Das Gewicht der Synology Diskstation DS408 beträgt ohne Festplatten etwa 2,2 kg. Mit Abmessungen von etwa 17 cm Höhe, 18 cm Breite und einer Tiefe von 23 cm ist das NAS-Gerät recht kompakt. Über einen Gigabit-Ethernet-Anschluss wird das DS408 an das Netzwerk angeschlossen. Über zwei USB-Anschlüsse an der Rückseite des NAS-Geräts können externe Speichermedien sowie USB-Drucker angeschlossen werden. Ebenfalls über USB kommuniziert das DS408 optional mit einer unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV).
Auf Internet getrimmt
Im Inneren der DS408 verrichtet ein auf der PowerPC-Architektur basierender und mit 800 MHz getakteter Freescale MPC8543-Prozessor seinen Dienst. Unterstützt von 512 MB Hauptspeicher gewährleistet dies nicht nur ein schnelles Ansprechen der webbasierten Konfigurationsoberfläche. Diese mit anderen NAS-Geräten vergleichsweise üppige Hardwareausstattung kommt auch den weiteren Applikationen der DS408 zugute.
Neben dem Speichern von Daten kann die Diskstation DS408 auch noch als Webserver mit PHP- und MySQL-Unterstützung verwendet werden. Darüber hinaus bietet das NAS-Gerät noch das einfache Veröffentlichen von Bildern und Videos im Internet, ein Blog mit integriertem Benutzer-Management sowie den Zugriff auf gespeicherte Dateien per Web-Oberfläche an.
UPnP-Server und Netzwerkprotokolle
Der UPnP-fähige (Universal Plug and Play) Multimedia-Dienst sowie ein iTunes-Server stellen Audio-, Video- und Bilddateien im Netzwerk unkompliziert zur Verfügung. Unterstützt werden hierbei alle gängigen Formate wie MP3, WMA, WAV, MPEG2, MPEG4, VOB und XviD.
Hinsichtlich des Betriebs der DS408 in einem heterogenen Netzwerk gibt es zum momentanen Zeitpunkt noch Einschränkungen. So werden zwar die Protokolle SMB/CIFS sowie AFP unterstützt, Nutzer von Linux, die auf Freigaben per NFS zugreifen möchten, müssen sich etwas gedulden: Dieses Feature soll in einer der kommenden Firmware-Updates implementiert werden, welches sich bereits in der Beta-Phase befindet.
Für eine nahtlose Integration des NAS-Geräts in eine Windows-Domäne sorgt die ADS-Unterstützung (Active Directory Service). Hiermit ist es auch möglich, Benutzer auf der Diskstation DS408 nicht nur über SMB/CIFS oder AFP zu authentifizieren. Auch die Authentifizierung beim Zugriff über das FTP-Protokoll ist damit gewährleistet.
Um Daten, die auf dem NAS-Gerät über den Windows Explorer versehentlich gelöscht werden, nicht unwiederbringlich zu verlieren, kann der sogenannte CIFS-Papierkorb auf der Diskstation DS408 aktiviert werden. Dieser funktioniert wie der Windows Papierkorb und lässt sich unter anderem über die Administrationsoberfläche leeren.
Konfiguration mit AJAX
Hat man nach der Installation der Festplatten die aktuelle Firmware mittels der mitgelieferten Software "Synology Assistant" auf das NAS-Gerät aufgespielt, erfolgt die weitere Konfiguration des DS408 vollständig über ein AJAX-basiertes Web-Interface. Erreichbar ist dieses auf dem Port 5000 der Diskstation, da Port 80 für den integrierten Web-Server vorgesehen ist.
Kann man sich über den Sinn und Einsatz der AJAX-Technologie auf Internetseiten streiten, zeigt Synology, wie man diese Technologie auch auf Endgeräten vernünftig umsetzen und verwenden kann. Konfiguriert man die Diskstation hat man nicht das Gefühl, ein Gerät im Netzwerk, sondern eine lokale Windows-Anwendung zu bedienen.
