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BSI warnt vor Googles Chrome

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14:00 - 8. September 2008 von Thomas Kretschmann

Seit wenigen Tagen hat Google vorerst nur für Windows-Nutzer mit einem eigenen Browser eine Alternative zu Firefox und dem Internet Explorer parat. Datenschützer und Sicherheitsexperten warnen jedoch vor Chrome.

Googles Browser Chrome ist erst seit kurzem als Beta-Version erhältlich und setzt in Sachen Geschwindigkeit und Bedienung neue Maßstäbe. Vor allem auf JavaScript aufbauende Seiten werden deutlich flinker angezeigt. Die Neugier auf einen Webbrowser aus der Google-Schmiede war beim Start derart groß, dass Chrome — in der Testversion wohlgemerkt — bereits als meistbenutzter Browser hinter Firefox und Microsofts Internet Explorer gelten darf.

Googles Chrome ist Kritik ausgesetztDoch der Browser und auch seine Macher müssen Kritik einstecken: Datenschützer warnen davor, die Software in ihrer jetzigen Form zu nutzen: »Google Chrome sollte nicht für den allgemeinen Gebrauch eingesetzt werden«, zitiert etwa die Berliner Zeitung Matthias Gärtner vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Das BSI kritisiert in einem Zug die neue Software wie auch Google selbst und vor allem die Datensammelwut des Suchmaschinen-Marktführers: Gärtner sieht die »Anhäufung von Daten bei einem Anbieter« als kritisch an, bedenkt man, dass der Konzern mit GMail, seiner Suchmaschine und Online-Anwendungen wie Google Text & Tabellen die wichtigsten Bereiche im Web abdeckt.

Und mit Chrome häufen sich bei dem auch oft als Datenkrake titulierten Unternehmen Google erneut frische Daten. So klärt zwar die Chrome-Datenschutzerklärung darüber auf, was Google mit Informationen über Chrome-Nutzer tut: »Ihre Kopie von Google Chrome enthält mindestens eine eindeutige Anwendungsnummer. Diese [...] Informationen werden [...] bei der automatischen Update-Prüfung von Google Chrome an Google gesendet«, heißt es dort unter anderem. Erklärt wird aber nicht, was Google mit den Daten nicht macht. Denn Daten gesammelt werden nicht nur bei der Chrome-Installation, sondern eigentlich bei jedem Eintippen in die Adressleiste, die mit der Sucheingabe gekoppelt ist. Nur durch einen Abgleich mit Google-Servern kann die so genannte »Omnibox« auch Vorschläge liefern. Laut Google werden rund zwei Prozent aller Nutzereingaben zusammen mit der jeweiligen IP-Adresse gespeichert. »Die Größe des Datenpools, über die das Unternehmen dann verfügt, ist beängstigend und wird Begehrlichkeiten wecken, möglicherweise auch bei Ermittlungsbehörden«, so Matthias Gärtner vom BSI. Auch haben Sicherheitsexperten bereits mehrere Lecks in Chrome aufgedeckt, einige davon sollen das Einschleusen von Schadcode ermöglichen.

Wer den Browser ausprobieren möchte, findet ihn bei Tom’s Hardware zum Herunterladen:

Quelle: Tom's Hardware

Kommentare zum Beitrag
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Basdi 08/09/2008 14:33
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-3+

Tolle Wurst!
Ich glaube Google hat MS in Sachen Weltherrschafts-Ambitionen abgelöst...

Sorry, da vertraue ich lieber auf Firefox, hinter dem kein riesiges geldgeiles Unternehmen steht!

Anonymer Nutzer 08/09/2008 14:58
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--1+

Sagen wirs mal so... okay, Google ist tatsächlich ein Datenkrake... Aber auf der anderen Seite: Welches grössere Unternehmen sammelt nicht irgendwelche Informationen über die Nutzer seiner Produkte (und das manchmal sogar im Hintergrund und unbemerkt vom Nutzer).

Auch Microsoft, RealNetworks, Adobe, Apple und Konsorten sammeln hier fleissig Daten.

Social Communities, wie Windows Live (Microsoft), Facebook (erauchimmer), MySpace und Konsorten machen dies ja auch und zum Teil werden die Angaben ohne Zustimmung des Nutzers weiterverkauft. Denn hier erklärt sich jeder Einzelne mit der Zustimmung der AGB einverstanden, dass seine Daten zu Marketinganaylsen weiterverwendet (also wohl auch verkauft) werden dürfen, sonst gibts mal gleich Zugangssperre zum entsprechenden Portal...

Auch bei Firefox findet man in den EULA entsprechende Hinweise, jedoch erlaubt der Browser, die Einstellung zu deaktivieren...

