Zuerst die guten Neuigkeiten: Die SATA 5000 2,5” ist bei 68 MB/s die schnellste “Festplatte” in einem 2,5”-Formfaktor, die wir bislang gesehen haben. Auch die Schreibleistung von 50 MB/s ist nicht von schlechten Eltern. Die Zugriffszeit von 0,1 ms liegt nahe an den Werten, die mit den meisten Benchmark-Programmen überhaupt noch gemessen werden können. Anders als herkömmliche Festplatten verfügt die SSD 5000 nicht über einen Cache-Speicher, weil der Leistungszuwachs hier gering bis nicht vorhanden wäre. Somit ähnelt die von uns gemessene Schnittstellen-Bandbreite der maximalen Datenübertragungsrate des SATA/150-Interfaces.
Beim IOMeter gab es dann schon bedeutendere Leistungsschwankungen: Einserseits beherrscht die SSD 5000 Flash SSD durch 30 Mal bessere Ergebnisse verglichen mit einer normalen Festplatte den Web Server Benchmark,. Allerdings entspricht sie im Fileserver-, Database- und Workstation-Benchmark in keinster Weise den Werten aktueller 2,5”-Festplatten. Die Ursache dafür liegt in der Tatsache, dass NAND Flash-Produkte zwar über schnelle Lesezugriffszeiten verfügen, aber der Zugriff beim Schreiben erheblich länger dauert. Diese drei Benchmark-Läufe beinhalten allesamt zahlreiche zufällige Schreibvorgänge (random writes), was dazu führt, dass die Flash-SSD von SanDisk an ihrer Achillesverse zu leiden hat.
Während SanDisk betont, dass Laufwerk sei weitaus energieeffizienter als andere Festplatten, so war es doch nicht in der Lage, den niedrigen Energiebedarf unseres Tests der Samsung Flash SSD vom September 2006 zu erreichen oder gar zu unterbieten Samsung’s Flash SSD. Grund dafür ist dabei nicht die Flash-Technologie, sondern die Schnittstelle: Das SanDisk-Laufwerk läuft mit einer SATA/150-Schnittstelle und verbraucht 0,5 W im Ruhezustand; dem entgegen stehen 0,05 W beim Samsung-Prototyp - also lediglich ein Zehntel davon! Wir beobachten schon seit geraumer Zeit den Energiebedarf serieller Schnittstellen, da diese einfach bedeutend höher ausfallen als bei parallelen Bussen, ganz egal ob man den Vergleich zwischen Serial ATA zu UltraATA oder PCI Express zu PCI/PCI-X anstellt.
Allerdings sollte man das Laufwerk von SanDisk, welches im Gegensatz zum Samsung-Prototyp tatsächlich zu kaufen ist, mit herkömmlichen Festplatten vergleichen. Während die SATA-Schnittstelle der Flash-SSD die Show versaut und es ihr versagte unter 0,5 W Leerlaufleistung zu kommen, so liegt man mit diesem Wert noch immer merklich unter den 0,7 W und mehr, die wir bei mechanischen 2,5”-Festplatten bislang gemessen haben. Flash-Speicher an sich ist noch deutlich sparsamer. Das lässt Raum für weitere Verbesserungen. Festplatten mit 7.200 U/Min, die wir aufgrund der Zielgruppe (Power-User und Workstation-PCs) für den Vergleich mit Flash-SSDs als am besten geeignet sahen, verlangen nach mindestens doppelter Leerlaufleistung. In aktivem Zustand ermittelten wir ein Maximum von 1,0 W bei SanDisk’s Flash SSD verglichen mit 2,4 W bis 4,6 W anderer 2,5”-Festplatten - das macht einen erheblichen Unterschied.
Das Aluminium-Gehäuse, das wir bereits angesprochen haben, macht den Löwenanteil am mit 94 g doch hohen Gewicht der SSD 5000 aus. Vergleicht man diesen Wert mit den 95 g bis hin zu 105 g anderer 2,5”-Festplatten, dann ist das noch immer ein gutes Ergebnis. Zudem bietet das Metallgehäuse einen gute Schutz für die Memory-Chips. Allerdings wog der Prototyp von Samsung nur ungefähr halb so viel.




Zitat: von der ersten Seite "Bei SLC Flash werden gespeicherte Daten wiederhergestellt, indem festgestellt wird, ob momentan eine Strömung durch den Transistor fließt oder nicht."
Da ist doch die Frage berechtigt, ob der Übersetzer ne Dröhnung hatte.