Die Web-Oberfläche ist klar strukturiert und einfach aufgebaut. Assistenten für verschiedene Aufgaben wie das Anlegen von Benutzern oder das Einrichten von Freigaben erleichtern den Einstieg. Doch auch fortgeschrittene Anwender finden sich auf Anhieb zurecht und zum Beispiel das Einrichten einer Benachrichtigung per E-Mail im Falle eines auftretenden Fehlers im Betrieb ist im Handumdrehen erledigt.
Ebenso einfach wie unkompliziert erfolgt die Konfiguration des Webservers, des Blogs oder der Überwachungsstation, welche auf bis zu 10 IP-Kameras zugreifen und diese zentral verwalten kann. Selbst das Einrichten und Verwalten einer Sicherung von Daten über das Netzwerk wird so zum Kinderspiel.
Inkompatibilitäten bei der Verwendung verschiedener Browser haben wir während unseres Tests nicht feststellen können. Sowohl mit dem Internet-Explorer wie auch dem Firefox funktionierte die Web-Oberfläche ohne Einschränkungen. Selbst Googles Browser Chrome machte keine Probleme - im Gegenteil. Er baute die Seiten schneller auf und vermittelte noch mehr das Gefühl eine lokale Windows-Anwendung zu konfigurieren.
Eine vollständige Übersicht über die Funktionen der Web-Oberfläche finden Sie in unserer Bilderstrecke.
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Nettes Gerät, mich würde allerdings das mit dem Wechseln der Festplatten schon nerven. Hotswap ist so nicht möglich, da ist also ein Plattentausch oder -defekt gleich mit einer Downtime verbunden. Die DS508 vom gleichen Hersteller hätte diese Einschränkung übrigens nicht.
By the way: heißt das wirklich "Daumenschrauben"? ^^
Nehmen wir einmal an ich kenne mich sehr gut mit Linux aus und habe Spaß daran ein Server-System zusammenzustellen und zu konfigurieren - nur per Konsole natürlich.
Macht es dann mehr Sinn solch NAS zu verwenden, oder soll ich doch lieber für 500 Euro einen PC mit ordentlichem RAID-Controller, beliebiger Erweiterbarkeit, sicherer Verschlüsselung und beliebigen weiteren Funktionen (Streaming, torrents, Webserver, Jabber-Server, ...).
Demnächst muss ich ein komplettes LAN neu einrichten, und schwanke zwischen NAS und eigenem Server. Danke
Wurden mit Daumenschrauben früher nicht Hexen gefoltert?
B2T: Das NAS sieht echt gut aus, nur ein Torrent Client scheint zu fehlen aber bei QNap z.B. funktionieren die eh nicht wie sie sollten..
Leider fehlt in den Benchmark-Ergebnisen der Vergleich mit den Thecus-Modellen N5200PRO und i5500. Das ältere Modell (N5200PRO) erreicht etwa die gleichen Leistungswerte (bis 40MByte/s - habe ich selber). Das i5500 soll laut Hersteller doppelt so schnell sein (hätte ich gern - bzw. wüsste ich gern, wie schnell das Ding tatsächlich ist).
Diese Modelle bieten 5 Festplatten Platz, unterstützen zusätzlich RAID 6, 10 und JBOD sowie die Möglichkeit Teile des NAS-RAIDs auch per iSCSI wie eine lokale Disk (z.B. mit NTFS) zu verwalten. Außerdem wird Hotswap (ohne wildes Geschraube) sowie Online-Rekonstruktion des RAIDs nach dem Austausch einer defekten Platte geboten. Und NFS für Unix/Linux ist hier auch kein Problem. Von der Secure-Webdisk-Funktion (via https://), die einen weltweiten und sicheren Zugang zu den eigenen Daten ermöglicht, kann das getestete Gerät (und dessen Besitzer) wohl auch nur träumen....
Ich wüsste gerne, warum diese Geräte von THG totgeschwiegen werden.
Sehr schöner Test.
Ich hätte wenn ich der Redakteur wäre mich vorher nochmal informiert bevor ich den Test veröffentliche ob sich da nicht was geändert hat.
Seit dem 22.09 gibt es eine neue Firmware für das DS-408.
