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Neuer Ärger um D-Box-Modding

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20:01 - 14. Oktober 2003 von Fritz

Der - will man Tomshardware-Zugriffs-Statistiken glauben - neue Volkssport D-Box-Modding führt derzeit zu juristischem Ärger. Nachdem findige Bastler herausfanden, dass alternative Betriebssysteme, mit Pinguin oder ohne, auch auf der D-Box laufen, nutzte so mancher diese Erkenntnis für unbezahltes Bezahl-Fernsehen.

Verständlich, dass der Anbieter Premiere sich darüber ärgert und die subventionierte Decoderbox nicht gerne über dem Neupreis und mit Linux versehen auf Ebay angeboten sieht. Man beauftragte daher eine Anwaltskanzlei in München, die solche vom Bezahl-Kanal-Decoder zum Volksempfänger um-gemoddeten D-Boxen mit Abmahnungen verfolgt. Mehr noch: wie die Premiere-Sprecherin Katrin Gogl gegenüber dem Magazin ’Digital Fernsehen’ bestätigte, lässt das Pay-TV-Unternehmen nun auch E-Bay-Auktionen sperren. Anwaltliche Kosten fallen dabei ebenfalls an. Als Hebel dient wieder einmal der sogenannte Jugendschutz: bei Betrieb mit einer anderen als der vom Hersteller vorgesehenen Software sei der Schutz unmündiger Zuschauer nicht mehr gewährleistet. Solange die Box nicht verkauft wird, kann der Besitzer allerdings - auch softwareseitig - damit machen, was er will.

Wer also seine alte D-Box loswerden möchte, kann das weiterhin in Deutschlands grösstem Online-Flohmarkt tun; nur der Hinweis auf einen Umbau oder ein anderes Betriebssystem sollte dabei unterbleiben, es drohen Gebühren um die 500 Euro.

Quelle: Tom's Hardware

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