Für diesen Artikel haben wir uns für den schnellsten Core i7-Prozessor entschieden, da Unterschiede bei der Speicher-Performance bei langsameren Prozessoren geringer sind. Dabei fiel unsere Wahl auf den neuen 3,33 GHz Core i7 975 Extreme. Dieser folgt auf den 3,2 GHz Core i7 965 und hat von diesem alle technischen Eigenschaften übernommen. Darunter: Der 45 nm Nehalem Kern, 6,4 GT/s Quick Path Interconnect (QPI), 8 MB L3-Cache, 256 KB L2-Cache für jeden der vier Kerne, Hyper Threading und Dynamic Speed Technologie (DST), die den Extreme Edition Core i7-Prozessor automatisch um eine Taktgeschwindigkeitsstufe übertaktet, sofern das innerhalb des 130 W Thermal Envelopes (TDP) möglich ist.
Abgesehen von der um 133 MHz höheren Taktrate, die tatsächlich wenig bedeutend ist, liegt der Hauptunterschied im verbesserten Stepping. Beim Core i7-975 handelt es sich um ein D0-Modell, wohingegen die i7-965 CPUs mit C0-Silizium hergestellt wurden. Wir haben die Taktrate des Core i7 manuell bei 3,46 GHz festgelegt, um so Performance-Abweichungen aufgrund der Dynamic Speed-Technologie zu vermeiden. 3,46 GHz entspricht einer Grundtaktung von 3,33 GHz plus der zusätzlichen 133 MHz (increment), die durch DST hinzukämen.
Hier der Link zur Produkt-Webseite des Herstellers:
http://www.intel.com/products/processor/corei7EE/index.htm
Plattform: Gigabyte GA-EX58-UD4P
Da wir bei Übertaktungsprojekten bereits diverse Motherboards von MSI benutzten und bei unseren 2009 CPU-Charts eine Asus-Plattform zum Einsatz kommt, wollten wir für diesen Test eine andere Plattform verwenden. Unsere Wahl fiel auf ein Gigabyte GA-EX58-UD4P, das auf dem X58 Express-Chipsatz basiert. Dieses Motherboard ist die gehobene Mainstream-Version des EX58 Extreme. Das Layout und die Basis-Hardware sind die gleichen wie beim Extreme, dem UD5 und dem UD4P – alle teilen den gleichen 12+2+2-Phasen-Spannungsregler, die PCI Express-Konfiguration und weitere Details. Allerdings unterscheiden sich die Modelle bei Eigenschaften wir der Heat-Pipe-Lösung, dem sekundären Gigabit-Controller und zusätzliche Schnittstellen.
Gigabyte hat ein gutes Gespür bei der Verfeinerung seiner Motherboard-Plattformen, indem es diese mit Energiesparfunktionen ausstattet oder das PCB mit zusätzlichem Kupfer versieht, um Widerstände zu verringern und die Signalqualität zu verbessern (Ultra Durable 3). Unterschiede zu herkömmlichen Motherboard-Designs findet man dabei, wenn Sie sich mit extremem Übertakten beschäftigen – dabei scheint die Hardware von Gigabyte solider. Schließlich ist es allerdings auch gut zu wissen, dass das preiswertere EX58-UD4 technisch annähernd identisch ist mit dem X58 Extreme für Enthusiasten.
Hier der Link zur Produkt-Webseite des Herstellers:
http://www.gigabyte.com.tw/Products/Motherboard/Products_Overview.aspx?ProductID=2986
Speicher: Corsair Dominator TR3X6G1600C8D (3x 2 GB)
Was High-End-Speicher angeht, so gilt Corsair als eine der Spitzenmarken. Wir haben DDR3-1600 Dominator-Speicher als Referenz-RAM für zahlreiche Tests in allen Tom’s Hardware-Laboren rund um die Welt eingesetzt. Der Sinn und Zweck dieses Tests ist, viele verschiedene Speichergeschwindigkeiten auszuprobieren und zudem schnelle wie auch langsame Timings zu testen. Der TR3X6G1600C8D schien dafür eine gute Wahl zu sein. Dieser kann auf Geschwindigkeiten von mehr als DDR3-1600 übertaktet werden, wobei auch ein Betrieb mit konservativen DDR3-800 möglich ist. Unsere Timings umfassten CL6-6-6-18 bis zu CL11-11-11-30.
Hier der Link zur Produkt-Webseite des Herstellers:
- Wann rüstet ihr immer auf und wie "intensiv"? [Off Topic]
- Neuer Intel Desktop - gut oder schlecht? [Prozessoren]
- [Hoax] Nvidia zieht sich teilweise zurück [Off Topic]
- Welches Netzteil für folgende Komponente? [PC im Eigenbau: Zusammenstellung und Konfiguration]
Haben Sie Fragen? Die Tom's Hardware Community hilft!
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Interessant. Wie so oft bringen die dreimal so teuren Module, abgesehen von dem Risiko Schäden an der Hardware herbeizuführen, die Stabilität zu gefährden und zusätzliche Abwärme durch erhöhte Spannungen zu produzieren, nicht wirklich viel im Alltag.
Etwas schade finde ich, daß nicht die JEDEC-Timings berücksichtigt wurden.
DDR3-1333 wird (siehe Seite 159: http://www.jedec.org/download/search/JESD79-3C.pdf) nur optional, aber nicht standardmäßig, mit 7-7-7 oder 10-10-10 timings angeboten. JEDEC-Konform wären 8-8-8 oder 9-9-9 Timings.
Da die Timings in manchen Benchmarks entscheidend zu sein scheinen und der Unterschied von 7-7-7 zu 10-10-10 bei den 1333ern recht deutlich ausfällt, wäre "der Standard" nett zu sehen gewesen.
