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Synology Diskstation DS408

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00:00 - 27/09/2008 von Marcel Binder

Das Synology DS408 ist in Online-Shops ab etwa 520 Euro ohne Festplatten erhältlich. Der Kauf eines solchen Leergehäuses bietet sich vor allem dann an, wenn zum Beispiel durch eine Computer-Aufrüstung noch ungenutzte Festplatten vorhanden sind und diese weiterverwendet werden sollen.

Alternativ zum reinen NAS-Gehäuse lässt sich das DS408 in Online-Shops auch mit diversen Festplattenkonfigurationen erwerben. Der Preis für die kleinste Ausstattung mit einer 500 GB Festplatte liegt bei etwa 630 Euro. Wer tiefer in die Tasche greifen kann und eine Gesamtspeicherkapazität von sechs Terabyte möchte zahlt für das DS408 mit dieser Festplattenausstattung etwa 1200 Euro. Eine gängige Ausstattung mit vier 1-Terabyte-Festplatten ist ab etwa 1060 Euro erhältlich.

Verarbeitung

Auch wenn die Anschaffung einer Diskstation DS408 eine kostspielige Sache ist: man erhält zu diesem Preis ein gut verarbeitetes Gerät mit im Vergleich zu anderen Geräten ähnlichen Preisklasse sehr guten Datenübertragungsraten. Hierzu jedoch später mehr.

Das Gehäuse des DS408 NAS-Geräts besteht fast komplett aus Metall. Nur die Front ist aus glänzendem, schwarzem Kunststoff, was dem Gesamterscheinungsbild jedoch nicht abträglich ist. Denn die Festplatten werden im Gegensatz zu anderen Geräten durch das Öffnen der Rückseite in das DS408 eingebaut. Dadurch existieren keine beweglichen Kunststoffteile, die abbrechen könnten. Die Front ist schlicht und funktional gehalten und informiert über den Status der einzelnen Festplatten, den Status des Geräts sowie über LAN-Aktivitäten.

Negativ ist allerdings anzumerken, dass das DS408 keinen Einbau der Festplatten mittels eines Wechselrahmens vorsieht, was in dieser Preisklasse nicht nur zum guten Ton gehört, sondern bereits als Standard anzusehen ist. Die Festplatten werden im Gerät mit Schrauben fest eingebaut. Durch dieses Konzept ist der Austausch einer defekten Festplatte mit einem hohen Aufwand verbunden.

Die rückwärtige Gehäusewand des DS408 ist mit einem Scharnier versehen und lässt sich nach dem Entfernen vierer Daumenschrauben nach unten klappen. Ist die Rückwand des DS408 geöffnet, muss zum befestigen der Festplatten das restliche Gehäuse entfernt werden. Dies lässt sich entgegen der Erwartungen jedoch sehr einfach bewerkstelligen.

Sind die Festplatten mit dem Festplattenkäfig verschraubt wird das Gehäuse einfach wieder zusammengesetzt. Die Passgenauigkeit der einzelnen Teile ist dabei sehr gut. Eine richtige Fummelei hingegen ist das Anschließen der einzelnen SATA-Strom- und Datenkabel auf engstem Raum. Auch beim Zuklappen der hinteren Gehäusewand ist Aufmerksamkeit und Fingerspitzengefühl gefragt. Der an der Rückseite angebrachte 80 mm große Lüfter steht tief ins Gehäuse hinein und schnell sind beim Schließen der Klappe die Kabel eingeklemmt.

Während unserer Tests bemerkten wir nach einigen Stunden Betriebszeit beim Anschließen einer weiteren Festplatte, dass ein passiver Kühler auf dem Motherboard aus seiner Halterung gesprungen war. Wir können allerdings über die Umstände nur mutmaßen und vermuten, dass sich der Kühlköper beim Transport gelockert hatte. Die Wärmeentwicklung tat dann ihren Rest und sorgte für das Versagen des Systems. Ein Umstand, der dieser Preisklasse nicht auftreten darf.

