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Jeder Pay-TV-Anbieter legt fest, welches Verschlüsselungsverfahren er benutzt. PremiereWorld und der ORF setzen auf Betacrypt
, welches zur Irdeto
- Familie gehört. Andere europäische Sender auf Astra und Co. verwenden beispielsweise SECA
oder VIAACCESS
. Aufgrund der Vielzahl der Verschlüsselungsverfahren wünschen sich viele Anwender ein CAM, das am besten gleich mehrere Verschlüsselungsverfahren gleichzeitig beherrscht. Die Hersteller bestehen momentan darauf, dass jedes Verfahren seinem eigenen CAM zugeordnet ist. Doch findige Bastler haben bereits herausbekommen, wie man das umgehen kann. Wer den richtigen Chip austauscht, macht sein CAM für mehrere Verschlüsselungstechniken flott. Manche CAMs kann man sogar mit seinem Notebook umprogrammieren. Einige Händler stehen dabei unterstützend zur Seite. An dieser Angelegenheit ist wenig Illegales, denn ein CAM-Umbau macht die jeweilige Abo-Smartcard nicht überflüssig. Denn: Ohne Smartcard kann auch ein multifunktionales CAM nicht entschlüsseln. Jedoch ist ein modifiziertes CAM eine beliebtes Utensil für Hacker. Wer eine leere Smartcard wie Jupiter, Fun oder Goldwaver besitzt und diese mit den richtigen Schlüsseln füttert, kann gleich mehrere Pay-TV-Sender auf einmal sehen.
An dieser Stelle möchten wir noch einmal auf die rechtliche Situation hinweisen: Gegen den Kauf einer leeren Smartcard ist nichts einzuwenden, wenn die spätere Programmierung nicht zum Entschlüsseln von Pay-TV eingesetzt wird. Wer also nur seine Zeiterfassung oder seinen Garagenöffner-Code aufbringt, macht sich nicht strafbar. Ein ähnliches Szenario ergibt sich bei CD-Rohlingen. Wer nur Sicherheitskopien von legal erworbener Software bzw. Musiktiteln auf eine CD-R brennt, bekommt keine Probleme mit Justitia. Anders ist es hingegen bei Schwarz- oder Raubkopien. Solches Handeln ist illegal!
