Anzeige
Mehr aus dem Bereich
 Testberichte über Prozessoren
Alle Prozessoren Tests

Newsletters


  • Ihre Probleme und Fragen zu Computer-Technik
  • Abschicken

Partner

Schutzmechanismen gegen Hitzetod

Seite zurück Seite vor
11:28 - 22/11/2007 von Patrick Schmid, Achim Roos

Da Schutzmechanismen entweder vom Prozessor oder der Rechnerplattform aktiviert werden, sollten Ihr Motherboard unbedingt über korrekt implementierte Schutzfunktionen verfügen. Glaubt man den Datenblättern im Internet, bieten beide Unternehmen zwar eine gleichartige Grundausstattung, um den Hitzetod eines neuen Prozessors zu vermeiden, allerdings scheinen Sie mit Intel weitaus besser bedient. Im folgenden gehen wir darauf genauer ein.

Intel Thermal Monitor

Seit dem Pentium 4 verbaut Intel einen Hitzeschutzschaltkreis namens Thermal Monitor. Kommt es zu einer kritischen Überhitzung so schaltet diese Funktion einzelne Takte einfach ab. Infolgedessen wird die CPU für kürzeste Zeit angehalten, was den Eindruck erweckt, sie würde mit verringerter Geschwindigkeit laufen. Bei dieser Funktion spricht man oft von einer Drosselung (engl. throttling), was so nicht ganz stimmt. Ganz offensichtlich wird mithilfe dieser Funktion, die aussschließlich vom Prozessor ausgelöst wird und nicht durch den Anwender per Software zu konfigurieren ist, die Wärmeabgabe verringert. Solange die Kühllösung Ihres Rechners einwandfrei funktioniert werden Sie den Thermal Monitor nicht einmal bemerken. Sollte sich dieser Idealzustand allerdings ändern, könnte eine „übermäßige Ansteuerung des TCC (Thermal Control Circuit) zu einem merklichen Leistungsabfall führen” (Core 2 Duo processor datasheet). Wenn Sie an unser erstes Tom’s Hardware Video denken (zip-Download einer DivX-Videodatei) first Tom’s Hardware video (zip download of a DivX video file), erinnern Sie sich vielleicht daran, dass der Pentium 4 (und nachfolgende Modelle) bei aktiviertem Thermal Monitor wesentlich niedrigere Leistung bringt.

Intel Thermal Monitor 2

Der Thermal Monitor 2 ist die Weiterentwicklung des ersten Thermal Monitors und nutzt dieselben Funktionen wie auch die Enhanced SpeedStep-Funktion. Durch letztere wird die Taktgeschwindigkeit und -spannung des Prozessors verringert, um so Energie zu sparen; im Grunde genommen macht der TM 2 genau dasselbe; er wird allerdings – anders als die SpeedStep-Funktion – durchüberhöhte Temperatur anstelle des Prozessor-Treibers im Betriebssystem ausgelöst. Hinzu kommt, dass der TM 2 keine individuellen Taktgeschwindigkeitsstufen kennt, sondern direkt von der höchsten Taktrate und Spannung auf die niedrigste unterstützte Einstellung zurückfährt.

Das Intel PROCHOT#-Signal

Das PROCHOT# Signal (Processor Hot) bietet eine Zwei-Wege-Kommunikation, um den Thermal Monitor zu aktivieren. Das Signal kann entweder durch die CPU oder die Rechnerplattform ausgelöst werden, so dass der Rechner den Prozessor in einen Zustand versetzen kann, in dem weniger Hitze abgegeben wird. Sinnvoll ist das besonders dann, wenn auch andere Bestandteile kurz vor der Überhitzung stehen und nur ein systemübergreifender Stromsparmodus hilft, das noch zu vermeiden.

Das Intel THERMTRIP#-Signal

Sollte die CPU-Temperatur gewisse Schwellenwerte übersteigen, wird der Prozessor das komplette System mit Hilfe des THERMRIP#-Signals abschalten, um so die Transistoren vor etwaigen Schäden durch Überhitzung zu bewahren.

AMD-Prozessoren

Als wir damals bei einem Athlon 1400 mit Palomino-Kern den Kühlkörper entfernt hatten, war er kurze Zeit später kaputt – das passiert heute nicht mehr. Sämtliche AMD-Prozessoren kennen das THERMTRIP#-Signal, das Ihren Rechner abschaltet. Der Rechner könnte zudem “Cool’n’Quiet” benutzen, um die Taktrate und Spannung des Prozessors zu verringern, ganz ähnlich dem Enhanced SpeedStep oder Thermal Monitor 2 von Intel. Allerdings stellten wir fest, dass AMD Athlon Dual Core-Prozessoren ihre Taktgeschwindigkeit nicht selbstständig vermindern, sondern vielmehr das komplette System herunterfahren, sobald ihre Temperatur den Schwellenwert übersteigt.