Lieferumfang

Der Lieferumfang der Synology Diskstation DS408 fällt im Vergleich zu anderen NAS-Geräten etwas üppiger aus. Dies hat allerdings weniger mit der Großzügigkeit des Herstellers zu tun als mit dem Einbaukonzept der Festplatten. So befinden sich neben einem externen Netzteil, einem Ethernet-Netzwerkkabel, einer Bedienungs- und Schnellstartanleitung noch jeweils vier SATA Strom- und Datenkabel in der Verpackung. Nicht vergessen werden darf die beiliegende CD, die das Dienstprogramm Synology Assistant sowie eine Kopie der Firmware des NAS-Geräts enthält.

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Kommentare zum Beitrag
johannes_franke 28/09/2008 17:53
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Nettes Gerät, mich würde allerdings das mit dem Wechseln der Festplatten schon nerven. Hotswap ist so nicht möglich, da ist also ein Plattentausch oder -defekt gleich mit einer Downtime verbunden. Die DS508 vom gleichen Hersteller hätte diese Einschränkung übrigens nicht.

By the way: heißt das wirklich "Daumenschrauben"? ^^

Kampfgnom 28/09/2008 17:57
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Nehmen wir einmal an ich kenne mich sehr gut mit Linux aus und habe Spaß daran ein Server-System zusammenzustellen und zu konfigurieren - nur per Konsole natürlich.
Macht es dann mehr Sinn solch NAS zu verwenden, oder soll ich doch lieber für 500 Euro einen PC mit ordentlichem RAID-Controller, beliebiger Erweiterbarkeit, sicherer Verschlüsselung und beliebigen weiteren Funktionen (Streaming, torrents, Webserver, Jabber-Server, ...).
Demnächst muss ich ein komplettes LAN neu einrichten, und schwanke zwischen NAS und eigenem Server. Danke

Anonymer Nutzer 28/09/2008 18:14
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Wurden mit Daumenschrauben früher nicht Hexen gefoltert? ;)

B2T: Das NAS sieht echt gut aus, nur ein Torrent Client scheint zu fehlen aber bei QNap z.B. funktionieren die eh nicht wie sie sollten..

kmueho 29/09/2008 03:40
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Leider fehlt in den Benchmark-Ergebnisen der Vergleich mit den Thecus-Modellen N5200PRO und i5500. Das ältere Modell (N5200PRO) erreicht etwa die gleichen Leistungswerte (bis 40MByte/s - habe ich selber). Das i5500 soll laut Hersteller doppelt so schnell sein (hätte ich gern - bzw. wüsste ich gern, wie schnell das Ding tatsächlich ist).

Diese Modelle bieten 5 Festplatten Platz, unterstützen zusätzlich RAID 6, 10 und JBOD sowie die Möglichkeit Teile des NAS-RAIDs auch per iSCSI wie eine lokale Disk (z.B. mit NTFS) zu verwalten. Außerdem wird Hotswap (ohne wildes Geschraube) sowie Online-Rekonstruktion des RAIDs nach dem Austausch einer defekten Platte geboten. Und NFS für Unix/Linux ist hier auch kein Problem. Von der Secure-Webdisk-Funktion (via https://), die einen weltweiten und sicheren Zugang zu den eigenen Daten ermöglicht, kann das getestete Gerät (und dessen Besitzer) wohl auch nur träumen....

Ich wüsste gerne, warum diese Geräte von THG totgeschwiegen werden.

Anonymer Nutzer 29/09/2008 09:43
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Sehr schöner Test.

Ich hätte wenn ich der Redakteur wäre mich vorher nochmal informiert bevor ich den Test veröffentliche ob sich da nicht was geändert hat.

Seit dem 22.09 gibt es eine neue Firmware für das DS-408.
Folgender Ausschnitt aus den Release Notes:
NFS Support
Virtual Host
Additional 45 IP Cameras Support
Siehe h**p://synology.com/enu/support/releaseNote/DS408.php

Ich besitze seit 3 Jahren Produkte des herstellers und bin mehr als zufrieden.
Benutze es als UPNP Server für XBOX360 und Showcenter. Läuft super.