Der Artikel ist vermutlich in englisch schon ganz, ganz niedriger Level.
Der Übersetzter toppt die technische Inkompetenz des Autors aber noch.
So viel Redundanz, langatmigkeit und hanebüüchener Unsinn war selten bei THG, glücklicherweise.
Autor und Übersetzer können sich die silberne THG-Zitrone 2007 bisher teilen, in meinen Augen.
Die Urteile sind nicht gut begründet und die eigentlich Schwastelle dieser SSDs sind nicht mal richtig gestreift. Wenn man nicht eh schon mehr als Autor + Übersetzer wüßte, wäre man hinterher nur verwirrter.
Ein verhemetes PFUI erster Klasse also.
Tut mir echt Leid, ich hab mich bemüht, auch positives zu finden: bloß da war nichts.
@kiu77:
Der von Dir zitierte Text ist unverständlich. Wie sich weitere Teile auch holprig "lesen".
Du gehst in Deiner Kritik aber weit über das Ziel hinaus.
1. Der Artikel wird Dir kostenlos vor Deine Nase serviert.
2. Der Übersetzter wahrscheinlich weder ein Ingenieursstudium der Elektronik noch zusätzlich die Anglistik in der Tasche hat, so wie Du natürlich.
3. mach es besser.
4. Du hast die Goldene THG Kritikergurke 2007 gewonnen.
"Allein die Zeitersparnis beim Hochfahren von Windows und anderen Anwendungen ist für Enthusiasten Grund genug, für ein Notebook bald ein solches Laufwerk zuzulegen." ... THG lobt diesen Umstand in höchsten Tönen , welcher sicher auch einleuchtend ist . Für mich stellt sich allerdings die Frage warum man an Vista oftmals kein gutes Haar lässt obwohl Vista genauso gute performancesteigernde Features beinhalte. Eine Erklärung wäre Vista ist nur deshalb Mist weils von Microsoft ist , bei Linux oder Mac wäre man aus den Lobliedern sicher garnicht rausgekommen wenn diese Superfetch und die anderen Dinge hätten.
SSD gehört die Zukunft in Desktops und HTPC, keine Frage. Lautlos und schnell ist doch die perfekte Kombination für Media-Center Wohnzimmer-PC mit einem großem NAS-Lautwerk im Keller. Auch Notebooks werden in Kürze davon ganz erhebölich profitieren.
Dagegen werden wohl in Server und NAS-Systemen erst einmal etliche Zeit lang noch herkömmliche Platten dominant bleiben, einfach weil riesige Speichermengen so viel günstiger bereit gestellt werden können und Lautstärke völlig egal ist.
Ein sehr guter Beitrag, vielen Dank.
Trotz kleiner fachlicher Ungenauigkeiten ist der elektronische Sachverhalt im Wesentlichen korrekt angegeben (das kann ich beurteilen, habe Studium, Promotion und 19 Jahre Berufspraxis in der Elektronik hinter mir).
Das zentrale Anliegen des Beitrags ist die SSD-Untersuchung im Hinblick auf praktischen Einsatz, und das leistet er sehr gut.
@kiu77: Ich sehe keinen Grund, auf Formulierungsschwächen herumzureiten. Das zeigt meist einen niedrigen eigenen Horizont und ein aufwertebedürftiges Selbstbild. Diese Kritik ist völlig überzogen und geht am Wesentlichen vorbei. Die Aufforderung "Mach es selbst besser" ist völlig korrekt, hier scheidet sich der konstruktive vom destruktiven Teil.
"Anders als herkömmliche Festplatten verfügt die SSD 5000 nicht über einen Cache-Speicher, weil der Leistungszuwachs hier gering bis nicht vorhanden wäre."
Man sieht mal wieder: THW hat keine Ahnung. Inzwischen bringt Intel SSDs mit Cache und siehe da - schneller als alles andere!
Man sieht mal wieder: Lesen bildet. Der Artikel ist über ein Jahr alt! Oder erwartest Du bei einer Tageszeitung, dass jeden Tag alle Artikel an aktuelle Gegebenheiten angepasst werden?
Die Aussage ist jetzt falsch und sie war vor einem Jahr auch schon falsch. Und THW ist in diesem Jahr nicht klüger geworden. Also besser mal nicht rumgenöpt...
Jupp, und vor 1632 war die Erde eine Scheibe. Ohne Denker wie chill out wäre unser Leben ärmer, darum hat die Evolution ihnen Nischen eingerichtet..
Ich bin nicht sicher, wie ich das mit meiner Nische jetzt verstehen soll...