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Google SPDY: Mehr Speed fürs Web

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17:20 - 13. November 2009 von Thomas Kretschmann

Google hat ein neues Übertragungsprotokoll vorgestellt, das als Ergänzung zu HTTP dienen soll. Neben neuen Funktionen sollen vor allem die Latenzzeiten erheblich verkürzt werden.

SPDY (sprich: Speedy) nennt Google das Übertragungsprotokoll. Es wird HTTP (Hypertext Transfer Protocol) wohl nicht ersetzen, doch ist das mittlerweile schon rund 20 Jahre alte, für die Kommunikation zwischen Client und Server zuständige und am Cern entwickelte Übertragungsprotokoll doch in die Jahre gekommen: Laut Mike Belshe und Roberto Peon von Google war HTTP zwar dem Web »extrem hilfreich«, doch habe es angesichts moderner Webseiten und -Techniken vor allem in Sachen Performance seine beste Zeit hinter sich.

Mit SPDY will Google künftig die Schwächen von HTTP ausgleichen. So ist mit SPDY beispielsweise via TCP nicht nur eine wie bei HTTP, sondern eine unbegrenzte Zahl an Anfragen vom Browser zum Server möglich. Ebenfalls in Aussicht stellt SPDY das aktive Pushen von Ressourcen vom Server zum Client, der Server überträgt also aktiv – womöglich sogar ohne vorherige, zeitraubende Anfragen – Daten an den Browser, die unter Umständen zur optimalen Darstellung einer Webseite nötig sind.

Googles Hauptziel ist jedoch die Erhöhung der Geschwindigkeit im Web. Durch Verbesserungen wie der Komprimierung von HTTP-Headern, dem Senden und Verarbeiten multipler Streams und einer konsequenten Abfrage-Priorisierung soll man sich im Web nach Einführung von SPDY doppelt so schnell bewegen als bislang. Laut Google wurde in Tests mit einem SPDY-Webserver-Prototypen und einer ebenfalls SPDY-fähigen Version des Browser Chrome 55 der weltweit beliebtesten Sites um 55 Prozent schneller geladen werden als bisher – inklusive SSL-Verbindung, wohlgemerkt.

Die Realisierung ist aber noch in weiter Ferne. Schon länger arbeiten die Google-Entwickler an dem Projekt und nun wolle man an die Öffentlichkeit gehen: Erstens, um die Sache überhaupt publik zu machen und zweitens, um Meinungen und Feedback von Web-Profis und Entwickler weltweit einzuholen.

Quelle: Tom's Hardware DE

Kommentare zum Beitrag
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I-HaTeD2 13/11/2009 18:31
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-1+

Wenn es von der Leistung wirklich so vielversprechend wird wäre das eine mehr als wünschenswerte Entwicklung!

Gibt schließlich heute genug alte Dinge die mal ausgetauscht gehören (auch wenn das nicht das Ziel sein mag - die User bestimmen das letztlich). ;)

aarfy 13/11/2009 19:49
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-3+

hmm ipv6, SPDY .. why not - aber nicht wenn nur Google den Daumen drauf hat.. - offener Standard oder nix is.. Eigendlich eine sehr positive Entwicklung - ich habe nochnie verstanden warum HTTP immer noch unkomprimiert übder den Ether geht.


thomaz 13/11/2009 21:45
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--3+

wie wärs mit einem gesetz, das adobes flash von nun an nur noch maximal 1% der cpu essen darf ? das würde ich speedy nennen.

derGhostrider 13/11/2009 23:19
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-6+

*hüstel*
Der Artikel krempelt bei mir die Fußnägel hoch. Bei Heise ist das Verfahren besser erklärt. Zudem steht dort auch, daß heutige Browser bis zu 6 Verbindungen aufbauen, nicht nur eine.
Das Ziel ist auch nicht "unendlich viele" Verbindungen aufbauen zu können, sondern alle Transfers über eine Verbindung laufen zu lassen, die ständig aufgehalten wird.
Das ist etwas ganz anderes, auch wenn das in gewissen Situationen damit vergleichbar wäre, daß man beliebig viele klassische Verbindungen geöffnet hätte.

