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6 - Videos: JVC Camcorder GZ-MG70

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Einer unserer Tester ist Familienvater und hat die Entwicklung der digitalen Camcorder in den letzten Jahren mit Interesse verfolgt. Es geht doch nichts über einen kleinen, leichten Camcorder, um denkwürdige Momente des Familienlebens für die Nachwelt aufzuzeichnen. Bisher lag der große Nachteil von Camcordern für uns in den Wechselmedien: Egal, ob kleine 8-mm-Kassetten, Mini-CDs, DVDs oder andere Medien, die Filme können nur mit großem Zusatzaufwand abgespielt, auf den Computer überspielt und auf ein ansprechendes Wiedergabemedium gebracht werden.

Dieses Problem ist natürlich auch beim neuen JVC Everio G-Festplatten-Camcorder vom Modell GZ-MG70 nicht völlig ausgeräumt. Aber die interne 30 GB-Festplatte und die funktionale USB 2.0-Schnittstelle des Everio erleichtern den Umgang mit den fertigen Aufnahmen deutlich, und zwar sowohl unter Windows als auch auf dem Mac. Das Gerät ist unglaublich kompakt und wiegt gerade 427 g, womit es einer der leichtesten Camcorder ist, die wir je in der Hand hatten. Die Abmessungen sind mit 67 x 70 x 109 mm (Breite/Höhe/Tiefe) bei eingeklapptem Display entsprechend klein. Und auch bei voll ausgeklapptem Display kommen nur 70 mm in der Breite hinzu. Das Gerät eignet sich perfekt für schnelle, spontane Aufnahmen und liegt gut in der Hand.

Der größte Pluspunkt des Everio ist natürlich seine Festplatte. Und damit sind wir bei seinen Funktionen: Es gibt vier verschiedene Qualitätsstufen für die Videoaufzeichnung, die jeweils eine andere Gesamt-Aufzeichnungslänge ergeben. Die Einstellungen unterscheiden sich nicht nur in der Auflösung, sondern auch in ihrer Bitrate, was die deutlichen Abweichungen in der folgenden Tabelle erklärt:

Einstellung Code Auflösung Bitrate Aufnahmedauer
Ultra Fine U 720x576 8,5 Mbit/s 7 Std.
Fein F 720x576 5,5 Mbit/s 10,5 Std.
Normal N 720x576 4,2 Mbit/s 14 Std.
Eco E 352x240 1,5 Mbit/s 37,5 Std.

Die Bildqualität ist sowohl von der Bitrate als auch von der Auflösung abhängig. Auf modernen Fernsehern ergibt die Ultrafein-Einstellung die besten Ergebnisse, also ist dies auch die JVC-Standardeinstellung. Dagegen ist nichts einzuwenden, wenn man weiß, wie viel Arbeit "nur" 7 Stunden Rohmaterial bedeuten, sogar bei einfachen Heimvideos.

Aber der Winzling hat noch mehr zu bieten. Der 1/6" 680.000 Pixel-CCD zeichnet gute (wenn auch recht kleine) Bilder auf, und zwar sowohl bei Videos als auch bei Standbildern. Letztere können entweder auf der internen Festplatte oder auf einer SD-Speicherkarte aufgezeichnet werden. Das Objektiv unterstützt 25x optischen und 700x digitalen Zoom, sodass man in den verschiedensten Einstellungen arbeiten kann. Das 2,5" Farb-LCD ist scharf und genau, wenn auch recht klein. Die JVC-Menüs und Navigationsoptionen sind aber darauf gut zu sehen und zu bedienen.

Die Kamera wird im Handumdrehen über ein geeignetes Kabel und den Mini-USB-Port Typ B an der Geräterückseite an den USB-Standardanschluss Typ A eines Windows-Rechners angeschlossen. Windows erkennt das Gerät in der Regel selbstständig; oder Sie erhalten - wie wir in unserem Test - die Angabe "Unknown USB Device" anstatt der typischen Statusmeldung, dass ein USB-Datenträger gefunden wurde. Für den Anschluss sollten Sie das mitgelieferte JVC-Kabel verwenden: Unser IOGEAR-Kabel funktionierte mit allen anderen Geräten, aber Windows erkannte die JVC-Kamera nur mit dem herstellereigenen Kabel.

Nach dem Anschließen erscheint eine Reihe von Ordnern im Everio-Hauptverzeichnis. In einem Unterverzeichnis im Ordner DCIM gibt es mehrere Standbilder, ein Werbevideo zu den Vorteilen des Everio befindet sich im Ordner EXTMOV. In SD_VIDEO werden Ihre Videos gespeichert. Von dort können Sie die Dateien mit der Erweiterung .MOD in den auf der mitgelieferten CD enthaltenen PowerDVD Player ziehen, und das war’s schon.

Auf die Begleit-CD hat JVC außerdem einige praktische Zusatzprogramme gepackt. Neben PowerDVD für die Wiedergabe bekommen Sie auch PowerDirector Express und PowerProducer. PowerDirector ist ein Programm zur Bearbeitung digitaler Videos mit jeder Menge Tools und Bearbeitungsfunktionen. Mit PowerProducer können diese Dateien durch Hinzufügen von Musik oder Sounds und Spezialeffekten zu Hochglanz-Heimkinofilmen zusammengestellt werden. Laut JVC-Dokumentation müssen frühere Versionen dieser Programme vor der Installation der neuen Software deinstalliert werden. Außerdem heißt es dort, dass die Dateien von der Kamera nur mit der neuen Version kompatibel sind, also sollte man diesen Ratschlag tunlichst befolgen.

Bei einem empfohlenen Verkaufspreis von 1.099 € (wobei die Ladenpreise meist sogar noch höher liegen) ist dieser Camcorder nicht gerade billig. Wir empfehlen außerdem eine Ersatzbatterie, die Sie voll aufgeladen immer zur Hand haben sollten, weil die Festplatte viel Energie verbraucht. Nachdem wir eine halbe Stunde lang Videos aufgezeichnet und die Dateien zwei Stunden lang auf einen PC und zurück verschoben hatten, mussten wir die Kamera wieder aufladen. Trotzdem - es ist ein schnittiges kleines Gerät, das unter jedem Weihnachtsbaum gut aussieht.

Zum Preisvergleich JVC GZ-MG70


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