Fazit: 15.000 U/Min für High-Performance-Server

Seite zurück Seite vor
15:13 - 26/09/2007 von Patrick Schmid

Die Leistungsunterschiede zwischen den Savvio-Festplatten mit 10.000 U/Min und der High-Performance-Variante Savvio 15K.1 sind hoch, teilweise sogar eklatant. In den Low-Level Benchmarks wie z.B. der Zugriffszeitmessung oder den Transferraten beim Lesen und Schreiben ergeben sich deutliche Vorteile für die Savvio 15K.1 mit 15.000 U/Min. Diese müssen jedoch durch geringere Gesamtkapazität (max. 73 GB gegenüber 146 GB) und höhere Preise erkauft werden. Vor allem die I/O-Performance sowie die minimalen Transferraten sind mit 15.000 U/Min unschlagbar.

Wer mehrere dieser schnellen Laufwerken in einem größeren RAID-Array einzusetzen plant sollte jedoch viel Zeit in die Auswahl des richtigen Controllers investieren, denn der von uns verwendete ICP 5085BL bietet zwar einen schnellen Prozessor zur XOR-Berechnung (Intel IOP333 mit 800 MHz), fährt im RAID-Betrieb mit maximalen Transferraten von unter 300 MB/s bereits am Anschlag. Das entspricht pro Festplatte etwa 75 MB/s; schon die Savvio 10K.2 kann jedoch über 90 MB/s abliefern.

Dafür war die gebotene I/O-Performance mit diesem Controller umso beeindruckender: 20% mehr I/O-Operationen pro Sekunde ermöglichen die schnelleren Festplatten jederzeit; zudem stagniert die Performance bei großen Command-Queue-Tiefen von 64 Befehlen mit den 15K-Laufwerken nicht.Selbst mit einem degradierten RAID-5-Array, bei dem eine Festplatte ausfällt, sind die I/O-Ergebnisse mit den 15K.1-Festplatten beinahe noch so gut wie die Messwerte mit ähnlichem RAID 5 bei 10.000 U/Min. Gerade bei hoch ausgelasteten Servern bedeutet dieser Unterschied oft die Welt.

Zur simplen Steigerung der Datentransferraten lohnt der Griff zu den Laufwerken mit 15.000 U/Min unseres Erachtens dagegen nicht. Zu groß ist der Mehrpreis, zu gering oft die nutzbare Speicherkapazität. Mit einem passenden RAID-Controller und einer zusätzlichen Festplatte ist mehr zu erreichen als durch den Kauf der schnelleren Festplatten. Wir sehen allerdings noch einen weitere, interessanten Einsatzzweck: In einem High-Performance Desktop-PC, bei dem Kosten nur eine Nebenrolle spielen, kann eine Savvio 15K.1 verglichen mit üblichen Desktop-Festplatten wahre Performance-Wunder bewirken. Allerdings nur, wenn Sie auch bereit sind, einen SAS-Controller dazuzukaufen.

Anzeige
Kommentare zum Beitrag
metalTom 26/09/2007 22:42
Ausblenden
-0+

Wie ist die geringere Kapazität der 15k - Festplatten zu verstehen?
Haben die 10k - Platten zwei Scheiben und die 15k - Platte nur eine, oder wurde bei den 15k - Scheiben schlicht die Speicherdichte reduziert?

Techniker Freak 27/09/2007 00:23
Ausblenden
-0+

Ich weiß nicht wo ihr geschaut habt aber die 15k Festplatten gibt es mit bis zu 300 GB Speicherplatz http://www.alternate.de/html/produ [...] hData=true

maxdreamland 27/09/2007 06:18
Ausblenden
-0+

Wer lesen kann ist im Vorteil, Techniker Freak. Da steht: "Noch liegen die größten Kapazitäten bei 2,5” SAS-Festplatten bei 147 GB bei 10.000 U/Min oder 73 GB mit 15.000 U/Min, während 3,5” Festplatten für Server bis zu 300 GB unterbringen."

Oder um es in einem einfachen Satz zu sagen: "3,5-Zoll Platten mit 15.000 U/Min gibt es bis 300GB"

Die Platte die Du verlinkt hast ist eine 3,5" Platte und damit mit der obigen Aussage abgedeckt.

rogard 27/09/2007 11:36
Ausblenden
-0+

Es wäre schön gewesen, wenn in diesem Test auch 3,5" Server-Platten zum Vergleich mit drin gewesen wären. Die sollten doch wohl immer noch in vielen Servern drinstecken, und vor allem nochmal eine ganze Ecke schneller sein, oder nicht?

Und ganz toll, wenn auch handelsübliche 3,5" HDDs mit 7200U als Vergleichswert mit hinzugenommen worden wären.

Ansonsten interessanter Artikel.

powerhawk 28/09/2007 13:09
Ausblenden
-0+

@rogard

Zitat: "Die sollten doch wohl immer noch in vielen Servern drinstecken, und vor allem nochmal eine ganze Ecke schneller sein, oder nicht?" - Seite 2, Absatz 2 nochmal lesen und gut is...

Crass Spektakel 28/09/2007 14:10
Ausblenden
-0+

Alte Faustregel:

Wenn Du €1000 hast, dann kaufe davon die preiswerteste Platte die Du bekommen kannst und spendiere ihr soviel RAM wie Geld übrig bleibt. Um den umgekehrten Fall, kaufe teuerste Platte und RAM vom Rest, läuft man damit immer Kreise.

Kommentare auf dieser Seite geschlossen.
Google Anzeigen
Anzeige
Mehr aus dem Bereich
 Testberichte über Server
Alle Server Tests

Newsletters


  • Ihre Probleme und Fragen zu Computer-Technik
  • Abschicken

Partner