Ich bin der Meinung, wer so schizophren ist, sollte das Netz gernicht nutzen oder nur in einem I-Café unter irgendeinem Pseudonym suchen...

Und warum wird gleich so massiv auf Google eingehauen, während Apple, Microsoft, Adobe, RealNetworks und Konsorten sowas andauernd machen?

Wenn, dann sollten mal ALLE, die sowas im grossen Stil machen, mal "abgewatscht" werden und nicht nur Google, weil sie eben einen doch recht performanten Browser auf den Markt gebracht haben, der nun die Alleinherrschaft von MSIE und Firefox ins Wanken bringt.

Und wenns tatsächlich so schlimm ist, warum gestattet die Mozilla Foundation, dass Google sich einerseits im Installer von Firefox verewigen darf (zwar abschaltbar, aber immerhin...) und zum anderen, dass sich Google Chrome etwaiger Techniken von Firefox bedient.

Sicher ist Firefox OpenSource, aber mir dünkt, dass ein kommerzieller Nutzen auch nicht kostenfrei ist, ergo: wenn z.B. das Dev-Team von Mozilla auf die "Subventionierung" von Google verzichtet und Google damit auch untersagt, dass es Teile von Firefox in Chrome einsetzen darf, dann wäre meines Erachtens Firefox als Browser aus dem Schneider... aber das wird nicht geschehen, weil dadurch das Projekt gefährdet würde.

Es ist leider nun mal so, dass Mammon die Welt regiert. Als Einzelner kann man dagegen nix machen, ausser die entsprechenden Produkte zu meiden... aber mal ehrlich: Wie viel Auswahl hat man dann noch?

Vermutlich keine grosse und mit Kompatibilitätsproblemen muss man dann wohl auch kämpfen...

Und darunter hat auch Linux zu leiden... wennauch Linux immer besser wird und so langsam dem Platzhirsch Microsoft und Apple trotzt... Auch der KDE und der Konqueror sind mittlerweile sehr brauchbare Helferlein für Linux, die den Umgang und das Browsen auf eine neue Stufe heben.

Also viel bleibt nicht übrig, ausser: Nutzung von potentiell datensammelnder Software einzustellen und dann auch Alternativen zu benutzen... vielleicht gibt dies auch Linux wieder weitere Nutzer, wer weiss...

Bewegung in der IT wird man immer haben und das Datensammeln ist genauso alt, wie die IT selbst... nur hat es dank neuester Techniken nun weitere Möglichkeiten und auch Dimensionen erlangt.

Und wer sich jetzt fragt, warum ich das schreibe: Erstens habe ich mich eh schon abgefunden, dass XY meine Daten hat und zweitens, wenn es die IT nicht tut, dann der Staat oder irgendwelche Unternehmen in der TK-Branche... Irgendwer bekommt deine Daten IMMER raus!

Anonymer Nutzer 08/09/2008 15:00
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-1+

@Basdi:

Wenn Du Da nicht zumindest teilweise irrst. Denn wenn Du die Setuproutine vom Firefox mal genau studierst, wirst Du feststellen, dass auch Firefox dich fragen wird, ob Du die kostenlose Google Toolbar haben willst.

Und wie kommt die wohl ins Setup rein? Richtig: Abkommen zwischen der Mozilla Foundation und Google. Zwar ist diese nicht geldgeil, wie Du es nennst, aber abhängig von Google ist sie allemal... oder wie glaubst Du, finanziert sich die Mozilla Foundation?

Anonymer Nutzer 08/09/2008 15:26
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-0+

abhängig ist gut..

"Der Firefox finanziert sich vorallem durch die integrierte Suchbox. Die darin enthaltenen Einträge (Google, eBay, amazon, Yahoo!) zahlen für jede ausgeführte Suchanfrage einen nicht näher genannten Betrag an die Mozilla Foundation. Da Google die Standardsuchmaschine ist kommt das meiste Geld - 85% - von Google. Die anderen Suchanfragen dürften wohl so gut wie nie ausgeführt werden, die meisten User wissen nicht einmal dass dort noch andere Suchen vorhanden sind..."

zum nachlesen:
http://www.googlewatchblog.de/2007 [...] ch-google/

momo2k 08/09/2008 15:32
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-2+

Das ganze stand schon in der Samstag/Sonntag-Ausgabe der Berliner Zeitung, und jeder weiß, dass eine klassische Zeitung im vergleich zu Internet-Medien grottenlahm ist.
Und jetzt präsentiert ihr uns hier sowas am MONTAG um 14 Uhr?
Sorry, aber von einem Onlineauftritt erwarte ich ja grade 'schnelle' Berichterstattung.
Es wird ja oft von anderen hier berichtet, dass die News bereits Tage oder Wochen zuvor auf anderen Seiten erschienen sind.
Echt großes Kino.