Folgender Ausschnitt aus den Release Notes:
NFS Support
Virtual Host
Additional 45 IP Cameras Support
Siehe h**p://synology.com/enu/support/releaseNote/DS408.php
Ich besitze seit 3 Jahren Produkte des herstellers und bin mehr als zufrieden.
Benutze es als UPNP Server für XBOX360 und Showcenter. Läuft super.
Als Info die Software Features vom Betriebssystem sind bei fast allen NAS Geräten von Synology gleich das einzige was die Geräte unterscheidet ist die Hardware.
Desweiteren ist es auch möglich per SSH oder Telnet auf das NAS zuzugreifen um Beispielsweise ein Mailserver wie QMAIL zu installieren.
Natürlich sollte man sich dann mit Linux auskennen, da es eine CPU mit PPC Architektur ist findet man auch relativ "viel" Software zum erweitern.
Gruß
Nordic
@Kampfgnom:
Du kriegst aber kein Serversystem MIT ordentlichem RAID-Controller für ins. max. 500 Euro. Habe ich schon des öfteren zu erreichen versucht...ein vier-Kanal Hardware-Controller kostet alleine schon mindestens 235 Euro (3Ware Escalade 9550SXU-4 S-ATA2 Bulk).
Für 5 * 400GB Platten (1x Schrankreserve, 4x Betrieb) bist Du dann nochmal 225 Euro los und hast noch keine Hardware drumherum. Das billigste "Drumherum" beinhaltet folgendes: Sempron 64 LE-1150 Tray, Arctic Cooling Alpine 64 GT, ASRock ALiveNF6P-VSTA, 2 x MDT DIMM 512MB PC2-6400U CL5 (M512-800-8), Gehäuse Tronje T-120 schwarz und ne Seagate Barracuda 80GB SATAII ST380815AS fürs System. Alles zusammen bei HoH für 135 Euro inkl. Vk.
Und da spare ich schon am Mainboard, denn eines, das perfekt für den PCI-X Controller wäre, kostet dann gleich um die 200 Euro. So läuft der Controller nur im Kompatibilitäts-Modus zu Standard-PCI, also auch mit reduziertem Durchsatz, der auf keinen Fall besser sein dürfte als der des gegenständlichen NAS.
Und selbst so sind's schon 590 Euro.
Grüsse, Spartaner
Mit den Daumenschrauben sind Rändelschrauben gemeint. Sollte ein Fachautor allerdings in der Tat kennen oder vorher mal nachfragen.
Frederika
Ich selbst besitze die Synology DS207, die abgespeckte Version mit zwei Festplatten, und Synology ist einfach nur der Hammer. Angefangen von der Verwaltung über die Weboberfläche bis hin zu den regelmäßigen Firmwares, die mehr und mehr Funktionen einbinden. Man ist also softwaretechnisch sehr aktuell gehalten. Außerdem bekam ich auf meine Supportanfrage über Nacht eine Antwort.
Natürlich könnte man sich so ein System selbst bauen. Der Aufwand und die Verwaltung wäre jedoch um einiges stressiger - und so: Synology macht das schon!
Hallo,
was mich doch noch sehr interessieren würde, ist der Punkt Lautstärke. Andere Anbieter haben teilweise ja größere und dafür langsam laufendere Lüfter - wie ist denn zumindest der subjektive Eindruck dieses Gerätes?
Grüße!
RaF
@ Santanah
Meine DS407 hat einen Torrent Client, dann wird es die 408 auch haben.
Der funktioniert einwandfrei.
@RaF
Lautstärke ist vernachlässigbar, wenn andere Umgebungsgeräusche vorhanden sind. Direkt neben dem Bett wollte ich sie nicht haben.
Gruß
DS408 kann auch https und Raid 6. Einzig wirkliches Manko ist Cold Swap. Leider nur beim DS508 zu finden.
QNAP ist mit dem TS-409 Pro nicht ganz so performant. Bietet dafür auch Hot Swap.
Thecus bietet für das 5200 (Pro) nicht einmal SSH an
pardon, verdrückt ausgekehrt. das DS408 kann leider kein Hot Swap, nur das größere DS508