13:10 - 24/10/2008 von Chris Angelini

Nvidia leitet sein Marketingmaterial mit dem Slogan „Gut genug ist nicht mehr gut genug“ ein. Die Kombination aus DirectX-10-Graphikchipsätzen, CUDA-Technologie, Video-Decoding, PhysX und GeForce Boost soll die Fähigkeiten des GeForce 9300 weit über eine bloß hinreichende Leistung hinaus anschieben. Und während dieser Chipsatz den Intel G45 erfolgreich in allen 3-D-Bereichen übertrumpft, bringt er noch eine eingebaute Grafik-Engine mit, die auf der diskreten Technologie von GeForce 8400 GS/9300 GS basiert, bestehend aus 16 einheitlichen Shadern, acht Texture-Mapping-Einheiten und vier ROPs. Bei der Mehrzahl der modernen Spiele, die man in vernünftigen Grafikeinstellungen sehen möchte, ist die integrierte Grafik nicht als gut genug anzusehen. Man benötigt mindestens eine GeForce 8500 GT als Zusatzkarte, damit der GeForce-Boost-Modus wirksam werden kann. Und auch dann ist bei dem großen Angebot von Karten um 100 € und weniger ein günstiges Grafikkarten-Update eigentlich der einzige gangbare Weg.

Wenn man sich einmal von der Idee verabschiedet, dass Crysis auf einem integrierten Chipsatz gut aussehen könnte, ist Nvidias nForce 730i tatsächliche eine willkommene Konkurrenz zu Intels G45. Vergleicht man MSIs P7NGM-Digital und Intels DG45ID miteinander, scheinen die Plattformen recht ähnlich. Oberflächlich betrachtet, ermöglicht Nvidia Parallel-ATA. Aber der Chip bringt auch hardwarebeschleunigtes PhysX für entsprechend kompatible Spiele mit, CUDA-Unterstützung für ein paar Anwendungen, die dafür optimiert sind, offensichtlich ausgereiftere Blu-ray-Wiedergabe und wettbewerbsfähige Plattformperformance. Intel hatte mit dem G45 ein ausgezeichnetes Angebot, aber seit der GeForce 9300 verfügbar ist, gibt es für den preisbewussten Käufer eine bessere Durchschnittsplattform, als Ergänzung zu Intels Core 2 Prozessoren.

Und um dem die Krone aufzusetzen, ist das MSI-Mainboard auch noch billiger. Man sollte nur nicht vergessen, dass man bekommt, wofür man bezahlt hat. Das P7NGM-Digital beinhaltet keinen Dual-link-DVI-Anschluss, eine Entscheidung, die, wie Nvidia verlauten lässt, beim Mainboard-Hersteller liegt. Wir würden in einer Desktop-Umgebung dazu raten, sich nach einem anderen Mainboard umzuschauen, das voll von Nvidias Fähigkeiten beim Display-Output profitiert. Aber bei einem Einsatz als Grundlage für einen Heimkino-PC wäre HDMI wahrscheinlich sowieso die Schnittstelle der Wahl.

Wie sieht es aus beim GeForce 9300, verglichen mit dem AMD 790GX? Bislang waren die außergewöhnlichen Einsteigerchipsätze von AMD der Hauptgrund, Phenom-basierte Rechner zu bauen. Der 790GX bleibt der interessanteste Chipsatz, dank der übertaktungsfreundlichen SB750-Southbridge. Doch der AMD 780G ist eine brauchbare Option, wenn der Preis eine große Rolle spielt. Nvidias GeForce 9300 bietet jedoch insgesamt schnellere 3-D-Performance. AMD kann zwar in Bereichen punkten, die nicht für GeForce Boost optimiert sind, aber der GeForce ist mit Intels Core 2 CPUs verbunden, was bei den Produktivitätstests zu großen Unterschieden führt.

Nvidias GeForce 9300 ist vielleicht nicht leistungsstark genug, um damit wirkliches Gaming möglich zu machen, aber der Chipsatz insgesamt ist leistungsfähig genug, um Intels Position gegenüber AMD auf Einsteigerebene zu stützen, früher eine Stärke des 780G . Man sollte sich nur den Gefallen tun und ein Mainboard mit Dual-Link-DVI und einen optischem Audio-Ausgang zu finden, zwei Funktionen, die bei MSIs P7NGM-Digital fehlen.

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Kommentare zum Beitrag
Anonymer Nutzer 24/10/2008 13:28
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-3+

Meine Güte schafft doch den uralt VGA Anschluss ab. 2xDVI wäre eine gute Onboard Lösung für den Grafiker, oder Programmierer mit 2 Bildschirmen. Man kann ja immer noch Adapter anschliessen

cuto8 24/10/2008 14:22
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-0+

Ich wag einfach mal zu behaupten, dass dieser Chipsatz null Erfolg haben wird. Leute, die auf die hohe Performance eines C2D/C2Q angewiesen sind, werden "echte" Chipsätze ohne GPU bevorzugen. Und Unternehmen werden den Chipsatz ignorieren, weil halt nunmal nicht "Intel" draufsteht.
Bei den AMDs macht soein Chipsatz Sinn - hier wird mehr auf den Preis geachtet. Aber wer >200€ für nen Prozessor ausgibt, spart nicht am Mainboard...

