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Ist Ihre Übertragung von Disk zu Disk zu langsam? Würden Sie gerne etwas mehr Performance aus Ihrem PC herauskitzeln? Gigabyte i-RAM könnte die Lösung für beide Probleme sein. Die Technologie der Adapterkarte ist nicht neu, aber trotzdem verdient der i-RAM einen herausragenden Platz unter den Speicherriegeln.

Die Power-Anwender verlangen immer mehr Desktop-Performance, also passen die Hersteller die bestehenden Designs und Konzepte so an, dass sie die geforderte höhere Geschwindigkeit liefern können. Dafür steht i-RAM von Gigabyte Technology: eine DDR200-Speicherkarte, die über ein Serial-ATA I (SATA I)-Kabel mit dem Motherboard verbunden wird. Hauptzutat ist hierbei die Xilinx Spartan (FPGA), eine häufig verwendete günstige Verbindung zwischen Highspeed-Geräten. Eine Brücke, eine DDR200-Speichersteuerung und ein SATA I-Controller werden quasi zu einem handlichen Paket mit Dreifachfunktion geschnürt.
Der i-RAM liefert eine höhere Leistung als moderne Desktop-Laufwerke, allerdings zu Lasten einer geringeren Speicherkapazität und zu höheren Kosten. Der i-RAM eignet sich besonders für Spezialsysteme wie in Heimkinos (wo es auf besonders leisen Betrieb und eine geringe Anzahl beweglicher Teile ankommt) oder Spiele-PCs (die vor allem schnell sein müssen). Er kann auch als Zusatzspeicher für Grafik- oder 3D-Bildaufbereitungsprogramme verwendet werden, die viele zufällige Datenzugriffe vornehmen. Das ist bei Festplattenlaufwerken, die bei sequenziellen Lesevorgängen am effektivsten sind, das schlimmste mögliche Szenario.
Das Betriebssystem sieht den i-RAM als gewöhnliche SATA I-Speichervorrichtung, man benötigt also keine zusätzlichen Treiber. Der i-RAM unterstützt zwar ECC-fremde DDR-Speicherriegel von bis zu 400 MHz (PC3200), aber DDR200/266 dürfte eine ausreichende Performance liefern, weil die Xilinx FPGA die Geschwindigkeit des gesamten Datenzugriffs vorgibt. Außerdem lässt sich damit auch kein RAM mit engem Timing beschleunigen, weil die FPGA es nicht nutzen kann. Der i-RAM hat aufgrund des FPGA-Adressbereichs und konfigurationsbedingt eine maximale Kapazität von 4 GB.
Die benötigten 3,3 Volt Spannung zieht der i-RAM direkt über den PCI-Bus ab. Die Datenübertragung erfolgt über die SATA I-Schnittstelle, an der LEDs die aktuellen Aktivitäten und die Stromversorgung der Platine anzeigen. Zusätzlichen Strom liefert ein Li-Ionen-Akku mit 1700 mAh, der 16 Stunden zusätzlichen Strom liefert, nachdem er in 6 Stunden über den PCI-Bus voll aufgeladen wurde. Mit dem Akku funktioniert die Karte sogar getrennt vom PC.
Die Performance-Vorteile des i-RAM sind auf die Funktionsweise zurückzuführen. Weil keine beweglichen Teile vorhanden sind, die zusätzliche Latenz bei den Datenzugriffen bedeuten würden, verlaufen die Transaktionen beim i-RAM schneller als bei den meisten Festplatten. Im Extremfall könnte der i-RAM sogar als Bootlaufwerk für Windows oder zur Speicherung von Spielen und anderen häufig verwendeten Programmen eingesetzt werden. Das allein ist schon ein guter Grund, warum er auf der Wunschliste leistungshungriger PC-Fans stehen sollte.
Zu den 79 € (empfohlener Verkaufspreis) für die Platine im Online-Handel muss man noch die Kosten für den notwendigen Speicher rechnen. Wer allein nicht mindestens 200 € für 2 GB RAM oder mehr ausgeben kann, könnte sich vielleicht mit Gleichgesinnten zusammenschließen.