Dass es dennoch bis heute nur wenige Fahrzeuge gibt, in denen der Internet-Zugang ab Werk zu haben ist, hat Sicherheits-relevante Gründe. Denn wenn sich zur Fahrzeug-Ferndiagnose ein Server in die Auto-Elektronik einloggt, könnten Hacker in diese Verbindung eingreifen oder die Schnittstelle gar zu Virenattacken missbrauchen. Jedes noch so kleine Sicherheitsleck in der Online-Anbindung würde also zum Sicherheitsrisiko für die Insassen - und somit im schlimmsten Fall zum Fiasko für den Autohersteller.
Eine weitere Schwierigkeit sind die langen Entwicklungszyklen in der Automobilindustrie. Nicht selten müssen die Ingenieure Jahre vor dem Marktstart eines Modells festlegen, welche Komponenten im Fahrzeug verbaut werden. Und weil der Computer- und Telekommunikationsmarkt sich mit Modellzyklen von einem halben Jahr rasant weiterentwickeln, sind die eingeplanten Komponenten beim Erscheinen des Autos zwangsläufig bereits veraltet. Dies ist auch der Grund, dass beispielsweise im 7er BMW bis heute nur ein Singleband-Telefon ohne schnelle GPRS-Anbindung zu haben ist.
Doch daran wird gearbeitet, ebenso an der Festlegung universeller Standards, die den Austausch verschiedener Komponenten einfach möglich macht. Ebene 3 wird fast nie benutzt.
