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Conditional Access Modul (CAM) und Smartcard

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18:00 - 12/11/2001 von Uwe Scheffel

In das auf der letzten Seite gezeigte Common Interface steckt man ein Conditional Access Modul, kurz CAM. Rein äußerlich ist mit einer PCMCIA-Karte für Notebooks identisch. Die Preise für CAMs beginnen ab €128 (DM250), jedoch verlangen die Händler für Premiere-taugliche CAMs meist €215 (DM420) und mehr.


Alphacrypt-CAM mit eingesteckter PremiereWorld-Smartcard.

Nun fehlt nur noch die Smartcard, die man bei beim Abschluss eines Abos bekommt. Die Smartcard führt man in das CAM ein. PremiereWorld macht sein Abo zur Zeit von einer D-Box abhängig. Nur so kommt man legal in den Besitz einer Smartcard. Immerhin hat PremiereWorld bekantgegeben , künftig dem Kunden die freie Wahl seines Empfangsgerätes zu überlassen. Man will deshalb das defizitäre Komplett-Sponsoring der D-Box (prinzipiell eine Set-Top-Box) abschaffen. Im Klartext: Der Kunde bekommt bei Abo-Abschluss nur noch die Smartcard und ein CAM in die Hand gedrückt. Nun kann er entscheiden, ob er einen einfachen Digitalreceiver mit CI-Schacht kauft, eine Set-Top-Box für DVB-MHP erwirbt oder sich eine digitale TV-Karte für den heimischen PC zulegt. Momentan erwägt man bei PremiereWorld, ob der Kunde bei Abschluss eines Abos einen Zuschuss auf die Hardware erhält. Dieses Teil-Sponsoring-Modell wäre also dem Handy-Business gleichzusetzen. Wer einen Handy-Vertrag über eine Mindestlaufzeit abschließt, bezahlt bedeutend weniger für sein Mobiltelefon als ohne Vertrag.

Was in Deutschland noch kompliziert ist, wird in anderen Ländern bereits liberaler gehandhabt. Als Deutscher kann man sogar ein Abo mit einem ausländischen Anbieter abschließen, sofern dies der betroffene Sender duldet und der Abonnent der jeweiligen Sprache mächtig ist. Sinn macht das momentan nur für Besitzer von Satellitenschüsseln, denn die digitalen Kanäle des deutschen Kabelnetzes sind noch fest in der Hand von PremiereWorld und Mediavision (digitaler Telekom-Ableger). Der Erfolg ausländischer Pay-TV-Provider beschränkt sich jedoch in Deutschland nur auf Hardcore-Porno-Sender. Kein Wunder, denn die Sprache spielt bei solchen Sendungen nur eine untergeordnete Rolle.

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