Bitte korrigiert den Artikel!

-------

Und für die anderen: Es ist Paketpriorisierung möglich. Mit anderen Worten:
Falls sich DAS durchsetzt, dann wird demnächst die Übertragung der Werbung erzwungen vor dem eigentlichen Inhalt der dazugehörigen Webseite. ABP und andere werden dann größten Teils wirkungslos. Wird die Werbung nicht erfolgreich angezeigt, überträgt der Server nicht die restlichen Daten, oder nur noch auf "Sparflamme".

Das System hat theoretische Vorteile, aber fragt euch ruhig mal, warum der Weltweit größte Vermarkter von Online-Werbung, also Google, so scharf darauf ist das umzusetzen. Sicherlich nicht aus Nächstenliebe.

mindhack 14/11/2009 21:44
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-1+

"SPDY-Webserver-Prototypen und einer ebenfalls SPDY-fähigen Version des Browser Chrome 55"

Da muss ich als Firefox-User wohl noch warten, oder man zwingt mich mit Waffengewalt Chrome zu installieren.

I-HaTeD2 15/11/2009 09:18
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-0+

Zitat :Wird die Werbung nicht erfolgreich angezeigt, überträgt der Server nicht die restlichen Daten, oder nur noch auf "Sparflamme".


Ich weiß ja nicht wo deine Ansprüche liegen aber solche Seiten würden massiv Besucher verlieren. Werbeblocker zu enttarnen und die Seite zu sperren ist auch heute schon möglich, beliebt macht man sich damit aber auch nicht.

Gegen Werbung habe ich im übrigen auch nicht, eher wie aufdringlich sich das ganze heute entwickelt hat. Werbung finanziert nun mal den Webspace und wenn diese passend und nicht aufdringlich (siehe Layerwerbung, PopUps usw.) untergebracht ist stört es mich nicht. Werbebanner oder AdSense richtig integriert (und da ist der Webdesigner gefragt) stört nicht wirklich - und wenn doch muss man eben anders schauen, manche Webseiten benötigen eh keine Werbung zur Finanzierung da sie auch keinen starken (V)Server benötigen.

Zitat :Da muss ich als Firefox-User wohl noch warten, oder man zwingt mich mit Waffengewalt Chrome zu installieren.


Naja ... Chrome ist OS, FF ebenfalls. Ich denke das wird nicht lange dauern ... Außer man nutzt natürlich den IE aber das empfehle ich weiterhin niemanden.

derGhostrider 15/11/2009 14:21
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-2+

@I-HaTeD2:
Wenn genügend Seiten mitmachen, dann gibt es zu wenig Alternativen.
Auch ich hatte nichts gegen Werbung, bis zu dem Zeitpunkt, als es maßlos übertrieben wurde. Da hatte ich außerdem einen alten 233MHz PC nur für's Surfen fertig gemacht, der wunderbar funktionierte.... solange, bis jede zweite Seite riesige Flash-Werbung einfliegen ließ. Selbst die Aufrüstung auf einen 450MHz und dann sogar 700MHz P-III hat das Problem nicht vollständig behoben.
Das ist nicht wer-weiß-wie-lange her, vielleicht 2 Jahre oder so... die Zeit vergeht ja auch recht schnell... ich habe einfach nur uralte Rechner wiederbelebt, da sie leise im Betrieb und sonst unbenutzt waren.

Darauf hin habe ich dann das erste Plugin in FireFox installiert: ABP. Das Surfen war von einem Moment auf den anderen plötzlich wieder so, wie es auch früher war: SCHNELL und diese ätzenden Werbungen, die rot-gelb blinken und Sounds abspielen waren alle wieder verschwunden. Keine Einfliegenden riesigen Layer-Werbungen, die die ganze Seite verdecken und die CPU-Last auf 100% treiben, Ladezeiten vieler Webseiten auf ein Bruchteil der ursprünglichen gekappt (manch ein Ad-Server ist einfach träge und behindert dann den ganzen Seitenaufbau...).

