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Telekom schließt erneut Sicherheitsleck

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11:40 - 13. October 2008 von Thomas Kretschmann

Die Datenschutzpannen bei der Deutschen Telekom nehmen kein Ende. Am Wochenende wurde bekannt, dass Adressen und Bankverbindungsdaten von 30 Millionen Handy-Kunden mit geringem Aufwand einzusehen und sogar zu manipulieren waren.

Ist neben Obermann ebenfalls Kritik ausgesetzt: T-Home-Vorstand Timotheus HöttgesErneut war es das Magazin Spiegel, das die Panne bei der Telekom aufgedeckt hatte. Wie Spiegel Online am Wochenende berichtet hatte, konnten sich Redakteure in die nur per Passwort und durch einige wenige weitere Angaben geschützte Kundendatenbank von T-Mobile einloggen. Sie enthält rund 30 Millionen Datensätze mit Adressen und Bankverbindungsdaten. Auch das Verändern der Daten wie Sperren von Sim-Karten, Tarif-Manipulationen oder das Anlegen von Einzugsermächtigungen soll möglich gewesen sein.

Schon vor der Spiegel-Vorabmeldung wurde die Telekom über die Lücke informiert und hat sie geschlossen: Nun ist der Zugang zum System durch eine TAN gesichert. Zuvor waren die Zugangsdaten vielen Mitarbeitern von T-Punkt-Läden bekannt und kursieren auch in Hackerkreisen, berichtet der Spiegel.

Diese bislang größte bekannte Lücke bei der Telekom wurde publik, kurz nachdem sich der Telekommunikations-Konzern letzte Woche mit Hilfe eines Maßnahmenpakets zu besserem Datenschutz und einer freizügigeren Informationspolitik verpflichtet hatte (siehe »Datenschutz: Telekom zieht Konsequenzen«).

Nach dem Datenskandal von letzter Woche wurden bereits Stimmen — unter anderem vom Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) — gegen T-Vorstands-Chef Rene Obermann laut, nun brodelt es auch intern beim Rosa Riesen: Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters erklärte T-Mobile-Aufsichtsrat Ado Wilhelm, dass die Rolle von Festnetzchef Timotheus Höttges untersucht werden müsse: »Man muss jetzt konkret in den Zuständigkeits- und Verantwortungsbereich von Höttges schauen. Wenn eine Verantwortlichkeit besteht, dann muss auch ein Vorstand in Frage gestellt werden«. Doch auch Obermann wird heftig kritisiert: Er erwecke laut Wilhelm den Eindruck, als seien Mitarbeiter an dem Desaster schuld, die besser geschult werden müssten. Verantwortlich für die Probleme sei aber die Konzernführung. Er fordert personelle Konsequenzen, eingreifen müssten nun das Bundesfinanzministerium und die Kreditanstalt für Wiederaufbau als Haupteigentümer. Den Ärger der Kunden hat Wilhelm ebenfalls im Blick: »Da verliert ja der letzte Kunde sein Vertrauen«, so der T-Mobile-Aufsichtsrat, »unsere Mitarbeiter werden mit Hohn und Spott überschüttet«. Die Telekom verhalte sich laut Wilhelm wie »eine Klitsche, die von einer Garage aus agiere«.

Bild: Telekom

Weitere Meldungen zur Telekom bei Tom’s Hardware:

Quelle: Spiegel

Kommentare zum Beitrag
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caine666 13/10/2008 18:53
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-1+

langsam machen sie sich richtig lächerlich

Kommentare auf dieser Seite geschlossen.