Anzeige
Mehr aus dem Bereich
 Testberichte über Festplatten & SSDs
Alle Festplatten & SSDs Tests

Newsletters


  • Ihre Probleme und Fragen zu Computer-Technik
  • Abschicken

Partner

Effizienz oder Geschwindigkeit: Die richtigen Festplatten für NAS-Geräte

19:51 - 30/07/2009 von Marcel Binder

Laufwerke mit 7.200 U/Min gelten als beste Wahl für hohe Performance, doch stimmt das auch im NAS-Umfeld? Wir vergleichen NAS-Performance mit schnellen 7200er-Laufwerken gegen neue Öko-Festplatten von Samsung.

Die Bereitstellung von Speicherplatz im Heimnetzwerk war bis vor ein paar Jahren noch ein aufwändiges Unterfangen. Computer-Heimwerker legten selbst Hand an und bauten beispielsweise aus nicht mehr benötigter, alter Hardware einen kleinen Server mit ausreichend Speicherplatz. Als Betriebssystem kam oftmals Linux zum Einsatz. Damit auch Windows-Computer über das Netzwerk auf den Eigenbau-Server zugreifen konnten, griff man zur Software-Suite Samba, die das Windows eigene Server-Message-Block-Protokoll (SMB) auch unter Linux zur Verfügung stellt. Diese Zeiten sind vorbei: Einfache NAS-Server und einen Satz handelsüblicher Festplatten genügen für die perfekte Storage-Box zuhause oder im kleinen Unternehmen.



NAS-Geräte für Endanwender

Hersteller von Storage-Lösungen haben reagiert und bieten seit geraumer Zeit einfach zu konfigurierende Speicherboxen an. Diese NAS-Geräte (Network Attached Storage) erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, denn sie stellen für Endanwender die mitunter einfachste Möglichkeit dar, Speicherplatz im Netzwerk bereitzustellen. Auch bei diesen Geräten kommt überwiegend das Betriebssystem Linux zum Einsatz. Die Bedienung erfolgt allerdings nicht mehr über kryptische Befehle, die an einer Konsole eigegeben werden müssen. Statt dessen erfolgt die Einrichtung und Konfiguration komfortabel über eine Web-Oberfläche. Geräte dieser Art gibt es von zahlreichen Herstellern wie Intel, LaCie, Promise, QNAP, Synology, Thecus, Western Digital und anderen.

Einfach, komfortabel und hoher Funktionsumfang

Auch der Funktionsumfang aktueller NAS-Geräte geht weit über die bloße Bereitstellung von Daten im Netzwerk hinaus. So gehören die Implementierung von Druck- und Webserver, DLNA- und iTunes-Server sowie der Zugriff auf Dateien über die Web-Oberfläche zum Standardrepertoire aktueller NAS-Geräte. Möglich ist dies aufgrund der zugrunde liegenden Linux-Systeme, da die notwendige Funktionalität vergleichsweise einfach hinzugefügt werden kann. Lediglich seriennahe Tests und Validierung bremsen die Einführung neuer Features in der Praxis aus – man will ja, dass alles reibungslos funktioniert.

Festplattenwahl - Performance oder Effizienz?

Wenn auch der Funktionsumfang bei NAS-Geräten herstellerübergreifend ähnlich ist: bei der Ausstattung mit Festplatten gehen die Anbieter unterschiedliche Wege. Einerseits werden Netzwerkspeichergeräte bereits aber Werk mit Festplatten ausgestatten und können nach dem Kauf sofort in Betrieb genommen werden. Andererseits sind auch NAS-Geräte verfügbar, die dem BYOD-Prinzip folgen (Build Your Own Device).

Bei letzterem haben Käufer selbst die Wahl, mit welchen Festplatten der Netzwerkspeicher betrieben wird. Bei diesen Geräten stellt sich regelmäßig die Frage, welche Eigenschaften die verwendeten Festplatten neben der Kapazität haben sollen. Hier kann beim Betrieb eines NAS-Geräts generell gelten, dass die Effizienz einer Festplatte höher gewichtet werden sollte als deren Performance, da meist das NAS-Gerät selbst eher einen Flaschenhals darstellt als die verwendeten Festplatten. Daher haben wir uns gefragt, wie genau sich die Unterschiede beim Betrieb eines NAS-Geräts ausdrücken, wenn dieses mit Strom sparenden Festplatten anstatt mit schnell drehenden Laufwerken bestückt wird. Samsung stellte dafür die notwendigen Laufwerke zur Verfügung: Ein Satz aktueller Spinpoint F2 EcoGreen mit 5.400 U/Min und 1 TB sowie Modelle aus der T166-Serie mit 7.200 U/Min und jeweils 320 GB Speicherplatz. Ein NAS-Server mit vier Laufwerksschächten von Synology kam exemplarisch dabei zum Einsatz.