Was an der Aussage "bringt nix" hast du denn nicht verstanden? Meinst Du das man den Unterschied von cl 777 zu 888 zu 999 zu 101010 merken würdest wenn man nichtmal von einem bemerkenswerten Unterschied zwischen DDR3 800 zu DDR3 1666 sprechen kann?? Hallo der Takt wurde VERDOPPELT und es bringt meist gerademal 1-3%, am besten sind erwartungsgemäß Benches wo große Datenmengen multithreaded verarbeitet werden - da kann die Differenz auch mal bis zu 13% ausmachen - ist aber wohl eher der seltenere Anwendungsfall. Naja .. es wird trotzdem noch genug "Enthusiasten" geben die Ihr Geld für sowas sinnloses wie DDR3 2000 rausschmeißen. - der einzigste echte Grund wäre wenn die CPU Übertaktbarkeit davon abhängt, ist z.B. bei meinem MB so - da läuft der Ram am maximum - aber die CPU hat noch etwas Luft. Das sollte aber nur bei einer Übertaktung von CPUs mit extrem kleinem Taktteiler der Fall sein - da man i.d.R. den Ram in Abhängigkeit vom FSB auch mehrere Taktstufen runtertakten kann. Beispiel: nativer Ram Takt 333Mhz - gewählt 200 MHZ (Board minimum) - übertaktet per FSB auf 400 Mhz.. theoretisch (CPU-)machbar 450 MHz - nur der Ram kanns halt net
Schöner Artikel und ausführlicher Vergleich.
Der Vorteil von DDR3 Ram mit 1600MHz und z.B. 7-7-7-20 ist, das er schneller ist als DDR3 1333 mit 6-6-6-18, und kostet fast gleich viel! Mit schneller mein ich nicht die Übertragungsrate, sondern die Timings.
Kauf ich doch lieber DDR3 1600 6GB für 130€ und kann den dann leiber untertakten, hab aber gute Timings!
Aber schöner Test ;-)
Eine Frage des glaubens ist das allemal!
Genau wie bei DDR und DDR2 ist der meist bunt beklebte Ram nutzlos, gut dass auch mal bestätigt zu bekommen
@aarfy:


Geht's noch? Lies doch erstmal den ersten Abschnitt meines Postings durch, bevor Du mir unterstellst, daß ich es nicht verstanden hätte, daß es keine merkbaren Auswirkungen hat.
Mir geht es in diesem Fall um die teilweise ungewöhnlich hohen Schwankungen zwischen den Extremen, also 7-7-7 gegen 10-10-10 Timings.
Das ist, bei den hohen Frameraten auch wieder egal, aber nicht einfach zu ignorieren. Hier würde mich schon interessieren, ob die Einhaltung der JEDEC-Timings, für die vielleicht sogar die CPU-Architektur optimiert wurde, mittig einzuordnen ist oder eventuell sogar besser abschneidet, als es anhand der Timings zu vermuten wäre.
Takt und Timing sind zudem zwei paar Schuhe, wie in dem Artikel vollkommen korrekt formuliert und bewiesen wurde.
Also versuch bitte nicht meine Frage nach JEDEC-Konformen Timings mit Taktraten zu erschlagen. Das klappt nicht, da es etwas vollkommen anderes ist.
Zudem sind mir persönlich Taktraten, die nicht innerhalb der Spezifikationen der Hardware liegen und zusätzlich sogar nur mit erhöhten Spannungen genutzt werden können, herzlich egal. Die Aufführung im Test finde ich trotzdem gerechtfertigt, da er genau das Verhalten untersucht.
Mich stört es nur ein wenig, daß Extremfall gegen Extremfall getestet wurde und dabei der Standard, also das, was man im normalfall ohne Eingriffe in die Timings erhält, unter den Tisch fällt.
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@Autor:
Falls irgendwann eine Fortsetzung geschrieben wird, wie wäre es dann mit einer Untersuchung der Auswirkung der QPI-Taktrate.
Bei Xeons und auch der i7er Baureihe ist es z.B. so, daß der QPI-Takt je nach Modell zwischen 4,8 und 6,4 GT/s liegt.
Da wäre es Interessant zu sehen, ob die schnelleren i7er durch den flotteren QPI ebenfalls profitieren, oder ob das ebenso unerheblich ist, wie besonderer Speicher.
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Und nochmal für alle: Es ist gut auch mal zu zeigen, daß etwas nichts bringt, anstelle mystische Wunderzahlen zu produzieren, die wer-weiß-was versprechen. Durch eine geschickte Auswahl der Benchmarks mit großen Abweichungen und eine Unterschlagung der anderen Testergebnisse hätte man genau so gut den RAM-Hype unterstützen können. So kann sich jeder selbst ein Bild machen, wo es, wenn überhaupt, messbare Unterschiede gibt.
Für die Hardcore-Overclocker, die nur nach dem nächsten Benchmarkrekord schmachten, mag soetwas tatsächlich wichtig sein. Für alle anderen aber nicht.
@GhostRider: Gute Idee... ich dachte zuerst an eine Reihe Benchmarks mit verschiedenen CPUs, bei denen wir L2- und L3-Cache abschalten. Das würde zeigen, wie Cache-abhängig die jeweiligen CPUs heute sind und was schnellerer Speicher dann brächte.
@Pzero:
Auch gut!
Mit meinem Vorschlag wollte ich nicht sagen, daß andere Tests weniger gut oder weniger Interessant wären.
Vielleicht kann man sogar beides unter einen Hut bringen - je nach Aufwand. Soetwas ist vorher immer schwer abzuschätzen.