LotPings 24/10/2008 14:28
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-0+

Zitat :Nvidia umgeht diese Herausforderung ganz und nutzt ein Single-Chip-Design. Die gleiche Komponente, auf welcher der GeForce-9300-Grafik- und Speichercontroller untergebracht ist, stellt auch ... zwölf USB-1.0-Anschlüsse,


Da handelt es wohl um einen Dreckfuhler ;-) Natürlich muss das USB-2 heißen

Crisfada 24/10/2008 15:34
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-0+

ich hab einem family-mitglied auch so ein 780G-mainboard mit AMD-onboard-grafik und DDR3 sideport verbaut, das ding übertaktet und siehe da, so schlecht kann das ja gar ned sein =) sofern man nicht die neuesten games zockt ;) ichhabs mit oblivion getestet, lief 1-a bei mittleren einstellungen unter 1024x768 *.*
für board+grafik=80€ is das ja wohl mehr als ausreichend.

daimonion81 24/10/2008 15:50
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-0+

Gibt es nicht noch eine dritte Variante der Kombination von Chipsatzgrafik und dedizierter Grafikkarte?

Zumindest bei der Phenom-Plattform kann doch die Grafikkarte (fast) vollständig ausgeschaltet werden. DAS wäre doch mal ein Ansatz für Desktop/Media und Spiele - Betrieb.

Ich selbst habe kürzlich P45 + C2D gewählt, allerdings steht bals ein HTPC an, AMD basiert - oder vielleicht doch Intel/nvidia?

bensen 24/10/2008 15:53
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-0+

cuto8 :
Aber wer >200€ für nen Prozessor ausgibt, spart nicht am Mainboard...


und warum sollte man keine billige intel cpu kaufen?
ein E5200 ist in sachen preis/leistung erste sahne

Levi88 24/10/2008 18:02
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-0+

Die hohen Auslastungen bei BR Betrieb wundern mich etwas..

Wenn du eine HD DVD zur Hand hast könntest dus mal mit dem Arcsoft Media Center ausprobieren? Würde mich persönlich mal interessieren.
Zudem ist Arcsoft der, der am besten mit dem G45 zusammenarbeitet (und am ehesten *gg*).

Der E5200 ist sowohl vom Stromverbrauch als auch in der Leistung sinnvoll.
Der hohe Multi ist einfach geil.

Was mich noch interessieren würde, lässt sich die Chipsatzgrafik des 9300 komplett ausschalten UND benötigt dann auch weniger Strom / garkeinen Strom? Wäre interessant für den Fall, dass man eine seperate Grafikkarte kauft.

@ oben.. Es gibt etwas, das nennt man HTPC.. oder Office PC mit _gelegentlichem_ Spielen.. sowas wie die Sims etc wird da auf Full Details laufen.



Weltenspinner 24/10/2008 21:12
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--1+

schrieb :

Meine Güte schafft doch den uralt VGA Anschluss ab. 2xDVI wäre eine gute Onboard Lösung für den Grafiker, oder Programmierer mit 2 Bildschirmen. Man kann ja immer noch Adapter anschliessen





Der Grafiker hat aber noch eine uralt Eizo-Röhre und freut sich über den alten Anschluss. ;)

Anonymer Nutzer 25/10/2008 00:35
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piffpaff 25/10/2008 11:45
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-0+

AMD Freeze Bug :
gpu-z und speedfan lassen jeden neueren amd rechner einfrieren.wer den fehler schnell provozieren will muss nur massenweise instanzen der oben genannten programme starten.unter realen bedingungen friert so ein amd system ca. 1 mal von 100 starts der oben genannten applikationen ein und kann datenverlust zur folge haben.auch everest scheint ein kandidat zu sein und einige spiele, die auf die gleiche weise versuchen den rechner zu analysieren.




Wo hast du denn den Blödsinn her? Bei mir ist Everest im Autostart und läuft ohne Probleme.
genauso hab ich eben mal aus Spaß an der Freude 10 Instanzen von GPU-Z gestartet und irgendwie geht mein Rechner immer noch.
Sehr mysteriös...

Anonymer Nutzer 26/10/2008 02:16
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-0+

Hier findet Ihr mehr News unter http://techonlinenews.com/

derGhostrider 26/10/2008 17:10
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-0+

Irgendwie habe ich ein leichtes Problem mit den Testergebnissen.

Hätten nicht die CPUs grob "gleich schnell" sein müssen, damit man die Leistungsfähigkeit der GPU beurteilen kann?

Bei den Tabellen, bei denen die Unterschiede nämlich grob dem Unterschied der CPUs entsprechen, kann man nicht so ohne weiteres behaupten, daß die integrierte GPU schwächer wäre.
*schulternzuck* Ich weiß nicht so recht, was der Test auf dieser Basis aussagen soll, außer: "Das System mit weniger CPU Leistung ist bei der Grafikdarstellung meistens langsamer und manchmal trotzdem schneller."

Weltenspinner 26/10/2008 17:44
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Nur weil der E7200 gegen ein 5400+ kämpfen musste,
obwohl er sogar einen 6000+ fertig macht?

Das halte ich für absurd! :D

tkoerbs 28/10/2008 10:23
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Warum hat man nicht den E5200 statt E7200 als Prozessor für die Intel-Plattform genommen? Die Unterschiede in der Performance sind nicht allzu groß (max. 10%, je nach Anwendung, vermute ich), aber der E5200 ist satte 30 Euro günstiger!

Anonymer Nutzer 04/11/2008 06:33
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-0+

piffpaff:

dann starte mal nonstop 10-30 instanzen schliesse dann wieder die programme und starte wieder 10-30 instanzen und mache dies 10 minuten lang.

Weltenspinner 04/11/2008 08:24
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-0+

schrieb :

piffpaff:

dann starte mal nonstop 10-30 instanzen schliesse dann wieder die programme und starte wieder 10-30 instanzen und mache dies 10 minuten lang.





Warum zur Hölle sollte man das tun? oO

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