Lautlos und schnell: 2,5-Zoll Flash-Festplatten

09:40 - Mittwoch, 2. Januar 2008 von Patrick Schmid, Achim Roos
12 Kommentare

1 - Ridata und Samsung: Zwei unter vielen?

Neue Mitstreiter in der Solid-State-Arena: Ridata lockt Kunden mit höchster Widerstandsfähigkeit und Samsung verdoppelt die Kapazität auf 64 GB. Welches ist die derzeit beste Flash-Festplatte? Test.
ANZEIGE

Flash-SSD Samsung RidataSolid State-Laufwerke (SSDs) auf Flash-Basis gibt es nun seit Monaten. Für Großkunden hat Samsung schon seit über einem Jahr 32 GB Flash-Laufwerke mit UltraATA-Schnittstelle im Programm, allerdings konnte sich diese kaum ein Anwender leisten. Anders als bei herkömmlichen Festplatten werden Daten bei Flash-SSDs auf ein Array statt auf rotierende Magnetscheiben nun auf nicht-flüchtigen Flash-Speicherchips gespeichert, was für hohen Datendurchsatz und praktisch Null Zugriffszeit bei gleichzeitig geringer Leistungsaufnahme sorgt. Der SSD-Club kann sich nun mit Ridata und Samsung über zwei weitere Mitglieder freuen. Aber können die beiden dem bisherigen Champion Mtron das Wasser reichen?

Während die Kosten für DRAM-Speicher kaum gefallen sind haben sich Speicherdichte und Preis für Flash-Speicher in beeindruckender Weise nach unten entwickelt. Am unteren Ende sind Speicherprodukte auf Flash-Basis wie etwa SD-Karten mit zwei Gigabyte bereits für weniger als 15 Euro zu haben; sogar Produkte mit bis zu acht Gigabyte sind durchaus erschwinglich geworden. Dabei sind höhere Kapazitäten nur eine Frage der Zeit. Zu unterscheiden ist hier allerdings zwischen preiswerter MLC-Flash (Multi-Level Cell) Technologie und dem schnelleren, allerdings auch teureren SLC (Single-Level Cell) NAND Flash. Letzter kommt bei allen Festplatten auf Flash-Basis und auch bei schnellen USB 2.0 Flash-Speichergeräten zum Einsatz. Mit wachsender Speicherdichte steigt auch der Preis.

Einige Laufwerke auf Flash-Basis mit einer Kapazität von acht bis 32 GB gibt es ja bereits. Allerdings bereiten sich alle Hersteller schon darauf vor, Produkte mit einem Speichervermögen von 64 und 128 GB auf den Markt zu bringen - dies wird geschehen sobald die Preise für Flash-Speicher weiter fallen. Für den Einsatz im Notebook sind acht Gigabyte unserer Meinung nach zu wenig; für diverse Anwendungen in der Industrie und im geschäftlichen Umfeld kann man mit dieser Größenordnung allerdings durchaus etwas anfangen. Flash-Speicher besticht nicht nur durch merklich geringere Zugriffszeiten beim Lesen als mechanische Festplatten, sondern punktet auch bei der physischen Widerstandsfähigkeit. Die meisten Festplatten auf Flash-Basis werden als 2,5”-Modell angeboten. Damit sind die Produkte klein genug für viele Anwendungsbereich der Industrie sowie dem mobilen Einsatz in Notebooks. Die Installation solcher Festplatten in 2,5”-Laufwerksschächte ist problemlos. Der Einbau in einen 3,5”-Laufwerksschacht ist über simple Einbaurahmen machbar. Zudem verkraften die Flash-Produkte eine größere Spanne an Betriebstemperaturen als mechanische Festplatten.

Kosten und Leistung bereitet bei Flash-SSDs allerdings ab und an noch Kopfzerbrechen. Das bislang schnellste von uns getestete Flash-SSD stammt vom koreanischen Hersteller Mtron und fasst übliche 32 GB. Dieses Laufwerk erreicht beim Lesen nicht nur knapp 100 MB/s Übertragungsrate, sondern räumt auch den letzten großen Nachteil aus dem Weg, durch den Flash-SSDs bislang gegenüber herkömmlichen Festplatten noch immer den Kürzeren gezogen hatten: Das Laufwerk von Mtron bietet hervorragende Zugriffszeit beim Lesen sowie beim Schreiben und glänzt folglich mit ausgezeichneter I/O-Performance; alle anderen Flash SSDs hinken hier mit unzureichender Schreibleistung bei zufälligen Schreibvorgängen noch weit hinterher. Sollten Sie mit Anwendungen arbeiten, die viele schreibintensive Random-I/Os auslösen, sind schnelle mechanische Festplatten wie die Raptor von Western Digital oder flotte SAS-Laufwerke noch immer die bessere Wahl – mit Ausnahme der SSDs von Mtron.