Anzeige
Kommentare zum Beitrag
cuto8 22/11/2007 12:01
Ausblenden
-0+

"[...]Intel weniger anfällig wie AMD[...]"
Ich habe jetzt nicht im Duden nachgeschlagen, aber nach meinem Verständnis der deutschen Sprache sollte es doch eher "Intel weniger anfällig ALS AMD" heißen, oder?
Alternativ natürlich für Leute ausm Pott: "Intel weniger anfällig als wie AMD" :-D

Nicht ich 22/11/2007 12:23
Ausblenden
-0+

".... Athlon 1400 mit Palomino-Kern ....." <- das bezweifel ich. Entweder ein Athlon XP 1600+ 1400MHz UND Palomino-Kern ODER ein Athlon-C 1,4 GHz mit Thunderbird-Kern. Aber was nun?

Rikki-Tikki-Tavi 22/11/2007 12:26
Ausblenden
-0+

@cuto8: Entweder vergisst du, dass das THG labor in München ist, oder du warst noch nie in Bayern...

Yoless 22/11/2007 12:33
Ausblenden
-0+

Ehrlich gesagt ist mir das wichtigste, das die neuen Prozessoren bei einem kaputten Lüfter runterfahren. Ich hab ehrlich gesagt keinen Bock, das die PCs dann noch weiter klaglos ihren Dienst tun, aber die Taktrate erinnern. Das führt nur zu vielen Anrufen in denen es heisst, das der PC plötzlich weniger Leistung. Ich denke, wenn man da nicht frühzeitig reagiert, schadet das der Lebenserwartung des Prozessors enorm... Goot sei dank, bieten aber viele Mainboards eine Geschwindigkeitsüberwachung des CPU-Lüfters an und melden sich mit lauten Piepsgeräuschen. Das ist mir die liebste Lösung.

zeutan 22/11/2007 12:44
Ausblenden
-0+

@nicht ich: Sehe ich genauso. Obwohl der Palomino auch sehr "heißblütig" war, bin ich mir sicher, dass sie damals einen Thunderbird verheizt haben.

MeinerEiner 22/11/2007 12:55
Ausblenden
-0+

Der Vergleich ist doch irgendwie sinnfrei. -.- Die eine CPU schaltet aus, wenn sie zu heiß wird und die 2. taktet runter.

Was will man jetzt vergleichen? Versteh ich nicht. Mir ist das runterfahren und anschließende Gepiepe btw. lieber. Dann weiß ich das was nicht stimmt, kann es abstellen und habe wieder die volle Performance. Beim Intel weiß ich es gar nicht, das der Lüfter ausgefallen ist und bemerke das vielleicht erst einen Monat später....

impaled 22/11/2007 13:09
Ausblenden
-0+

Wo gibt es denn die Videos? Beim Versuch, die zu Öffnen steht da "Seite nicht gefunden"....Merkwürditsch ?

Yoda1285 22/11/2007 13:46
Ausblenden
-0+

Moin.

Ich finde diesen Test nicht aussagekräftig.
Man hätte anstatt der jeweiligen Boxed-Kühler den Zalman CNPS 9700 nehmen sollen, so hätte man den CPU's wenigstens weitestgehen gleiche Chancen gegeben.

Auch hätte man vielleicht Mainboards identischer Hersteller nehmen sollen die vergleichbare Chipsätze haben.

Bis denn.

Yoda

seldon 22/11/2007 14:03
Ausblenden
-0+

Ich versteh den "Test" auch nicht.. welche Cpu ohne Lüfter noch einen Benchmark macht ist mir doch völlig egal??
Spannend hätte ich z.b. gefunden wenn man ein brechendes Retention Module simuliert indem man bei laufendem Betrieb den Kühler abnimmt. Das wäre mal ein echter Test gewesen für die Notfallsysteme. (btw, ist mir neulich passiert und ich kann hiermit bestätigen daß ein athlon xp2200+ das ganze nicht überlebt :) )

Child3k 22/11/2007 14:07
Ausblenden
-0+

Ehrlich gesagt, bin ich ehrlich gesagt nachwievor der Meinung, dass es auch in München "als" heißen muss. Ehrlich gesagt muss ich mich da cuto8 anschließen.

noway 22/11/2007 16:10
Ausblenden
-0+

Der Artikel fällt unter die Kategorie Nutzwert=0. Außer ich hab in meiner Blindheit Angaben zu den Die-Temperaturen überlesen. Denn nur diese bewirken ein Trottle bzw. ein Abschalten. Selbiges findet meines Wissens beim C2D bei 98°C (Heruntertakten) und 100°C (Abschalten) statt. Beim Dauerbetrieb sollte Tdie nicht über 85°C liegen.

Für Übertakter sind diese Werte wohl deutlich realitätsnäher. Alle Anderen wird es eh kaum interessieren.