Mehr zum Thema NAS-Geräte:

Anzeige
Kommentare zum Beitrag
Zainaman 30/07/2009 20:50
Ausblenden
-0+

Die Bereitstellung von Speicherplatz im Heimnetzwerk war bis vor ein paar Jahren noch ein aufwändiges Unterfangen.
....
....
Diese Zeiten sind vorbei: Einfache NAS-Server und einen Satz handelsüblicher Festplatten genügen für die perfekte Storage-Box zuhause oder im kleinen Unternehmen.


Häh?? Diese Zeiten sind vorbei!?!. Jetzt ists ja auch nix anderes jetzt drehen Sie einem hald lahme Rechner (die etwas weniger Strom brauchen) mit RAID-Controller und vorinstalliertem Linux an. Sonst sind die NASs nix anderes. Ich bin trotzdem für eigenbau. Die GUIs schränken einem meist nur ein.

aarfy 30/07/2009 21:01
Ausblenden
-0+

naja .. hab unseren Router und NAS in der Firma selbstgebaut - vorher hatten wir ne Proffessionelle FW allerdings ohne Fileserver.

Sowas würde ich mir heute nicht nochmal antun... - wenn irgend ne Soft- oder Firmware aussteigt machst du wirklich ALLES selbst - vom anpassen irgendwelcher Webfrontends über das patchen und compilen von neuen Kernels bis zum Setup der Benutzerrechte - und das nebenbei und nach Feierabend.. im Anschluss bist du noch der Arsch weil "Das Internet" nen halben Tag ausgefallen ist.. nie wieder - das nächste mal gibt es ne proffessionelle Lösung. Die kostet vielleicht das dreifache - aber wenn was ist rufst du die Fuzzis vom Support..

Anonymer Nutzer 30/07/2009 22:36
Ausblenden
--2+

na dann kauf mir mal nen professionellen Server mit 12 TB für 1.200€ mit supportfuzzies & co.

Kronos 31/07/2009 11:40
Ausblenden
-0+

Hab auf ner anderen Seite gerade nen Test gelesen bei dem sie 2,5" Festplatten für ne ähnliche Aufgabe genommen haben. Müsste dann ja nochmal um einiges sparsamer sein.

Ansonsten fand ich den Test hier ganz gelungen und denke das gerade aus Heimanwender sicht 3,5" mit 5200 rpm ne gute wahl sind.

Greetz Kronos

azzraeldlx 31/07/2009 12:16
Ausblenden
-0+

Ich kann ABSOLUT nicht nachvollziehen, warum THG als Performance-Festplatten solche Modelle aus der (mind.) vorletzten Generation zum Test heranzieht!
Die T166 verwenden (wie aus der Tabelle ersichtlich) 2 Platter, um 320 GB zu erreichen, und auch der Name suggeriert schon, dass es sich um Platter mit 166 GB handelt. Die F2 dagegen verwendet trotz nur 5400 U/min schon Platter mit 500 GB.
Das ist eine dreimal hoehere Datendichte und tut der Performance sehr gut! Cachegroessen sind noch nicht einmal beruecksichtigt.

Um einen besseren Vergleich zwischen Performance und Eco ziehen zu koennen, waeren hier wenigstens Samsung F1-Festplatten mit 7200 U/min und zumindest schon einmal 333 GB pro Platter angemessen, sinnvoll und aussagekraeftig gewesen.
Das ist schon einmal eine doppelt so hohe Datendichte und die ein oder andere Verbesserung haben neuere Festplattengenerationen sicherlich auch noch gegenueber "Uralt"-Modellen, wie z.B. die erwaehnten Cachegroessen.

Man haette also der F2 (1 TB, 5400 U/min, 500 GB/Platter) einer F1 (1 TB, 7200 U/min, 333 GB-Platter) gegenueberstellen koennen.

