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Von den Karten zu den CPUs: AMD Athlon 64 FX und X2

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18:00 - 13/11/2005 von Die Redaktion

Brauchen Sie für Ihre neue Grafikkarte jetzt noch den passenden Chip? Da gäbe es zum Beispiel den AMD Athlon 64 X2 3800+- und den Athlon 64 FX-57-Prozessor.

FX-57

X2 3800+

Der AMD-Doppelkern punktet vor allem bei der Performance und beim Stromverbrauch (weshalb er auch relativ kühl bleibt). In einem früheren Test haben wir den 3800+ - das Einsteigermodell in die Athlon 64 X2-Prozessorreihe - als Schnäppchen gelobt. Er ist nicht viel teurer als Single-Core-Modelle, liefert aber eine fantastische Leistung speziell bei Multithread-Anwendungen.

Der 3800+ baut auf dem Manchester-Kern mit 1 MB L2 Cache auf, mit 512 kB in jedem der beiden Kerne. Das verlangsamt den Prozessor zwar im Vergleich zu anderen Modellen der X2-Prozessorreihe mit doppelt so viel Cache etwas, trägt aber zum niedrigeren Stromverbrauch und der geringeren Wärmeentwicklung bei, die an dieser CPU so attraktiv sind. Durch die geringe Wärmeentwicklung eignet sich der 3800+ auch gut für Overclocking, was auch unsere Laborerfahrungen bestätigen.

Mit einer Nenngeschwindigkeit von 2.0 GHz ist der 3800+ auch langsamer als die anderen Mitglieder der X2-Familie. Aber obwohl er nicht so schnell ist wie seine Geschwister, lässt er die meisten herkömmlichen Athlon 64-Prozessoren problemlos hinter sich. In unserem früheren Bericht haben wir festgestellt, dass sich der 3800+ mit Ausnahme der Audio- und Video-Dekodierung, wo der Intel klar vorne liegt, im Vergleich zum Intel Pentium D 820 recht tapfer schlägt. Der Prozessor ist im Handel ab ca. 330 € zu haben, womit er ein tolles Geschenk für Leute mit einem Socket 939 Motherboard ist, die etwas mehr Performance brauchen könnten. Ganz besonders, wenn sie mit vielen Büro-Anwendungen arbeiten, wo sich der X2 besonders hervortut.

Am anderen Ende des Prozessorspektrums, bei den Spielesystemen, liefern die AMD Athlon 64 FX-Prozessoren immer noch die beste Performance, obwohl sie nur Single-Core-Prozessoren sind. Im Testrechner, den wir für diesen Artikel zusammengestellt haben, maßen wir beim FX-57 unter Normallast die gleichen Temperaturen (25° C) wie beim 3800+. Auch mit Doom III und mit beiden eVGA 7800GT-Karten (ebenfalls in diesem Artikel besprochen) auf einem voll ausgelasteten Gigabyte K8N Ultra-SLI-Motherboard stieg die Temperatur nur auf erträgliche 44° C, auch wenn die die Rahmenfrequenz dabei an ihre Grenzen stieß.

Mit seiner Prozessorgeschwindigkeit von 2,8 GHz schlägt der FX-57 alle anderen AMD-Prozessoren. Dabei ist der Stromverbrauch nicht unverschämt hoch: In unseren früheren Tests verbrauchten Referenz-Systeme 145 Watt im Leerlauf und 204 Watt bei Maximallast (ein P4 660 brauchte 196/287 Watt, ein Pentium D 840 sogar 214/315).

Leider liegt der FX-57 auch beim Preis an der Spitze: Die "Kampfpreise" liegen bei ca. 999 €, in der Regel aber bei über 1.000 €. Aber wer auf dem Schlachtfeld der Games wirklich alles an Geschwindigkeit und Performance herauskitzeln will, fährt mit dem FX-57 ziemlich schwere Geschütze auf.

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