Diesel_im_Blut 22/11/2007 16:31
Ausblenden
-0+

Mir ging es auch schon mal so, dass der CPU Lüfter nicht lief. Bei meinem, damals neuen, E6400! Ich spiele Gothic 3, plötzlich gab das Mainboard Warngeräusche von sich, glaub bei 75°C Der CPU soll es sich melden (im Bios einstellbar).
Dies passierte mir 2 oder 3 mal. Jedenfalls hatte ich mit den nötigen Tool die Lüfterdrehzahl und die CPU Temperatur anzeigen lassen. Lüfter war aus. Das ganze prüfte ich nochmal mit geöffneter Seitenwand, das sah ich was los war. Der Lüfter lief an, beim Booten und auch im Windowsbetrieb funktionierte er teilweise. Doch beim zocken, fiel er aus, obwohl er funktioniert.

Nach diesem Vorfall kam sofort ein AC Freezer 7 Pro auf die CPU. Seit dem habe ich Ruhe. Auch was den Lärm betrifft! Ich rate seit dem jedem davon ab, einen Intel Boxed Lüfter zu nehmen, wegen meiner schlechten Erfahrung.

Doch das komische ist, der Boxed Lüfter geht, missbrauche ihn mittlerweile in nem anderen PC als Gehäuselüfter.

LtDenn 22/11/2007 17:16
Ausblenden
-0+

Habt ihr Langweile bei thg?
Bei aller Liebe, dieser Test ist ja nun völlig nutzlos.
Aha, die CPUs sollte man doch lieber aktiv kühlen.
Schön und gut. Aber was ist denn ein "eindeutig besseres Ergebnis" bei dem E6850 sein?
Tut mir Leid, aber das bringt mir leider gar nichts.

user8 22/11/2007 18:28
Ausblenden
-0+

naja eigentlich kommt das sehr selten vor das mal der CPU
Lüfter versagt, aber die neueren AMDs die schalten ja nun auch ab,
bei den alten K7 Thunder Bords hatten die CPUs ja keine Sicherheit man konnte aber bei guten MB wie z.b. Epox
so was im Bios einstellen "einen schwell wert einstellen"
z.b. bei 66 c waren und bei 70 c abschalten, die alten K7 konnte ja etwas über 100 c hab bevor sie dann abrauchten.

punk2018 22/11/2007 18:59
Ausblenden
-0+

Schade nur das Intel gleich mal mehr kostet ;) also wenn nen Intel kaputt geht kostets mehr :D

Im übrigen wird durch die Hitzeentwikliung das Mainboard auf längere zeit beschädigt.... vondaher is das schnellere ausschalten von AMD durchaus gut....

richie23 22/11/2007 21:06
Ausblenden
-0+

@nicht ich / zeutan:

Wie ihr auf http://www.tomshardware.com/de/Ath [...] 342-6.html nachlesen könnt, handelte es sich um einen Thunderbird mit 1400 MHz und einen Palomino mit 1200 MHz (letzteres ein Athlon MP, als XP gab es den nicht). Der Palomino sollte eigentlich geschützt sein, rauchte aber doch ab.

@Artikel: Mich wundert dass aktuelle Prozessoren nach kurzer Zeit das System ausschalten und der P4/2000 im alten Test weiterlief, selbst bei Abnahme des gesamten Kühlers (nicht nur Anhalten des Lüfters!).

RichIE

timefrenzy 23/11/2007 01:15
Ausblenden
-0+

hmm... also ich kühle meinen Dual-Core auch passiv. Ich hab im ganzen Gehäuse keinen einzigen lärmenden Lüfter. Ok. is auch ein HTPC. Aber mit Intel hab ich des net geschafft. Ein 6300er is bei mir bei 85° gelaufen bis er auf 1 Ghz abgeregelt hat. Jetzt hab ich nen 35W Athlon 3800 drin. Null Probleme und ne maximale Temperatur von 45°.

Schrotti 23/11/2007 01:55
Ausblenden
-0+

Die Herstellerangaben zum Energiebedarf des Pentium Dual Core E2160 sind klar übertrieben, denn der Intel-Prozessor hat seinen AMD-Konkurrenten Athlon X2 BE-2350 in diesem Test übertroffen ->hat, indem er auch ohne aktive Kühlung sämtliche Benchmarks bestreiten konnte.

Das "hat" vor dem Komma ist zuviel.

Ansonsten ein sehr schöner Test (ich kenne die anderen beiden Tests auch noch).

Andy_82 23/11/2007 08:55
Ausblenden
-0+

ich find den test auch ein wenig fragwürdig, das einzige wirklich brauchbare "Ergebnis" daraus ist, dass beide Hersteller Ihre Hausaufgaben gemacht haben. Die einzelnen CPU's und Maiboards überleben nun einen Kühler-/Lüfterausfall. Das war damals, wie schon im Bericht erwähnt, ganz anders.

edschleck 23/11/2007 10:59
Ausblenden
-0+

Wow, das war mal wieder ein Artikel den die Welt nicht braucht. Und als Fazit das wieder typische AMD bashing. Intel weniger anfällig. Wo ist denn der Sinn? Die Sicherungsmechanismen in den CPU's funktionieren. Wenn jemand nen Lüfterlosen PC haben will soll er sich nen Via-Prozessor zulegen. Also wozu das alles?


Kommentare auf dieser Seite geschlossen.
Google Anzeigen