Zickenterror

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16:23 - 14/08/2007 von David Mohr

clan online spieleDrama, Streit und Zickereien gibt es nicht nur bei den Online-Rollenspielern. Für Counter-Strike-Teams können solche Auseinandersetzungen mindestens genauso gefährliche Folgen haben. Aber wie geht man am besten mit Problemen in der Gruppe um? »Ich höre mir grundsätzlich immer beide Seiten an und versuche danach, so gut wie möglich die goldene Mitte zu finden. Die meisten Streitereien lösen sich dann nach einem ausführlichen Gespräch beider Parteien in Wohlgefallen auf«, sagt Graphix, Team-Manager der a-Losers. Und wenn das nicht funktioniert? »Dann gibt es oft nur eine Konsequenz: Einer der beiden Spieler wird auf die Strafbank gesetzt oder muss im schlimmsten Fall das Team verlassen.«

Offen und ehrlich miteinander umzugehen, ist wichtig, um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen. Und hier haben die meisten eSportler anscheinend einen Vorteil gegenüber den MMO-Spielern: Sie kennen sich »IRL«. »Da man im Internet viel reden kann, ohne es wirklich so zu meinen, sind Offline Events sicherlich ein entscheidender Faktor für den Zusammenhalt innerhalb eines Teams«, so Graphix. »In Real Life« sitzt die WoW-Gilde dagegen verstreut auf der ganzen Welt vorm Rechner und hält Kontakt über eifriges Tippen im Gilden-Chat. Und bei großen Raids auch über Teamspeak oder Ventrilo. »Natürlich macht es mehr Spaß, mit jemandem zu spielen, mit dem man in Ventrilo Witze machen kann«, sagt Macken, Gildenleiter von Curse. »Filme und Fernsehen sind ein ziemlich großes Thema für uns.«

Tatsächlich sind Gilden gar nicht so anonym, wie man meinen könnte. In einer im Oktober 2006 veröffentlichten Studie fanden amerikanische Wissenschaftler heraus, dass sich etwa ein Drittel der Spieler in World of Warcraft außerhalb der Spielwelt kennt und WoW lediglich »als einen weiteren Kanal nutzt, in dem Beziehungen gestärkt und gepflegt werden«. Gerade kleinere Gilden mit weniger als zehn Mitgliedern bestehen zu 75 Prozent aus einem harten Kern von Freunden oder Familienangehörigen. Diese Leute sind es auch, die sich außerhalb des Spiels treffen und dafür teilweise um die halbe Welt fliegen. So wie die Mitglieder des Order of the Knights Templar, die sich seit der Gründung der Gilde in Dark Age of Camelot jedes Jahr im Knights Templar-Pub in London treffen – und dabei auch Vorurteile aus dem Spiel abbauen.

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»Ich hatte wirklich Angst vor ihr, aber in echt ist sie total nett«, sagt der Schotte Colin, dessen Paladin allzu oft mit einer Hexerin namens Ziera aneinandergeraten war. Im realen Leben trägt Ziera allerdings wesentlich kürzere Röcke als ihr Alter Ego. Trotzdem sind die meisten vorsichtig, was Beziehungen im Spiel angeht. »Die Freundschaft in WoW konzentriert sich auf das Spielen und auf die gemeinsamen Erfahrungen dabei […]. Sie ist oberflächlich«, zitiert die bereits erwähnte Studie einen WoWler. Tatsächlich spricht man online gerne über neue Items, Kinofilme und Musik, aber nur selten über ernste oder kontroverse Themen wie zum Beispiel Politik oder Religion. Aber mit wie vielen Freunden aus dem wirklichen Leben führt man schon solche Gespräche? Sicher nicht mit jedem. Allerdings gibt es diese Leute auch im Spiel. Oder habt Ihr noch nie spät in der Nacht mit einem Gildenkollegen über die Beziehung, die Eltern oder den Sinn des Lebens geredet?

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Kommentare zum Beitrag
Del Torres 16/08/2007 13:52
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Nachdem ich am Montag mal wieder über jemand gestolpert bin, der mich persönlich beleidigt hat, habe ich beschlossen, keine Online Games mehr zu spielen.

Ich spiel doch aus Spass, und nicht um mich von Leuten beleidigen zu lassen. Leider kommt das in jedem Spiel vor, von Gildenmitglieder und von Aussenstehenden. Im Endeffekt spielt es keine Rolle. Mich persönlich trifft es dann doch, wenn Leute mit Sprüchen kommen wie:
"Du bist doch bestimmt einer der nie rauskommt und noch nie ne Freundin hatte" - im Teamspeak vor versammelter Gilde.

Na auch egal. Online Games kosten eh zuviel Zeit ^^

mesa69yin 17/08/2007 15:33
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ich versteh nicht wie man sich über etwas gedanken machen kann das nie passiert ist... ich mein dadurch kanns einem ja erst am sack gehen... das alles wird ja nur durch den puren glauben an die sache real!!! was interessierts mich wenn mich irgend ein nerd in irgend einem viel zu zeit aufwendigen spiel beleidigt weil er in seinem leben nichts anderes schaft als ein kleiner nerd zu sein der nichts besseres zutun hat als sein geld dafür auszugeben ... ich mein es ist ein interessanter gedanke virtueles real zu machen aber das ist nur ein spiel... gehts denn noch kindischer... einfach ignorieren... oder noch besser quake 3 spielen... das ist so schnell das man garnicht zum lesen und schreiben kommt und beim death match braucht man auch kein team speak!!!

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