Anzeige
Mehr aus dem Bereich
 Testberichte über Arbeitsspeicher/RAM
Alle Arbeitsspeicher/RAM Tests

Newsletters


  • Ihre Probleme und Fragen zu Computer-Technik
  • Abschicken

Partner

RAM-Geschwindigkeit, Teil 2: Core i7 mit DDR3-800 bis 1600 getestet

18:31 - 17/06/2009 von Patrick Schmid, Achim Roos

Für die Core i7-Familie gibt Intel lediglich DDR3-1066 als Standard-Speichertakt an, wobei allerdings Geschwindigkeiten zwischen DDR3-800 und DDR3-1600 durchaus möglich sind. Durch aggressives Übertakten mit zusätzlicher Spannung erzielt man auch noch höhere Taktraten; allerdings rät Intel davon ab, um Schäden am Speicher-Controller des Core i7 zu vermeiden. Aber welche Geschwindigkeit eignet sich für den Core i7 am besten? Ist teurer High-Speed-Speicher sein Geld auf der Core-i7-Plattform wert?

1-, 2- oder 3-Kanal?

Speicherbandbreite war schon immer wichtig, da diese zur Maximierung der CPU-Performance unabdingbar ist. Heutzutage verwendet man dabei normalerweise DDR3 und DDR2 – die Bezeichnung für DDR-Speicher dritter und zweiter Generation. Jede neue DDR-Speichergeneartion (DDR = Double Data Rate) konnte mit schnelleren Taktraten betrieben werden, wodurch auch neue Speichermodule und Unterstützung durch Chipsätze notwendig sind. Allerdings ist es auch möglich, die Speicherbandbreite durch die Erweiterung des Datenpfades zu erhöhen. Deshalb haben AMD und Intel 2002 den 2-Kanal Speicherbetrieb eingeführt, wodurch die Bandbreite von 64 auf 128 Bit verdoppelt wurde. Den nächsten Schritt ging Intel 2008, als das Unternehmen mit dem Core i7-Prozessor für den Desktop-Markt auch 3-Kanal-DDR auf den Markt gebracht hat.

Performance: Cache contra RAM

Allerdings werden der Core i7 und die gleichartigen Xeon-Prozessoren vorerst wohl die einzigen 3-Kanal-Produkte im Prozessor-Angebot von Intel bleiben. Zukünftige Plattformen und Prozessoren werden weiterhin auf zwei Kanälen beruhen – und das aus gutem Grund: Während Zwei-Kanal-Speicher vor wenigen Jahren wirklich noch einen Unterschied gemacht hat, haben zunehmende Cache-Kapazitäten den Negativeinfluss unzureichender Speicherbandbreiten abgefedert. Das bedeutet, der Unterschied zwischen Drei-, Zwei- oder sogar Ein-Kanal-Speicher ist heutzutage nicht mehr so groß ist wie noch vor wenigen Jahren.

Dreikanal gewinnt. Aber welche Geschwindigkeit und Timings?

Dank fallender DDR3-Preise gibt es an dieser Stelle keinen Grund, die Speicherkapazität oder -konfiguration zu diskutieren. Beim Core i7 sollte es Drei-Kanal-Speicher und optimalerweise ein 3x 2-GB DDR3 Memory Kit sein – diese Kits mit 6 GB bieten derzeit das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für anspruchsvolle Anwender.

Unterschiede bei Performance und Verhalten mit 3 GB, 6 GB und 12 GB RAM haben wir bereits zuvor auf einem Core i7-System intensiv getestet. Jetzt wird es Zeit, die heute möglichen RAM-Geschwindigkeiten und Timings mit der populären Kapazität von 6 GB RAM auf deren Performance zu untersuchen. Welche DDR3-Speicherkonfiguration ist die beste?

Anzeige
Kommentare zum Beitrag
derGhostrider 17/06/2009 22:32
Ausblenden
-0+

Interessant. Wie so oft bringen die dreimal so teuren Module, abgesehen von dem Risiko Schäden an der Hardware herbeizuführen, die Stabilität zu gefährden und zusätzliche Abwärme durch erhöhte Spannungen zu produzieren, nicht wirklich viel im Alltag.


Etwas schade finde ich, daß nicht die JEDEC-Timings berücksichtigt wurden.

DDR3-1333 wird (siehe Seite 159: http://www.jedec.org/download/search/JESD79-3C.pdf) nur optional, aber nicht standardmäßig, mit 7-7-7 oder 10-10-10 timings angeboten. JEDEC-Konform wären 8-8-8 oder 9-9-9 Timings.

Da die Timings in manchen Benchmarks entscheidend zu sein scheinen und der Unterschied von 7-7-7 zu 10-10-10 bei den 1333ern recht deutlich ausfällt, wäre "der Standard" nett zu sehen gewesen.

