Athlons kleiner Bruder

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19:00 - 19/06/2000 von Thomas Pabst

Nun geht auch AMD zum Sockel zurück. Im Gegensatz zum Thunderbird gibt es den Duron nur als Sockel-462-Variante (Sockel A). Der Thunderbird wird hingegen noch als Slot-A-Modell in kleinen Stückzahlen für OEMs produziert. Wie bei Intel gilt bei AMD der gleiche Grundsatz: Weg von Slot-Motherboards.

So sieht der kleine Thunderbird-Bruder Duron (ehemals Spitfire) im Sockel A / Sockel 462 aus. Das Ende des Slot A ist eingeleitet. Da VIA/Cyix sich für den Sockel 370 entschieden hat, steht das Ende des Sockel 7 ebenfalls bevor. Liebe Fans des Sockel 7: Machen Sie sich mit dem Gedanken vertraut, sich vom Sockel 7 zu verabschieden...

Durons Verwandschaft

Der Duron sieht seinem großen Bruder Thunderbird sehr ähnlich. Dies sieht man nicht nur äußerlich am Sockel. Besonders die Innereien, also die Architektur beider Prozessoren birgt viele Gemeinsamkeiten. Die wesentlichen Unterschiede sind die Kernspannung und die Größe des Second Level Cache. Der Thunderbird ist mit 256 kByte L2-Cache ausgestattet, der mit voller Taktfrequenz läuft. Der Duron besitzt hingegen 64 kByte L2-Cache, ebenfalls mit vollem CPU-Takt angetrieben. In beiden Fällen ist dieser Cache über ein 64 Bit breites Interface angeschlossen. Letzter Punkt bedarf der Kritik, da Intel immerhin ein 256-Bit-Interface benutzt.

Die typischen Spannungen liegen beim Thunderbird im Bereich zwischen 1,7 und 1,8 Volt, je nach Taktfrequenz. Dagegen kommt der Duron mit nur 1,5 Volt aus, also genauso viel wie der Celeron in FC-PGA-Ausführung. Die Verlustleistung des Duron beträgt 22,9 Watt bei 700 MHz.

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