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Bereit für den Tauchgang: Erlesene Hardware

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14:40 - 04/01/2006 von Frank Völkel

Unsere Einkaufsliste für die Münchner Computermeile ist nicht besonders lang: Als Prozessor ein AMD Athlon 64 FX-55, den es für 899 Euro gibt - eine Grafikkarte des Typs GeForce 6800 Ultra auf PCIe-Basis kostet 299 Euro. Zum weiteren Umfang gehören ein Motherboard von Gigabyte K8NXP-SLI mit NForce-4-SLI-Chipsatz, das knapp 180 Euro kostet sowie DDR400-Speicher (1 GB) für 100 Euro, eine IDE-Festplatte von Maxtor mit 320 GB Kapazität für preisgünstige 129 Euro. Kleinigkeiten wie Tastatur, Maus oder 16-fach DVD-Brenner haben wir noch zur Verfügung. Summa summarum macht das knapp 1700 Euro. An dieser Stelle vielleicht einmal ein Vergleich: Der typische Aldi-PC geht für 1000 Euro inklusive unnützen Zubehörs über die Discount-Theke. Anmerkung: Der letzte Aldi-PC - Eraser MD 8803 - wurde vor wenigen Tagen ausnahmsweise für 1399 Euro angeboten. Dieser basiert auf dem Intel Pentium D 840, der allerdings gegen das FX-55-System mit GeForce-6800-Verbund gar kein Land sieht.

Versuche mit destilliertem Wasser: Kurzschluss nach 5 Minuten

Die Idee zum Bau eines Flüssigkeitsgekühlten PCs ist nicht neu. Schon zu den Zeiten, als das Tuning- und Overclocking-Thema noch zum guten Ton gehörte, gab es Überlegungen des THG-Labors in Richtung einer "massiven" Kühlung. Doch damals tauchten dann die Wasserkühlungen auf, die diese Gedanken erst einmal wieder verdrängten. Kurz vor Weihnachten griffen wir das Thema erneut auf und unternahmen erste Versuche mit destilliertem (deionisiertem) Wasser. Wasser als Medium hat den Vorteil, dass bei voll gefülltem Gehäuse beste Sicht infolge guter Transparenz auf die Komponenten gewährleistet ist. Zudem bietet es eine gute Wärmeleitfähigkeit. Und die ist vor allem dann notwendig, wenn Hochleistungschips wie der Athlon FX-55, eine GeForce 6800 Ultra Grafikkarte oder ein NForce-4-SLI-Chipsatz angewendet werden.

Nach 5 Minuten trat ein Kurzschluss auf: Versuche mit destilliertem Wasser - insgesamt 30 Liter. Wasser ist ein Ampholyt und kann sowohl als Säure wie auch als Base reagieren. Es bilden sich H3O+ oder zu OH- Moleküle was mit einem Partner zur geringen Leitfähigkeit führt.

In einer Schale wurde die Hardware platziert und anschließend 20 Liter destilliertes Wasser eingefüllt. Zum Erstaunen aller Beteiligten lief das System über einen Zeitraum von 5 Minuten stabil, bis es zu einem Absturz kam. Wir wiederholten den Aufbau mehrfach, nachdem die Hardware getrocknet war. Im Ergebnis ergab sich kein stabiler Betrieb - Schäden an den recht teuren Komponenten gab es keine. Damit hatte sich diese Lösung disqualifiziert. Zur Erklärung: Unter chemischem Aspekt betrachtet ist Wasser ein Ampholyt, der sowohl wie eine Säure als auch wie eine Base reagieren kann. In Abhängigkeit vom reaktiven Stoff bilden sich somit H3O+ oder zu OH- Moleküle. Im Ergebnis steht eine geringe elektrische Leitfähigkeit - selbst bei deionisiertem Wasser.

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Kommentare zum Beitrag
Anonymer Nutzer 07/09/2008 13:57
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Wieso wurde das Netzteil nicht in Öl eingelegt?

Anonymer Nutzer 16/09/2008 18:21
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Weil Öl eine Flüssigkeit ist?? xD

FormatC 16/09/2008 18:25
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Gewaltig. Der Artikel ist von 2007. Habt Ihr ein Jahr schwarz gelebt, oder ist Leichenschändung grade in? Lasst den gestorbenen Thread ruhen...