Gegen ein paar Banner oben, an der Seite und unten habe ich auch nichts. Eine Werbung als Anzeige zwischen Absätzen: Nungut. AdSense finde ich bereits nur nervig. Man bewegt den Cursor und alle Nase lang öffnet sich irgendein nerviges Pop-Up mit Informationen, die man wirklich nicht möchte. Aber: Es stört kaum beim Lesen eines Artikels.

Kaum ist aber auch schon nicht optimal und die Webseiten haben es ja nicht dabei belassen. Als man vor lauter Geblinke und überlagerten Fenstern die Artikel nicht mehr finden konnte, hat es mir einfach gereicht.
Ja, ich habe Verständnis dafür, daß sich die Seiten über Werbung finanzieren, aber man kann alles auf zwei Arten machen: Akzeptabel für die User, oder unerträglich. Zuviele Seiten haben es ins Unerträgliche gesteigert.

oXe 15/11/2009 17:54
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--1+

es is ja "nur" ein zusätliches Protokoll.....
wenn ich mit nem Mac Pro ne Verbindung zum Unix Server herstellen möchte kann ich das ja auch über SMB oder AFP machen....
Es wird dich keiner zwingen es zu benutzen. Deine Downloads werden dadurch nicht schneller oder langsamer ;)

@derGhostrider
Installier einfach noch NoScript dazu und du hast Ruhe vor diesen Mouseoverpopups :)

suit 15/11/2009 18:19
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-0+

Fefe sieht die sache übrigens etwas anders - mehr Fluch als Segen. Und rein logisch betrachtet trifft das zu. Das Internet ist ansich schnell genug - da steckt etwas anderes im Busch.
http://blog.fefe.de/?ts=b402b9c9

derGhostrider 15/11/2009 19:01
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-0+

WTF soll eigentlich dieses/dieser FEFE sein?

suit 15/11/2009 19:16
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-0+

Felix von Leitner - ein Sicherheitsspezialist/Hacker der häufig von den deutschen Massenmedien zitiert wird (Heise, DPA usw). Er ist ziemlich CCC-Nahe - wenn ich nicht irre sogar Mitglied und weiß idR. von was er spricht.

Edit:
Die Wikipedia kennt ihn noch nicht, aber ein Artikel scheint in Vorbereitung zu sein: http://de.wikipedia.org/wiki/Benut [...] on_Leitner

mesa69yin 15/11/2009 21:17
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--1+

zuerst die freeporn sites dann das ganze internet!!!

senfabgeber 16/11/2009 12:38
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-0+

Augenwischerei. Unter dem Deckmantel der Performanceverbesserung werden Kontrollmechanismen eingeführt. Wie Ghostreider und suit schon bemerkt haben wird die Möglichkeit geschaffen Inhalte ungefragt zu übertragen und wer es verhindert bekommt nichts zu sehen. Beispiel gefällig? Versucht mal ein Video mit Werbevorspann anzusehen. Wer den ABP aktiv hat bekommt je nach Filter nichts zu sehen, weil der Film erst nach Ablauf der Werbung gestreamt wird - vorher ist der eigentliche Speicherplatz nicht auszumachen um das zu umgehen. Gleiches gilt für eine Paketpriorisierung: der Server streamt die eigentlichnen Inhalte erst nachdem ein Werbepaket übertragen wurde - ok man hätte hier noch die Möglichkeit im Browser die Daten entgegenzunehmen aber nicht anzuzeigen - mit allen möglichen Nachteilen, wie fehlende CSS oder Cookies die die Anzeige des eigentlichen Inhalts beeinflussen. Ganz zu schweigen vom Zeitverlust der "unnötig" übertragenen Daten. So ist der vermeintliche Performancevorteil gleich wieder zunichte gemacht.

Erinnert mich auch ein wenig CI+ auch hier wurde ewig an dem Standard gebastelt, bis man sich endlich einig wurde - mit Erfolg für die Industrie: Jetzt können Aufnahmen restriktiert werden, genauso wie Time-Shifts. Oder Aufnahmen bekommen einen Verfallszähler oder Datum.