Eine integrierte Speicherkontrolleinheit
Intel wird einige Zeit gebraucht haben, um AMD in diesem Punkt einzuholen, aber wie immer macht der Riese eben nur ganze Sachen. Dort, wo der Barcelona zwei Speicherkontrolleinheiten von 64 Bit mit DDR2-Unterstützung bietet, wartet Intel als Prunkstück seiner Produktpalette mit drei DDR3-Speicherkontrolleinheiten auf. An den DDR3-1333 gekoppelt, bietet der Nehalem so in manchen Konfigurationen eine Durchlassbreite von 32 GBit/s. Aber der Vorteil einer integrierten Speicherkontrolleinheit lässt sich auf dieser Ebene nicht wirklich messen. Sie ermöglicht es vor allem, die Latenz für den Speicherzugriff spürbar zu senken, was in einer Zeit, wo jeder Zugriff mehrere Hundert Zyklen kostet, mindestens genauso wichtig ist.
Wenn der Gewinn durch eine integrierte Speicherkontrolleinheit bezüglich der Latenz im Rahmen einer Desktop-Nutzung viel wert ist, so profitieren die Serverversionen ihrerseits vor allem von einer viel erweiterbareren Architektur im Rahmen einer Multisockel-Konfiguration. Dort, wo die Durchlassbreite früher konstant blieb, wenn man CPUs hinzufügte, vergrößert jede neu hinzufügte CPU künftig die Durchlassbreite, da jeder Prozessor einen lokalen Speicherraum zur Verfügung hat.
Natürlich ist das keine Wunderlösung: Man befindet sich dann in einer Konfiguration des Typs NUMA (Non Uniform Memory Access), was bedeutet, dass die Speicherzugriffe mehr oder weniger aufwändig sein können, je nachdem, wo sich die Daten befinden. Ein Zugriff auf den lokalen Speicher bietet natürlich die geringste Latenz und die größte Durchlassgröße, wohingegen ein Zugriff auf den entfernten Speicher es erforderlich macht, über die QPI-Verbindung zu gehen, was die Performance schwächt.
Die nachteilige Auswirkung auf die Performance ist ziemlich schwer zu bewerten, da sie von den Anwendungen und vom Betriebssystem abhängig ist. Intel gibt an, dass die Einbuße für einen entfernten Zugriff sich im Bereich von 70 % bewegt, was die Latenz betrifft. Die Bandbreite kann im Vergleich zu einem lokalen Zugriff zweimal geringer sein. Jedoch bekräftigt Intel, dass die Latenz selbst im Fall eines entfernten Zugriffs über die QPI-Verbindung geringer bleiben kann als die auf den früheren Prozessoren, wo die Speicherkontrolleinheit auf der Northbridge war. Diese Überlegungen gelten jedoch nur für Serveranwendungen, die schon vor langer Zeit entwickelt wurden und welche, die Eigenheiten im Sinne der NUMA-Konfigurationen haben.
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Toller Artikel, sehr interessant!
Nun bin ich noch mehr gespannt, was die CPUs nun wirklich bringen!
Wahrlich einer der besten Artikel der letzten Monate.
Schade nur dass der Nehalem so wenig L2-Cache bekommen wird.
Wenn dies einer der besten Artikel der letzten Monate ist...
Sehr informativ und verständlich geschrieben, sehr schön!
Der Nehale baucht nicht soviel 2nd level cache, dieser wurde bei den alten Architekturen primär zum Verstecken der miesen Speicheranbindung verwendet. Wir hatten die Gelegenheit unsere eigene Software (Raytracer) auf einem Nehalem-System zu testen und wurden ohne Anpassung (kein SSE4.1 oder SSE4.2 mit Beschleunigung von Faktor 2.5-3 belohnt). Ich denke der Grossteil der Beschleunigung ist einfach durch den (mittlerweile auch für Intel :-) Memorycontroller on-chip zurückzuführen. Gut, SMT hilft natürlich auch mit gut 25%. Alles in allem ein Höllenteil und für AMD sehe ich ernsthafte Probleme am Horizont. Die K10 Architektur hat so wie es derzeit aussieht absolut nichts dagegen zu setzen.
Euer Arno
Sehr informativ und der Nehalem erscheint ja fast unschlagbar. Da müsste AMD ganz schön nachziehen um da mithalten zu können.
Durch den integrierten Memorycontroller wird aber Intel wieder mehr mit Abwärme zu kämpfen haben. Die TDPs sollen ja größenteils über 110 W liegen.
Sehr schön wenn die CPUs bei Raytracing schneller sind, hoffe das die Entwicklung für RTGames verbessert.
"Intel wird einige Zeit gebraucht haben, um AMD in diesem Punkt einzuholen, aber wie immer macht der Riese eben nur ganze Sachen."
Genau solche Sätze bringen euch immer wieder den Vorwurf ein, dass eure Berichterstattung gekauft ist. Vielleicht solltet ihr euren Lektor feuern.
Stimmt aber teilweise, Intel hat einfach viel mehr Geldreserven um Eventualitäten schnell zu umschiffen, die können sich ja sogar noch Verzögerungen leisten und von der Anzahl der Mitarbeiter sind die auch größer wodurch die die Kräfte vielleicht. auch felxibler verteilen können.
Welche Probleme da dann später dank Speichercontroller noch auftreten werden wir ja sehen, aber bisher haben die ja noch keine gehypten Bugs wie der TLB-Bug bei AMD.
@Webstar
So ein Unsinn. Sie haben nur gesagt, dass sie ihre Sache gut gemacht haben, und haben auch begründet wieso.
Ich finde es lächerlich, dauernd auf solche Sätze zu lauern und aus jeder Mücke einen Elefanten zu machen.
Wenn alle Artikel zumindest auf diesem Niveau (kaum Rechtschreibfehler, fundierte Recherche, gutes Thema und verständliches Deutsch) wären, dann hätte tom's hardware seine frühere Qualität wieder erreicht.
stimme pornseller voll zu ^^
OMG bald ist es aus mit AMD. (wen das so weitergeht.
bald is es mit amd vorbei - das haben wir jetzt schon oft gehört
Die haben gerade ein paar Milliarden bekommen, so schnell werden wir die nicht los und das ist auch gut so.
wow eine neue cpu
mal benchmarks abwarten - wenn nicht 2 mal so schnell wie der alte "pro core gerechnet" dann ist es eher unbrauchbar.
Hey, alle wollen benchmarks? Kein Problem:
http://www.computerbase.de/news/ha [...] 0_293_ghz/
Keine Ahnung warum tomshardware diese Datein nicht im Artikel verarbeitet hat. Aber davon mal abgesehen, habt ihr den Artikel selbst geschrieben oder handelt es sich um "copy and paste"? Der Bericht ist richtig gut, sogar so gut, dass er zu den übrigen überhaupt nicht passt.
@bernddasBrot: Böse Welt... wie der den QX9770 versägt, ouhauaha
hehe... jep. Zudem wird er wohl nur ein fünftel kosten
.
was meint ihr, sollte man noch abwarten bis nov./dez. für den kauf eines neuen rechners oder bei den "alten" prozessoren zuschlagen? vielleicht werden die "alten" dann billiger. bin sehr unschlüssig.