Wenn ich das richtig sehe kommt die alte T166 in einigen Tests gerade so an eine "langsame" Eco-F2 heran, die F1 (oder die bald erscheinende F3 mit ebenfalls hoher Datendichte) koennte hier also durchaus deutlichere Unterschiede und Ergebnisse in Richtung "pro Performance-Festplatte" zeigen.

Vielleicht waere der Unterschied auch dann nicht gross genug, um eindeutig Performance-Festplatten fuer NAS zu bevorzugen - mag sein -, aber die Ergebnisse wuerden aussagekraeftigere Ergebnisse liefern.

Durch die von THG gewaehlten Testaufstellung werden wir dies nie erfahren...

Gruss,
AzzraelDLX

Anonymer Nutzer 31/07/2009 13:55
Ausblenden
-0+

Es ging im Endeffekt ja auch darum ob es sich lohnt beispielsweiße die alten Samsung Platten gegen neue EcoPlatten auszutauschen.

Ich finde den Test sehr gelungen!

MFG Nico

Goldman 01/08/2009 08:08
Ausblenden
-0+

Lohnen tut es sich fast immer alte und kleine Platten für neue große Platten auszutauschen.

Finde den Test auch einen Witz.
Echt so eine lahme und alte Festplatte gegen eine der neuesten Festplatten antreten zu lassen ist blödsinn.

Und wenn ihr Strom sparen wollt, baut 2,5" 500 GB Platten ein !!
Bei Hardwareversand.de gibts ne 500GB Samsung M7 2,5" für ca. 68 €.
Habe die in einem externen Gehäuse von Icybox(IB-290)
Und ich habe Datenraten von bis zu 110 MB/s Spitze.
Natürlich über Dockingstation und SATA.
Und die Verbrauchen kaum Strom 1 Watt im idle und ca. 2 watt unter last.
Da spart ihr gegenüber F2 39 - 44 Watt, das wäre eher ein Grund zu wechseln als dieser schon fast lächerliche Test.

jayblackwind 07/08/2009 08:31
Ausblenden
-0+

Also ich hab ne Allnet 6600 im Einsatz mit 5x WD10EADS Greenpower mit 32MB im RAID 5.
Schreibdurchsatz pendelt über Gbit-Eth. bei 37 bis 43.5 MB die Sek.
Lesespitzen liegen schon mal bei 97,1 MB ...
Wenn ich mit dem Mediacenter ne Matroska streame und parallel ne File auf meinen Client ziehe sinds um die 54 MB ...
Gut bei LAN´s wenn 8 - 11 Leute dran nuckeln, lass ich doch auch lieber ne vorbereitete externe E-Sata / USB Platte kreisen.

Anonymer Nutzer 29/09/2009 12:56
Ausblenden
-0+

was bringen einem die schnellsten Platten, wenn der Großteil der Homeuser eine 100 MBIT Lan verkabelung nutzen...

jo-82 30/09/2009 15:50
Ausblenden
-0+

@bimmi: Das ist dann aber das Problem der Homeuser. =)
Ich bin zumindest froh, daß die HeimNAS-Geräte von der CPU Leistung wenigstens mal Gigabit schaffen. Kann mich noch gut an Zeiten erinnern, wo Dick und Fett ein Gigabit-Anschluss beworben wurde, letztenendes aber nicht mal 100Mbit ausgereizt wurden, weil die verbauten CPUs so lahm waren.

Google Anzeigen

Verwandte Testberichte

  • NAS-Multitalent im Test: Qnap TS-409 Pro Turbo NAS

    Zentrale Massenspeicher können mehr als nur Daten bereitstellen. Integrierte Print- und Webserver sowie Multimedia-Funktionen sollen einen Mehrwert bieten. Test des Qnap.

  • NAS-Boxen als PC-Ersatz

    Früher waren es stupide Boxen, heute sind es intelligente Multifunktionsgeräte. Funktionen wie integrierter Bittorrent-Client, Video- und MP3-Server stellen stromhungrige PCs in Frage. Wir testen Icybox und Qnap.

  • Geschickt kombiniert: Terabyte-Platte als NAS

    Maximaler Speicherplatz, uneingeschränkte Funktionalität und totale Netzwerkfähigkeit? Die Kombination aus Hitachi 7K1000 und Thecus N1200 macht es möglich.