Anonymer Nutzer 12/10/2008 14:53
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@ anonymer nutzer1: diese frage habe ich mir auch schon gestellt!?!? und wieso wurde ebenfalls die festplatte nicht getaucht? aus dem netzteil hätte man auch die lüfter entfernen können sodaß es dann auch passiv gekühlt worden wäre! oder ist das wegen der netzspannung 230V gewesen? warum sollte die anders sein als die gleichspannungen? und wie kann der PC lautlos sein wenn doch netzteil und festplatte ausserhalb sind???
@ anonymer nutzer2: "weil öl eine flüssigkeit ist??" ääähh, aha! ja! stimmt! öl ist flüssig! toll! super erkannt! aber wieso macht es dann den anderen komponenten nix wenn sie im öl liegen? witzig!
@FormatC: netter humor, völlig daneben!

Anonymer Nutzer 16/10/2008 04:43
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Hi anonymer Nutzer,
Das netzteil is desswegen nicht im öl weil mann den netzstecker wohl schlecht, mit silikon zuschmiern kann. Und die Festplatte liegt dehalb nicht im öl , weil das drehmoment der festplatte von ca.7.500 rpm auf 200-300 rpm gedrosselt werden , und dann geht das betriebsistem nicht meher,weil das ol bremst

BlackX 26/10/2008 13:31
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son quatsch die platte ist doch luftdicht und das netzteil warscheinlich wegen dem lüfter und ohne zirkulation im geheuse bringt das eh nichts ich weiß ja nich ob da ein normaler lüfter sich überhaupt drehen würde

derGhostrider 26/10/2008 15:08
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@Blackx: Festplatten sind NICHT Luftdicht verschlossen. Es gibt immer eine kleine Öffnung, hinter der ein Luftfilter sitzt. Wenn die Öffnung an der Oberseite ist, dann ist dort auch meistens eine Aufschrift zu finden: "Do not cover this hole"
Einfach googlen gibt diese Beispiele:
http://www.bronzefinger.com/images [...] r-hole.jpg
http://farm4.static.flickr.com/318 [...] c4.jpg?v=0
http://blogs.zdnet.com/Apple/images/drive475.jpg
(Hier steht: Do not cover breathing hole)

Das ist außerdem auch der Grund dafür, daß Festplatten ab einer gewissen Höhe über NN nicht mehr funktionieren. Die Schreib-/Leseköpfe schweben auf einem Luftpolster über den Magnetscheiben. Keine Luft = Headcrash.

Wenn Öl da rein kommt, dann würde der Motor seinen Geist aufgeben (zusätzliche Reibung) und die Arme für die Köpfe würden zu langsam bewegt werden. Bei einzelnen Tröpfchen könnten sich siche an die Köpfe setzen und diese an die Platten "saugen". (Durch die Oberflächenspannung).
So oder so darf keine Flüssigkeit in die Festplatten gelangen.

@Anonymer Nutzer: Drehmoment und Drehzahl sind zwei vollkommen unterschiedliche paar Schuhe. Aufgrund des geringen Drehmoments des Motors würde aber die Drehzahl rapide einbrechen.

Der Northbridge-lüfter tut mir außerdem leid. Im Video ist er zu sehen, wie er sich durch das Öl quält.
Da ist es nur eine frage der Zeit, bis er durchbrennt.

Wer soetwas umsetzen wollen würde, der sollte auf jeden Fall ALLE Lüfter durch großzügige Kühlkörper ersetzen. Am besten mit weit auseinander stehenden Lamellen, die vertikal angeordnet sind. Eventuell auch mit einer Pumpe und schläuchen dafür sorgen, daß genügend Öl an diesen verbeistreicht.
Noch besser wäre das ganze, wenn die Außenseiten des Gehäuses beidseitig geriffelte Kühlprofile wären. So würde mehr Wärme an die Raumluft abgegeben.


Und ansonsten: FormatC hat recht. Das ist Aaaaaaaaaaaaaaaaaaalt! Aber THG wärmt ja offensichtlich auch altes Öl nochmal auf. ;)

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