aarfy 18/06/2009 06:20
Ausblenden
-2+

Was an der Aussage "bringt nix" hast du denn nicht verstanden? Meinst Du das man den Unterschied von cl 777 zu 888 zu 999 zu 101010 merken würdest wenn man nichtmal von einem bemerkenswerten Unterschied zwischen DDR3 800 zu DDR3 1666 sprechen kann?? Hallo der Takt wurde VERDOPPELT und es bringt meist gerademal 1-3%, am besten sind erwartungsgemäß Benches wo große Datenmengen multithreaded verarbeitet werden - da kann die Differenz auch mal bis zu 13% ausmachen - ist aber wohl eher der seltenere Anwendungsfall. Naja .. es wird trotzdem noch genug "Enthusiasten" geben die Ihr Geld für sowas sinnloses wie DDR3 2000 rausschmeißen. - der einzigste echte Grund wäre wenn die CPU Übertaktbarkeit davon abhängt, ist z.B. bei meinem MB so - da läuft der Ram am maximum - aber die CPU hat noch etwas Luft. Das sollte aber nur bei einer Übertaktung von CPUs mit extrem kleinem Taktteiler der Fall sein - da man i.d.R. den Ram in Abhängigkeit vom FSB auch mehrere Taktstufen runtertakten kann. Beispiel: nativer Ram Takt 333Mhz - gewählt 200 MHZ (Board minimum) - übertaktet per FSB auf 400 Mhz.. theoretisch (CPU-)machbar 450 MHz - nur der Ram kanns halt net

3D Mann 18/06/2009 12:20
Ausblenden
-0+

Schöner Artikel und ausführlicher Vergleich.

fruechtetee 18/06/2009 14:20
Ausblenden
-0+

Der Vorteil von DDR3 Ram mit 1600MHz und z.B. 7-7-7-20 ist, das er schneller ist als DDR3 1333 mit 6-6-6-18, und kostet fast gleich viel! Mit schneller mein ich nicht die Übertragungsrate, sondern die Timings.

Kauf ich doch lieber DDR3 1600 6GB für 130€ und kann den dann leiber untertakten, hab aber gute Timings!

Aber schöner Test ;-)
Eine Frage des glaubens ist das allemal!

f1delity 18/06/2009 14:55
Ausblenden
-0+

Genau wie bei DDR und DDR2 ist der meist bunt beklebte Ram nutzlos, gut dass auch mal bestätigt zu bekommen :)

derGhostrider 18/06/2009 15:24
Ausblenden
-1+

@aarfy:
Geht's noch? Lies doch erstmal den ersten Abschnitt meines Postings durch, bevor Du mir unterstellst, daß ich es nicht verstanden hätte, daß es keine merkbaren Auswirkungen hat.

Mir geht es in diesem Fall um die teilweise ungewöhnlich hohen Schwankungen zwischen den Extremen, also 7-7-7 gegen 10-10-10 Timings.

Das ist, bei den hohen Frameraten auch wieder egal, aber nicht einfach zu ignorieren. Hier würde mich schon interessieren, ob die Einhaltung der JEDEC-Timings, für die vielleicht sogar die CPU-Architektur optimiert wurde, mittig einzuordnen ist oder eventuell sogar besser abschneidet, als es anhand der Timings zu vermuten wäre.

Takt und Timing sind zudem zwei paar Schuhe, wie in dem Artikel vollkommen korrekt formuliert und bewiesen wurde.
Also versuch bitte nicht meine Frage nach JEDEC-Konformen Timings mit Taktraten zu erschlagen. Das klappt nicht, da es etwas vollkommen anderes ist.

Zudem sind mir persönlich Taktraten, die nicht innerhalb der Spezifikationen der Hardware liegen und zusätzlich sogar nur mit erhöhten Spannungen genutzt werden können, herzlich egal. Die Aufführung im Test finde ich trotzdem gerechtfertigt, da er genau das Verhalten untersucht.

Mich stört es nur ein wenig, daß Extremfall gegen Extremfall getestet wurde und dabei der Standard, also das, was man im normalfall ohne Eingriffe in die Timings erhält, unter den Tisch fällt.


-----------------


@Autor:
Falls irgendwann eine Fortsetzung geschrieben wird, wie wäre es dann mit einer Untersuchung der Auswirkung der QPI-Taktrate.
Bei Xeons und auch der i7er Baureihe ist es z.B. so, daß der QPI-Takt je nach Modell zwischen 4,8 und 6,4 GT/s liegt.
Da wäre es Interessant zu sehen, ob die schnelleren i7er durch den flotteren QPI ebenfalls profitieren, oder ob das ebenso unerheblich ist, wie besonderer Speicher.


-----------------

Und nochmal für alle: Es ist gut auch mal zu zeigen, daß etwas nichts bringt, anstelle mystische Wunderzahlen zu produzieren, die wer-weiß-was versprechen. Durch eine geschickte Auswahl der Benchmarks mit großen Abweichungen und eine Unterschlagung der anderen Testergebnisse hätte man genau so gut den RAM-Hype unterstützen können. So kann sich jeder selbst ein Bild machen, wo es, wenn überhaupt, messbare Unterschiede gibt.

Für die Hardcore-Overclocker, die nur nach dem nächsten Benchmarkrekord schmachten, mag soetwas tatsächlich wichtig sein. Für alle anderen aber nicht. ;)

pzero 18/06/2009 15:33
Ausblenden
-0+

@GhostRider: Gute Idee... ich dachte zuerst an eine Reihe Benchmarks mit verschiedenen CPUs, bei denen wir L2- und L3-Cache abschalten. Das würde zeigen, wie Cache-abhängig die jeweiligen CPUs heute sind und was schnellerer Speicher dann brächte.

derGhostrider 18/06/2009 15:36
Ausblenden
-0+

@Pzero:
Auch gut! :)
Mit meinem Vorschlag wollte ich nicht sagen, daß andere Tests weniger gut oder weniger Interessant wären.
Vielleicht kann man sogar beides unter einen Hut bringen - je nach Aufwand. Soetwas ist vorher immer schwer abzuschätzen.

Google Anzeigen

Verwandte Testberichte