeitgeber wollen die eierlegende Wollmilchsau, die aber umsonst. Oder noch besser, man bringt Geld mit, dass man dort arbeiten darf.
Naja, meinen ITA gabs mit Fachabi in einem 3-Jährigen Lehrgang, aus Erfahrung(en) jedoch kann ich sagen, dass ich im Durschnitt mehr drauf hatte als die Systemadministratoren mit denen ich gearbeitet habe. Selbiges gilt für Helpdesk Personal.
Natürlich sind wir keine IT-Profis oder Experte, der ITA jedoch bringt viel, teilweise spezifischen Wissen in vielen Fachbereichen mit. Ich bin beispielsweise relativ Fit in C(++), Java, Webdatenbanken und MySQL - Firmenspezifische Einarbeitung muss man immer machen - Neben möglichen Helpdesk arbeiten würde ich mir durchaus zutrauen bei Datenbanken und Programmierung mitmischen zu können, von der Logik zumindest, nicht mit genauem Fachwissen das ganze auch umzusetzen - Das jedoch ist schon einiges was viele nicht können - und die Kniffe lernt man sowieso erst durch Praxiserfahrung im Betrieb.
Die Heutigen 'Anforderungen' auf Ausschreibungen sind nichts anderes als abschreckend. Anders kann man es gar nicht mehr sagen. Ich habe nicht vor mich in meinem Leben 40 Stunden die Woche kaputt zu machen und zu stressen um dann als 'IT-Experte' mit einem Hungerlohn zu leben (Belastungsfaktor + Arbeitsaufwand / Lohn) - sollen Sie halt wen anders nehmen, dafür ist mir mein Lebe und Freizeit (noch) zu wichtig.
Zur Zeit studiere Ich Informatik, aber ich muss sagen das mir der Ingenieur Teil der Informatik gar nicht liegt - Weder interessiert mich die Materie, noch die Praxis - Die oben gewähnten Gehälter wären es mir jedenfalls nicht Wert mich so lange durch die Uni zu plagen und mein Hirn mit so einem Zeug zu füllen.
@checkmate :
Und was hast Du dagegenzusetzen?
Dr, Prof. oder so?
Zum Thema:
Was der Clownshaufen Bitcom losläßt ist generell für die Tonne.
Schaut euch deren Mitglieder an.
Die können USB nicht von USA unterscheiden.
Und als Akademiker kann ich aus 30 Jahren Erfahrung nur sagen:
Sklavenarbeit, 200 unbezahlte Überstunden/Jahr und Rumgetrolle von Super-DAUs - das ist die strahlende Zukunftsperspektive eines studierten Informatikers.
Und dann manchmal noch Vorgesetzte, die von der IT weniger Ahnung haben, als die Kuh von der Atombombe.
Viel Spaß noch mit den "angelernten Seiteneinsteigern".
@ wusel

Ich muss nichts entgegen setzen, ich bin kein IT Experte. Nichtsdestotrotz gilt im allgemeinen die Hierarchie des Wissens und Könnens von unten nach oben:
- IT als Hobby
- IT in einer 2 jährigen Hilfslehre kennen gelernt
- IT als Berufsausbildung im dualen System
- IT Ausbildung mit akademischen Grad (BA --> FH --> Uni/TH)
Wobei natürlich statistische Ausreißer vorhanden sind, bis dahin, dass Hobby ITler in manchem Fachgebiet mehr wissen als Uni Absolventen.
Deine Erfahrungen mit Sklavenarbeit habe ich auch gemacht. Das "hohe" Gehalt eines Ingenieurs rechtfertigt eine hohe Zahl an Überstunden inkl. unbegrenzter zeitlicher Flexibilität und andere Gemeinheiten.
Kurzum, was Bitcom, Industrievertreter, Politiker und andere Volksverdummer von sich geben, ist genau genommen das Gegenteil der Realität.
Ok, ich arbeite lieber für vermeintlich wenig Geld (weniger Abzüge) und deutlich weniger Stunden. Wenn das Gehalt wirklich so hoch wäre, dass die Überstunden mit drin wären, wären wohl auch die hohen Anforderungen an uns gerechtfertigt. Was nützt dir das Geld wenn du 60h/Woche oder mehr arbeitest?
@wusel: Wo arbeitest du, wo du nur 200 Überstunden pro Jahr machen musst? Meine Erfahrung: 10h mehr pro Woche, macht summa summarum ca. 350 Überstunden pro Jahr, wohlgemerkt ohne Ausgleich, weder finanziell noch freizeittechnisch.
Bitcom-Artikel sind nicht wirklich ernst zu nehmen.
Ansonsten verdient man gerade imm IT-Bereich,
wo fast jeder selbstständig ist, so viel und so gut,
wie man sich verkauft. Ein bißchen Ahnung ist also
schon sinnvoll!
@wusel: Wo arbeitest du, wo du nur 200 Überstunden pro Jahr machen musst? Meine Erfahrung: 10h mehr pro Woche, macht summa summarum ca. 350 Überstunden pro Jahr, wohlgemerkt ohne Ausgleich, weder finanziell noch freizeittechnisch.
Das war nur ein geschätzter Wert.
Aber 2 h am Tag sind meist real.
Ich hatte auch schon über 400 unbezahlte Überstunden im Jahr.
Ansonsten verdient man gerade imm IT-Bereich, wo fast jeder selbstständig ist, so viel und so gut,wie man sich verkauft. Ein bißchen Ahnung ist also schon sinnvoll!
Ich weiß nicht, in welchem Wunderland Du beschäftigt bist.
Viele Großmarktverkäufer sind die ehemals "selbständigen" akademischen ITer.
Die darfst Du gerne mal nach dem Gehalt fragen.
Hoffentlich kannst Du schnell laufen.
Manche haben da 10 x mehr Ahnung, als die höchstbezahlten Selbständigen in vielen anderen Firmen und werden bezahlt wie die letzten Sklaven.