Anonymer Nutzer 08/09/2008 16:08
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--2+

Was regen die sich über Google auf. Schufa und Payback sind keinen deut besser.

Gudi 08/09/2008 17:00
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--2+

Es ist ja keiner gezwungen Chrome zu nutzen. Ebenso wie Payback.
Ich nutze ihn nur in einer virtuellen Maschine. Die wird beizeiten geplättet und gut ists.
Was ich an Chrome gut finde, ist die Verschmelzung von Adresszeile und Suchmaschine. Viele Anwender kennen den Unterschied sowieso nicht.
Ich bin jetzt noch bei einem zu hause gewesen, der gab jedes Mal den Suchbegriff in google ein und klickte dann "auf gut Glück":)

Anonymer Nutzer 08/09/2008 17:55
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-1+

hustel ... so eine funktion gibt es schon seit 2 jahren bei Opera.

Anonymer Nutzer 08/09/2008 22:38
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--1+

Man kann ja die User- ID fälschen, somit macht es keinen Unterschied mehr, ob man Chrome oder einen anderen Browser verwendet, zumindest in Sachen DatenschutzBrowID

pescA 08/09/2008 22:50
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-0+

Gudi :
Was ich an Chrome gut finde, ist die Verschmelzung von Adresszeile und Suchmaschine. Viele Anwender kennen den Unterschied sowieso nicht.Ich bin jetzt noch bei einem zu hause gewesen, der gab jedes Mal den Suchbegriff in google ein und klickte dann "auf gut Glück"



Also wenn ich in FF2 irgendwas eingebe, komm ich automatisch auf die "Google auf gut Glück"-Seite...

Der Trend geht nunmal weg vom anonymen Internet. Daraus resultieren Risiken, aber auch viele neue Anwendungen ("not connecting words but ideas"). Das Ziel der eindeutigen Identität verfolgt doch sogar unser Vater Staat (in diesem Zusammenhang vor allem vertreten durch den Rollstuhlfahrer), also ist Google doch lieb, wenn es nur eindeutige PC-Identitäten sammelt.


-> Wer Google nutzt, muss wissen, was er tut. Das Angebot ist derzeit nunmal einzigartig, wer auf den Service nicht verzichten will, muss zulangen.

momo2k 08/09/2008 23:38
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-3+

So eine Schönrederei hab ich ja schon lange nicht mehr gehört xD

Natürlich ist die Anonymität des Internets Fluch und Segen zugleich, aber auch ein essentieller bestandteil dessen, und hier so aufzutreten nach dem Motto "wer Service will, muss Opfer eigehen, und wir vertrauen hier einfach mal infantil, dass die großen Leute unsere Daten nicht missbrauchen" ist ja der Hammer xD

Lukullus 09/09/2008 09:22
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--3+

Wer meint das internet sei anonym lebt in einer scheinwelt.
Das Internet ist ein Ort in dem man sich genauso legal zu verhalten hat wie auch im realen leben. Die auswüchse der Anfangszeit wie es in Zukunft heissen könnte werden schnell vorbei sein.
und hey wenn mal wieder n paar Pädophile oder Rechtsradikale durch suchanfragen auffliegen, na dann is doch klasse.
Die Zeit des Selbstbedienungsladens Internet in dem nichts nachverfolgbar ist, ist nunmal vorbei.

charras 10/09/2008 08:26
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-0+

@Lukullus
Dir scheint Datenschutz ja völlig egal zu sein. Deine Argumentation ist echt "Schäuble like". Eben für ein paar Pädophile oder Terroristen komplett den ganzen Datenschutz aufgeben ,weil alle die "brav sind" haben ja nichts zu befürchten.Das hatten wir schonmal im 3.Reich und der DDR.
So schnell Google Chrome auch ist, was will Google mit unseren Surfdaten? Werbung machen! Für mich nicht mehr als Payback ohne gefragt zu werden( mit dem Potenzial zum asolut gläsernen User)
Ohne mich!!!

charras 10/09/2008 09:17
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-0+

Wenn Googles Chrome, dann nur hiermit:

Kill-ID für Chrome
Löscht die Identifikationsnnummer von Google™ Chrome und verhindert das Ausspionieren des Surfverhaltens durch Google™.
http://www.almisoft.de/

momo2k 11/09/2008 23:11
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-1+

Genau. Was DU meinst, Lukullus, ist Generalverdacht.

fisons 23/01/2009 00:19
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-0+

Klar werden bei diversen Anbietern Daten gesammelt - aber dass ein Browser ueber eine eindeutige ID verfuegt (Wann wird diese denn versendet? Hoffentlich nicht bei jedem Request...) ist beaengstigend und nicht akzeptabel.

Kommentare auf dieser Seite geschlossen.