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Einheits- Stecker für Elektroautos

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13:00 - 20. April 2009 von Thomas Kretschmann

Führende Energiekonzerne und Automobilhersteller haben sich auf einen einheitlichen Verbindungsstandard zum Laden von Elektrofahrzeugen geeinigt. Er soll Europa-weit gelten.

Der Ladeanschluss soll Standard in Europa werdenWie Welt Online berichtet, ist ein weiterer wichtiger Schritt hin zum Elektroauto getan: Industrievertreter aus der Automobil- und der Energiebranche haben sich auf einen einheitlichen Stecker zum Laden von Fahrzeugen mit Elektroantrieb geeinigt. Er soll in ganz Europa zur Norm werden für entsprechende Strom-Tankstellen.

Geplant ist eine dreiphasige Technik mit 400 Volt und bis zu 63 Ampere. 20 Branchenvertreter wollen das System auf der morgen beginnenden Hannover Messe vorstellen. Es ist laut Carolin Reichert von RWE »entscheidend für die Entwicklung der zukünftigen Stromautos«. Die Akkus der künftigen Elektrofahrzeuge sollen damit statt in Stunden schon innerhalb von Minuten geladen werden. Wichtig ist der Vereinigung der 20 größten Energie- und Automobilkonzerne die Europa-weite Verbreitung: »Ein Auto muss in Italien genauso betankt werden können, wie in Dänemark, Deutschland oder Frankreich«, zitiert Welt Online die RWE-Sprecherin.

Für das Jahr 2020 soll die Bundesregierung mit rund einer Million Elektroautos auf den deutschen Straßen rechnen. Zuvor ist aber noch einiges zu tun, vor allem bei den Akkus selbst: Der Geschäftsführer von Bosch, Bernd Bohr, weist auf die derzeit noch sehr hohen Kosten für Akkus hin, mit denen 200 Kilometer weit gefahren werden kann. So müsse die Leistungsdichte der Batterien mindestens verdreifacht werden, sonst sei eine Ablösung des Verbrennungsmotors »illusorisch«.
Bild: Welt Online/DDP

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Quelle: Welt Online

Kommentare zum Beitrag
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saulus 20/04/2009 16:21
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-0+

Na lol, 63A das ist ein verdammt großer Stecker mit einem verdammt dicken Kabel. Welche Frau soll das Teil in die Steckdose bekommen?

saulus 20/04/2009 16:23
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-0+

Na lol, 63A das ist ein verdammt großer Stecker mit einem verdammt dicken Kabel. Welche Frau soll das Teil in die Steckdose bekommen?

So etwas filigranes wie auf dem Bild fällt dann wohl flach.

Asmodis 20/04/2009 16:43
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-1+

Wenn ich an die Zapfsäulen unserer Shell Tankstelle denken, so sind die Benzinschläuche auch nicht gerade flexibel. Das bekommen aber auch alle hin damit zu tanken.

tkoerbs 20/04/2009 17:09
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-1+

63 Ampere sind nicht gerade viel:
400V * 63A = 25kW.
Um ein Auto mit vernünftiger Reichweite (500km) voll zu tanken benötigt man also 3 Stunden :-( - aber kostet immerhin nur 15-20 Euro :-)
Da es inzwischen schon Schnelllade-Akkus gibt, sind 63 Ampere ein Witz.
Wo ist das Problem, 630 Ampere zu liefern? Die paar mm2 Kupferlitze, die man dafür braucht, sollten ja wohl nicht das Problem darstellen...

I-HaTeD2 20/04/2009 18:37
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-0+

Eventuell ja wieder ein Fehler im Text. ;)

Zuhause wird man das Auto so wohl nicht mehr betanken können oder?

besserwisser314 20/04/2009 20:31
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-2+

63 Ampere kann man relativ gut aus dem Hausnetz ziehen (E-Herde und größere Durchlauferhitzer sind mit 25A angeschlossen). Die Energieversoger hoffe sicherlich, dass die Autos meistens nachts geladen würden, wenn die Kraftwerke quasi im Leerlauf sind. Dann wäre es auch egal, wenn das Auto 6 Stunden lädt. Eine 63-Ampere-Leitung braucht übrigens eine 10mm² Kupferleitung (also etwa 6 mm Durchmesser). Bei 3 Phasen wären es 3 Leitungen in der Größe. Ich denke, das kann man alles noch genauso handlich machen, wie die aktuellen Zapfpistolen, die ja auch nicht sehr leicht und handlich sind. Bei "Elektro-Zapfsäulen" kann man die Leitung auch bequem von oben herabhängen lassen, dann fällt das Mehrgewicht gar nicht auf.

