
Um die Festplatten zu installieren, entfernt man zuvor die Abdeckung mitsamt CD-Laufwerk.
Die Installation der Festplatten erfolgt auf engstem Raum, weshalb schon im Vorfeld zu überlegen ist, ob SCSI-Laufwerke samt Controller überhaupt Sinn machen. Das Problem liegt meist beim wulstigen Flachbandkabel.
Wir haben deswegen zwei Extreme gegenübergestellt: Zum einen zwei Serial-ATA-Festplatten von Seagate (Barracuda 7200.7 Plus, 160 GB), die sich vergleichsweise einfach verkabeln und in Betrieb nehmen lassen. Zum anderen zwei SCSI-Laufwerke von IBM (UltraStar 146Z10), die wir zusätzlich mit einem Adapter ausstatten mussten (80 Pin SCA auf 68 Pin SCSI).
Die ewige Entscheidungsfrage zwischen ATA und SCSI muss eindeutig über die Anforderungen beantwortet werden. Ein als Web- und Mailserver fungierender Rechner wird keine so großen Dauerbelastungen für die Festplatte(n) hervorrufen wie Zugriffe auf einen Fileserver oder große Datenbanken. SCSI-Laufwerke sind mechanisch robuster, auf den Dauerbetrieb und auf gleich bleibende Leistung über einen langen Zeitraum ausgelegt.
So argumentiert dürften jedoch auch hochwertige ATA-Laufwerke unter Idealbedingungen eine lange Lebensdauer haben - sofern diese nur wenig zu tun haben. Ein wichtiges Wörtchen hat auch das Budget zu sprechen: Für eine RAID-1-SCSI-Konfiguration mit zwei Festplatten und Hostadapter sind locker 1.000 € mehr fällig als bei Serial ATA!
Vor der Installation der Laufwerke muss die Abdeckplatte samt daran befestigtem CD-ROM-Laufwerk abgenommen werden. Die Festplatten müssen - entgegen aller Gewohnheit - auf dem Rücken installiert werden. Auf der einen Seite werden sie durch drei Stäbchen über die Schraubgewinde festgehalten, an der anderen Seite sorgt ein Verriegelungsschieber für die notwendige Fixierung.