Als Info die Software Features vom Betriebssystem sind bei fast allen NAS Geräten von Synology gleich das einzige was die Geräte unterscheidet ist die Hardware.
Desweiteren ist es auch möglich per SSH oder Telnet auf das NAS zuzugreifen um Beispielsweise ein Mailserver wie QMAIL zu installieren.
Natürlich sollte man sich dann mit Linux auskennen, da es eine CPU mit PPC Architektur ist findet man auch relativ "viel" Software zum erweitern.

Gruß
Nordic

spartaner 29/09/2008 10:01
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@Kampfgnom:

Du kriegst aber kein Serversystem MIT ordentlichem RAID-Controller für ins. max. 500 Euro. Habe ich schon des öfteren zu erreichen versucht...ein vier-Kanal Hardware-Controller kostet alleine schon mindestens 235 Euro (3Ware Escalade 9550SXU-4 S-ATA2 Bulk).

Für 5 * 400GB Platten (1x Schrankreserve, 4x Betrieb) bist Du dann nochmal 225 Euro los und hast noch keine Hardware drumherum. Das billigste "Drumherum" beinhaltet folgendes: Sempron 64 LE-1150 Tray, Arctic Cooling Alpine 64 GT, ASRock ALiveNF6P-VSTA, 2 x MDT DIMM 512MB PC2-6400U CL5 (M512-800-8), Gehäuse Tronje T-120 schwarz und ne Seagate Barracuda 80GB SATAII ST380815AS fürs System. Alles zusammen bei HoH für 135 Euro inkl. Vk.

Und da spare ich schon am Mainboard, denn eines, das perfekt für den PCI-X Controller wäre, kostet dann gleich um die 200 Euro. So läuft der Controller nur im Kompatibilitäts-Modus zu Standard-PCI, also auch mit reduziertem Durchsatz, der auf keinen Fall besser sein dürfte als der des gegenständlichen NAS.

Und selbst so sind's schon 590 Euro.

Grüsse, Spartaner

Frederika 29/09/2008 12:05
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Mit den Daumenschrauben sind Rändelschrauben gemeint. Sollte ein Fachautor allerdings in der Tat kennen oder vorher mal nachfragen.

Frederika

Anonymer Nutzer 30/09/2008 12:09
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Ich selbst besitze die Synology DS207, die abgespeckte Version mit zwei Festplatten, und Synology ist einfach nur der Hammer. Angefangen von der Verwaltung über die Weboberfläche bis hin zu den regelmäßigen Firmwares, die mehr und mehr Funktionen einbinden. Man ist also softwaretechnisch sehr aktuell gehalten. Außerdem bekam ich auf meine Supportanfrage über Nacht eine Antwort.

Natürlich könnte man sich so ein System selbst bauen. Der Aufwand und die Verwaltung wäre jedoch um einiges stressiger - und so: Synology macht das schon!

RaF 30/09/2008 17:47
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Hallo,

was mich doch noch sehr interessieren würde, ist der Punkt Lautstärke. Andere Anbieter haben teilweise ja größere und dafür langsam laufendere Lüfter - wie ist denn zumindest der subjektive Eindruck dieses Gerätes?

Grüße!
RaF

Anonymer Nutzer 01/10/2008 09:59
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@ Santanah
Meine DS407 hat einen Torrent Client, dann wird es die 408 auch haben.
Der funktioniert einwandfrei.

@RaF
Lautstärke ist vernachlässigbar, wenn andere Umgebungsgeräusche vorhanden sind. Direkt neben dem Bett wollte ich sie nicht haben.

Gruß

Anonymer Nutzer 04/01/2009 20:47
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DS408 kann auch https und Raid 6. Einzig wirkliches Manko ist Cold Swap. Leider nur beim DS508 zu finden.
QNAP ist mit dem TS-409 Pro nicht ganz so performant. Bietet dafür auch Hot Swap.
Thecus bietet für das 5200 (Pro) nicht einmal SSH an :)

Anonymer Nutzer 04/01/2009 20:54
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pardon, verdrückt ausgekehrt. das DS408 kann leider kein Hot Swap, nur das größere DS508

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