MaxTheCB 20/04/2009 20:50
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-0+

Text lesen! Dreiphasiger Anschluss! Also 400V * 63A * Wurzel 3 (Verkettungsfaktor bei Drehstrom) ~ 43,65... is übrigens ein Standard-Hausanschluss ;) Sprich...1 mal auftanken benötigt die selbe, bzw. mehr Energie, wie ein kleines Mehrfamilien-Haus zu versorgen! ... tolle Leistung

besserwisser314 20/04/2009 20:56
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-0+

@tkoerbs: 630 Ampere sind mittelfristig kaum machbar. Zumal es nicht genügt, wenn das Auto in 18 Minuten lädt (mit deinen 75kWh gerechnet) - so lange will niemand an der Tankstelle warten. Man bräuchte auch 2 Leitungen mit einem Durchmesser von etwa 6 cm. Das ergibt ein faustdickes Kupferkabel. An der Tankstelle wäre das noch das kleinere Problem, denn man müsste diesen Strom im Auto irgendwie aufnehmen und transformieren. Wenn an dem Laderegler nur 0,1V abfiele (was schon ganz gut ist) würde er 63W verbraten. Zusätzlich zu dem Gewicht für die Akkus wäre die nötige Elektronik mit Kühlung der blanke Horror für Automobil-Designer. Außerdem dürften solche Lastspitzen nicht im Interesse der Energieversorger sein. Für's Schnell-Laden würde ich auf Hochspannungs-Lösungen setzen. Bei 4000V x 63A könnte müsste man noch immer 18 Minuten laden, bräuchte aber an den Kabeln nichts ändern. Erst bei 10.000V x 100A käme man an tankstellentaugliche 4:30 Minuten. Aber 1 Giga Watt ist immer viel, egal wie man es verpackt. Ich glaube, man sollte erstmal die langsame Lösung zur Marktreife bringen.

stevez 21/04/2009 00:25
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-0+

kurze frage nur, wie will man so viel energie innerhalb so kurzer zeit ins auto verfrachten? wie schon gesagt wurde, hitzeendwicklung, kabeldicke u.a. sind abnormal, wenn man in kurzer zeit laden will. Selbst wenn man schnellladeakkus hat, wie bekommt man die schnell voll?

stevez 21/04/2009 00:28
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-0+

und welches material könnte man als leiter - im vergleich zum schweren kupfer - benutzen, der leicht und handlich ist und noch weniger widerstand hat? ich kapier nicht wie man sich das vorstellt.. vllt 5 dünnere kabel dranhängen damits schnell geht?

saulus 21/04/2009 02:47
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-0+

Das Problem ist ja nicht mal das dicke Kabel. Ich weis nicht wer hier schon mal einen 63A Stecker in der Hand hatte? Das Ding lässt sich nicht so leicht in die Dose stopfen wie ein Euro Stecker. Und raus geht er meist noch schlechter, besonders wenn man da gerade wirklich 63A durch geblasen hat.

kowa 21/04/2009 08:39
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-0+

Saulus :
Das Ding lässt sich nicht so leicht in die Dose stopfen wie ein Euro Stecker. Und raus geht er meist noch schlechter,


Ja, weils eine billige Schei.konstruktion ist. Ich hab auch jedesmal Angst, den Anschluß aus der Wand zu reißen.
Sowas sollte man anhalten und dann mit einem Hebel/Karabiner-Verschluß verriegeln/anpressen. Der Strom wird erst freigeschaltet, wenn die Verbindung steht. Stecker sollten dann auch Koax sein, dann muß man nicht gucken, wie rum der reingehört (wie beim Piephahn) und würde gleichzeitig abgeschirmt sein.

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