Werfen wir einen genaueren Blick auf die beiden neuen Mitstreiter: Die Turbo SSD von Ridata mit 32 GB und die neue 64 GB Flash SSD von Samsung.


Themen-Specials:
Mehr zum Thema:
Anzeige
Kommentare zum Beitrag
arTekk 02/01/2008 11:09
Ausblenden
-0+
arTekk

Ihr könntet mal die neuen Hama HighSpeed SSD's testen: Hama Solid State Drive (SSD) 3.5", 64GB SATA (00090849)
lesen: 120MB/s • schreiben: 90MB/s • Anschluss: SATA

Die Daten klingen recht vielversprechend und lieferbar sind sie auch.

nightporter 02/01/2008 11:36
Ausblenden
-0+
nightporter

was hier eigentlich deutlich wird,wer jetzt ein schnelles raid0 aus koventionellen hdd benutzt für den macht eine einzelne ssd keinen sinn.
warum auch dieser vergleich hier wieder fehlt, wie immer etwas fehlt ,darüber lassen sich mutmaßungen anstellen.
allerdinges bleiben nicht gerade viele alternativen wenn man nach den gründen sucht

ihr gebt euch soviel mühe und trotzdem fallen auf dieser seite nicht immer aber ganz oft ungereimtheiten auf.
sehr schade

kiu77 02/01/2008 12:54
Ausblenden
-0+
kiu77

@ nightporter
Shifttaste kaputt?
Biogrammatik-Prozessor mit Bug?
Wortdurchfall?

furi82 02/01/2008 13:38
Ausblenden
-0+
furi82

@kui77

Klugscheißer??


@nightporter

da hast du recht. ich hab auch zwischen meinen raid 0 systemen ne lese/schreib performance von 120mb/s da brauch ich sowas nicht... außerdem is flash immer noch unbezahlbar. aber in paar jahren sieht das wieder alles ganz anders aus :)aber wär trotzem schön gewesen wenn Th den vergleich gebracht hätte

mfg

Gamiak 02/01/2008 13:51
Ausblenden
-0+
Gamiak

In dem aktuellen Vergleich ging es aber doch um 2,5" Laufwerke wie sie zum Großteil nur in Notebooks oder externen Laufwerken eingesetzt werden. Ein Vergleich mit einem Raid macht da meiner Meinung nach wenig Sinn. Oder hat jemand in seinem Notebook ein Raid-System laufen?

JSCHLENKER 02/01/2008 15:49
Ausblenden
-0+
JSCHLENKER

Mir würde schon ein gutes 8GB oder 16GB - System ausreichen für Laptops die über Citrix angebunden sind, wenn dadurch die Ausfallquote und die Energieverwendung reduziert würde.

bensen 02/01/2008 18:37
Ausblenden
-0+
bensen

oh man sind nur kinder auf thg?
was bringt einem die hohe transferrate eines raid 0 bei ner systemplatte?
da ist ne mtron auch schneller als 4sata platten im raid0

bootzeit oder ladezeiten sind mwehr von der zugriffszeit als von der transferrate abhängig

aber selbst die transferrate ist in der praxis bei ner guten ssd höher als von eineer samsung F1

man kann sich mal aufd anderen seiten ausführliche tests anschauen wo zB der FC-test mit drin ist

mieleman 03/01/2008 09:34
Ausblenden
-0+
mieleman

@Gamiak

es gibt aber auch schon Notebooks mit Raid-Systemen.
Deshalb würde auch hier ein Vergleich Sinn machen, zumal der Preis einer solchen Lösung nicht außer Acht gelassen werden sollte.

furi82 03/01/2008 14:58
Ausblenden
-0+
furi82

@bensen ich merke du hast noch nie Windows Vista genutzt. Vergleiche mal die System Geschwindigkeit in Vista mit ner normalen festplatte und einem raid0 System... son quatsch was du da von dir lässt.... die Transferrate spielt überall ne rolle auch bei ner Systemplatte! man man.....

Snoopy69 04/01/2008 20:15
Ausblenden
-0+
Anonymer Nutzer 06/04/2008 15:07
Ausblenden
-0+

@mieleman: Wenn man ein normales, tragbares Notebook FÜR UNTERWEGS hat, und keinen 17"-Klotz, dann gibt es kein Raid. Punktum.

Snoopy69 08/04/2008 12:25
Ausblenden
-0+
Snoopy69

Raid 0 ist nicht unbedingt nötig. Spüren tut man bei normalen Arbeiten davon nichts.

Bitte beachten Sie: Sie posten als anonymer Nutzer.



Google Anzeigen